Der Jungfernflug
ist gelungen. Wenn im Frühjahr 2006 die
ersten Airbus A380 im Linienverkehr fliegen, dann ist auch jede
Menge Technik aus dem Main-Tauber-Kreis an Bord, unter anderem
Heizleitersysteme der Firma Bartec und elektronische Antriebe der
Wittenstein AG.
Eine komfortable Innovation stammt vom Igersheimer High-Tech-Unternehmen
Wittenstein, welches Antriebe für Türen und den Frachtraum
der A380 liefert,
die zum ersten Mal elektrisch angetrieben statt der bisher manuell
zu bedienen sind. Und für eines dieser riesigen Doppeldeckerflugzeuge
sind immerhin 48 dieser Bauteile nötig.
Dieser Komfort macht die Handhabung viel benutzer-freundlicher,
denn statt großer Muskelkraft reicht nun der sanfte Druck
auf einen kleinen Knopf.
Die Bauteile sind eine hocheffiziente Kombination aus Motor und
Getriebe und wurden zusammen mit Airbus entwickelt, obwohl sie
zum Teil aus dem bisherigen Programm der Igersheimer stammen. Bisher
sind diese „Servo-Aktuatoren“ einzigartig auf dem Markt.
Um den strengen Reglementierungen und Sicherheitsanforderungen
der Luftfahrtindustrie gerecht zu werden, sind alle sicherheitsrelevanten
Bauteile doppelt vorhanden.
Doch noch ein weiteres Unternehmen der Region Heilbronn-Franken
sorgt für Komfort beim Fliegen in diesem Riesenvogel – das
Sicherheitsunternehmen Bartec aus Bad Mergentheim.
Schon seit 1987 pflegt Bartec guten Kontakt zu Airbus. Durch das
Lieferantenverhältnis ist auch gemeinsame Forschung und Entwicklung
entstanden. Und so wurde 2001 gemeinsam ein Heizleitersystem entwickelt,
das erhöhten Sicherheitsanforderungen genügt. Seitdem
werden die Bauteile bei allen Flugzeugen der Typenreihen A 319
bis A 340 verwendet.
Ganze 160 bis 250 dieser Heizkreise sind nötig, um trotz
der frostigen Außentemperaturen auftretenden Wasserschäden
während des Fluges entgegen zu wirken. Darüber hinaus
gewährleisten sie, dass die Fluggäste auch warmen Kaffee
bekommen.
Während Bartec und Wittenstein für Sicherheit und Komfort
sorgen, sind die Taktwägen der Tauberbischofsheimer Firma
Mafi Transport-Systeme nötig, um den Giganten zusammen zu
bauen.
Ohne die kostenintensiv produzierten Spezialwagen wäre es
unmöglich, die riesigen Flugzeug-Rumpfsektionen mit einem
Gewicht von bis zu 100 Tonnen, einer Länge von bis zu 26 Metern
und einer Höhe von neun Metern auch nur ein Stück zu
bewegen.
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