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STAHL-Krane aus Hohenlohe für höchstes Gebäude der Welt

     
 
 

27.6.05


 

Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die „Boomtown“ in der Golfregion. Die R. Stahl Technologiegruppe aus der Region Heilbronn-Franken baut dort acht Krane in den 705 m hohen Turm ein.

Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2008 soll es das höchste Gebäude der Welt sein.
Riesige Bauprojekte werden in dem kleinen Emirat im Mittleren Osten gleich dutzendweise realisiert. Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die „Boomtown“ in der Golfregion. Riesige Bauprojekte werden in dem kleinen Emirat im Mittleren Osten gleich dutzendweise realisiert. Schlagzeilen machten in den letzten Jahren zum Beispiel das Hotel „Burj-al-Arab“ und das vom Mond aus sichtbare Projekt „The Palms“ – drei palmenförmige Inseln mit Luxuswohnanlagen. Nun entsteht in der alten Händlerstadt am Persischen Golf das höchste Gebäude der Welt, der „Burj Dubai“. Bis zum Jahr 2008 wird es mit Gesamtkosten von 900 Millionen US-Dollar realisiert, und zu den Technikausrüstern zählt R. STAHL Fördertechnik GmbH.

705 m oder 160 Stockwerke hoch wird sich der neue Superturm in den Himmel strecken. Für das Fundament wurden über 110.000 Tonnen Beton bis in 50 m Tiefe gegossen. Im fertigen Zustand werden in dem Riesenbau ein Hotel, ein Einkaufszentrum sowie Hunderte von Wohnungen eingebaut sein. Mehr als 50 Personenaufzüge werden Bewohnern und Touristen zur Verfügung stehen.

Bereits jetzt wird die technische Ausrüstung in den Untergeschossen eingebaut. Für die Wartung der gigantischen Klimaanlage des Gebäudekomplexes wurden insgesamt acht Zweiträgerlaufkrane benötigt, für die R. STAHL den Zuschlag erhielt. Bereits seit einigen Jahren unterhält der deutsche Kranspezialist eine Tochtergesellschaft in Dubai. Die R. STAHL-Ingenieure vor Ort konzipierten die Krananlagen gemeinsam mit den Architekten und konnten das Projekt gegen internationalen Wettbewerb gewinnen. Der R. STAHL-General Manager vor Ort , V. Raman, hierzu: „Die Qualität der deutschen Komponenten, die vielseitigen Lösungskonzepte, sowie die Kostenvorteile durch die lokale Fertigung in Dubai gaben den Ausschlag für die Entscheidung des Kunden“.

Die Brückenkrane werden mit den Komponenten aus Künzelsau in Dubai gebaut. R. STAHL liefert im Übersee-Geschäft die hochwertigen Maschinenbauteile aus Deutschland zu und fertigt lange und schwere Stahlbauteile in Fachbetrieben vor Ort. So auch hier: die Antriebstechnik kommt aus dem Stammhaus, die fast 3 Tonnen schweren Brückenträger werden dagegen in Dubai beim Partner Fabtech gefertigt.

Zwei Krane wurden bereits gefertigt und im Frühjahr 2005 eingebaut. Sie sind für jeweils 7.500 kg Traglast und 8.750 mm Spannweite ausgelegt. Mit dem Lasthaken kann die gesamte Hallenlänge von 100 bzw. 50 m befahren werden, wobei die Lasten in dem Maschinenräumen bis zu 6 m angehoben werden. Entlang der Kranbrücken wurden auf Wunsch des Kunden Wartungsbühnen angebaut, so dass Inspektionen und Wartungen sicher und einfach durchgeführt werden können. Alle Motoren sind mit zweistufigen Geschwindigkeiten und mit Temperaturüberwachung ausgerüstet. Die Herzstücke der Krane sind die Elektroseilzüge – sie entstammen der erfolgreichen R. STAHL-Baureihe SH. Zum Einsatz kam hier die Type SH60 in Einstufung 3m nach FEM. Maximale Verfügbarkeit und geringen Verschleiß gewährleisten die wartungsarmen Getriebe, das elektronische Motormanagement und die überdimensionierten Bremsen. Die Motoren sind ausgelegt für mindestens 60% ED und eine sehr hohe Anzahl an Schaltspielen. Besonders verschleißarm sind die stabilen Seilführungsringe aus Guss. Für höchsten Bedienkomfort sorgt die Ausführung der Seilzüge ohne Hakenwanderung: die Trommeln sind mit zwei Seilen ausgerüstet, so dass beim Heben und Senken der Lasten keine seitliche Hakenwanderung auftritt. Die Bedienung der Krane erfolgt mit Funksteuerungen von HBC. Die beiden Krane wurden im Frühjahr 2005 gefertigt und eingebaut. Anfang Juni konnte der Folgeauftrag über sechs weitere Krane mit ebenfalls 7.500 kg Traglast unter Dach und Fach gebracht werden.

Die R. STAHL Technologiegruppe umfasst die Unternehmensbereiche Explosionsschutz und Fördertechnik. Das innovative Unternehmen hat sich in seiner über 125 jährigen Entwicklung sowohl in der Fördertechnik als auch im Explosionsschutz durch viele Pionierleistungen internationale Kompetenz und Anerkennung erarbeitet. Seit 1997 ist die Holding des Konzerns börsennotiert. Im Geschäftsjahr 2004 erwirtschaftete die Technologiegruppe mit weltweit 1.840 Mitarbeitern einem Umsatz von 252,4 Mio. EURO.

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