Der Motoren-
und Ventilatorenbauer mit Hauptsitz in Mulfingen EBM-Papst bleibt
auf Wachstumskurs. Im vergangenen Geschäftsjahr
wurde der Umsatz in der Gruppe nach vorläufigen Zahlen um
5,7 Prozent auf 803 Millionen Euro gesteigert. Auch beim Ergebnis
haben die Hohenloher leicht zugelegt.
„
Wir sind insgesamt zufrieden”, bewertet Geschäftsführer
Gerhard Sturm das Zahlenwerk. Dass EBM-Papst die selbst gesteckten
Ziele nicht ganz erreicht habe, erklärte Sturm mit den gestiegenen
Rohstoffpreisen und dem hohen Eurokurs: „Das Ergebnis spiegelt
die Schwierigkeiten nicht wider, die wir hatten, es zu erreichen.” Was
die Zukunft angeht, so setzt Gerhard Sturm auf innovative Neuprodukte: „Die
sind unsere einzige Überlebensschance.”
Mit einem Umsatz von 340 Millionen Euro ist EBM-Papst Mulfingen
weiterhin der mit Abstand größte Geschäftsbereich
das Umsatzplus lag hier bei 5,3 Prozent. Die gut 2100 Mitarbeiter
an den Standorten Mulfingen und Niederstetten fertigten 10,5 Millionen
Motoren. Der Exportanteil ist im vergangenen Geschäftsjahr,
das Ende März endete, um einen Prozentpunkt auf 72 Prozent
angewachsen. Gleichzeitig haben die Hohenloher die Investitionen
um 77 Prozent auf 17,7 Millionen Euro erhöht für Forschung
und Entwicklung hat das Unternehmen hier 15,8 Millionen Euro aufgewendet.
Das entspricht einem Plus von 8,2 Prozent.
EBM-Papst St. Georgen, also die frühere Firma Papst, ist mit
9,4 Prozent zwar schneller gewachsen als die Hohenloher Schwester
allerdings von einer niedrigeren basis aus. Zum Gruppenumsatz steuerten
die Schwarzwälder im vergangenen Geschäftsjahr 232 Millionen
Euro bei. Diese Unternehmensteil beschäftigte zuletzt 1360
Mitarbeiter.
Am schnellsten gewachsen ist EBM-Papst in Landshut, also die frühere
MVL. Dort werden unter anderem Motoren und Ventilatoren für
Hausgeräte und für Heizungen produziert. Ein Plus von
16,4 Prozent ließ den Umsatz auf 149 Millionen Euro nach
oben schnellen. Die Belegschaft blieb mit rund 850 praktisch unverändert.
Im laufenden Jahr will das Unternehmen, das weltweit mittlerweile
8200 Menschen beschäftigt, einen Umsatz von 850 Millionen
Euro erreichen. Wenn es klappt, entspricht das einem Wachstum von
etwa sechs Prozent. Obwohl sie momentan laut Sturm leicht unter
Plan liegen, sind die Mulfinger zuversichtlich, dass sie diese
Zielmarke erreichen können: „Unsere Kunden schieben
wieder mehr neue Projekte an”, sagt Geschäftsführer
Thomas Philppiak. Allerdings: Unser Umsatzwachstum kommt inzwischen
fast ausschließlich aus dem Ausland.
Ein Baukran in Mulfingen unterstreicht die Zuversicht der beiden
Chefs: Der Vertrieb der EBM-Papst-Gruppe bekommt zurzeit ein neues
Gebäude.
Quelle: Heilbronner Stimme von Manfred Stockburger vom 21. Juni
2005
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