Dubai in
den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die „Boomtown“ in
der Golfregion. Die R. Stahl Technologiegruppe aus der Region Heilbronn-Franken
baut dort acht Krane in den 705 m hohen Turm ein.
Nach seiner Fertigstellung
im Jahr 2008 soll es das höchste Gebäude der Welt sein.
Riesige Bauprojekte werden in dem kleinen Emirat im Mittleren Osten
gleich dutzendweise realisiert. Dubai in den Vereinigten Arabischen
Emiraten ist die „Boomtown“ in der Golfregion. Riesige
Bauprojekte werden in dem kleinen Emirat im Mittleren Osten gleich
dutzendweise realisiert. Schlagzeilen machten in den letzten Jahren
zum Beispiel das Hotel „Burj-al-Arab“ und das vom Mond
aus sichtbare Projekt „The Palms“ – drei palmenförmige
Inseln mit Luxuswohnanlagen. Nun entsteht in der alten Händlerstadt
am Persischen Golf das höchste Gebäude der Welt, der „Burj
Dubai“. Bis zum Jahr 2008 wird es mit Gesamtkosten von 900
Millionen US-Dollar realisiert, und zu den Technikausrüstern
zählt R. STAHL Fördertechnik GmbH.
705 m oder 160 Stockwerke hoch wird sich der neue Superturm in den
Himmel strecken. Für das Fundament wurden über 110.000
Tonnen Beton bis in 50 m Tiefe gegossen. Im fertigen Zustand werden
in dem Riesenbau ein Hotel, ein Einkaufszentrum sowie Hunderte von
Wohnungen eingebaut sein. Mehr als 50 Personenaufzüge werden
Bewohnern und Touristen zur Verfügung stehen.
Bereits jetzt wird die technische Ausrüstung in den Untergeschossen
eingebaut. Für die Wartung der gigantischen Klimaanlage des
Gebäudekomplexes wurden insgesamt acht Zweiträgerlaufkrane
benötigt, für die R. STAHL den Zuschlag erhielt. Bereits
seit einigen Jahren unterhält der deutsche Kranspezialist eine
Tochtergesellschaft in Dubai. Die R. STAHL-Ingenieure vor Ort konzipierten
die Krananlagen gemeinsam mit den Architekten und konnten das Projekt
gegen internationalen Wettbewerb gewinnen. Der R. STAHL-General Manager
vor Ort , V. Raman, hierzu: „Die Qualität der deutschen
Komponenten, die vielseitigen Lösungskonzepte, sowie die Kostenvorteile
durch die lokale Fertigung in Dubai gaben den Ausschlag für
die Entscheidung des Kunden“.
Die Brückenkrane werden mit den Komponenten aus Künzelsau
in Dubai gebaut. R. STAHL liefert im Übersee-Geschäft die
hochwertigen Maschinenbauteile aus Deutschland zu und fertigt lange
und schwere Stahlbauteile in Fachbetrieben vor Ort. So auch hier:
die Antriebstechnik kommt aus dem Stammhaus, die fast 3 Tonnen schweren
Brückenträger werden dagegen in Dubai beim Partner Fabtech
gefertigt.
Zwei Krane wurden bereits gefertigt und im Frühjahr 2005 eingebaut.
Sie sind für jeweils 7.500 kg Traglast und 8.750 mm Spannweite
ausgelegt. Mit dem Lasthaken kann die gesamte Hallenlänge von
100 bzw. 50 m befahren werden, wobei die Lasten in dem Maschinenräumen
bis zu 6 m angehoben werden. Entlang der Kranbrücken wurden
auf Wunsch des Kunden Wartungsbühnen angebaut, so dass Inspektionen
und Wartungen sicher und einfach durchgeführt werden können.
Alle Motoren sind mit zweistufigen Geschwindigkeiten und mit Temperaturüberwachung
ausgerüstet. Die Herzstücke der Krane sind die Elektroseilzüge – sie
entstammen der erfolgreichen R. STAHL-Baureihe SH. Zum Einsatz kam
hier die Type SH60 in Einstufung 3m nach FEM. Maximale Verfügbarkeit
und geringen Verschleiß gewährleisten die wartungsarmen
Getriebe, das elektronische Motormanagement und die überdimensionierten
Bremsen. Die Motoren sind ausgelegt für mindestens 60% ED und
eine sehr hohe Anzahl an Schaltspielen. Besonders verschleißarm
sind die stabilen Seilführungsringe aus Guss. Für höchsten
Bedienkomfort sorgt die Ausführung der Seilzüge ohne Hakenwanderung:
die Trommeln sind mit zwei Seilen ausgerüstet, so dass beim
Heben und Senken der Lasten keine seitliche Hakenwanderung auftritt.
Die Bedienung der Krane erfolgt mit Funksteuerungen von HBC. Die
beiden Krane wurden im Frühjahr 2005 gefertigt und eingebaut.
Anfang Juni konnte der Folgeauftrag über sechs weitere Krane
mit ebenfalls 7.500 kg Traglast unter Dach und Fach gebracht werden.
Die R. STAHL Technologiegruppe umfasst die Unternehmensbereiche Explosionsschutz
und Fördertechnik. Das innovative Unternehmen hat sich in seiner über
125 jährigen Entwicklung sowohl in der Fördertechnik als
auch im Explosionsschutz durch viele Pionierleistungen internationale
Kompetenz und Anerkennung erarbeitet. Seit 1997 ist die Holding des
Konzerns börsennotiert. Im Geschäftsjahr 2004 erwirtschaftete
die Technologiegruppe mit weltweit 1.840 Mitarbeitern einem Umsatz
von 252,4 Mio. EURO.
|