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Von der Schraubenhandlung im Keller zum internationalen Konzern

     
 
 

18.7.05


 

Die Berner-Unternehmensgruppe aus Künzelsau ist eines der führenden europäischen Direktvertriebsunternehmen bei der Rund-um-Leistung im Kleinteile-Geschäft (Verbrauchmaterial und Werkzeuge) für die professionelle Anwendung in Handwerk und Industrie.

Im Baubereich betreut Berner insbesondere Schreinereien, Fachbetriebe für Elektrik, Sanitär, Heizung, Klima, Hoch- und Tiefbau. Im KFZ-Bereich sind Berner-Kunden vor allem die Vertrags- und Spezialwerkstätten für PKW, LKW, Bau- und Landmaschinen und Speditionen.

Berner’s Stärke als Direktvertreiber ist seine absolute Kundenorientierung. Sie reicht von der Vor-Ort-Präsenz bis hin zur weltweiten Logistikkette, die garantiert, dass 98 Prozent der 25.000 Artikel innerhalb von 24 bis 48 Stunden beim Kunden sind. Für die Zuverlässigkeit von Berner sorgen täglich an die 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Europa.

Von der Schraubenhandlung im Keller zum internationalen Konzern

Dass diese Aktivitäten möglich sind, verdankt Albert Berner seinem eigenen Mut. Zunächst fing er als Lehrling in der Metzgerei seines Vaters an. Als der sein Geschäft aufgab, wusste Albert Berner, dass er nicht in dessen Fußstapfen treten wollte und absolvierte eine kaufmännische Lehre. Mit 22 war es soweit: 3.000 Mark und ein altes Auto als Startkapital – damit gründete er im Keller eines Hauses eine Schrauben-handlung. Mit unermüdlichem Einsatz und immer neuen Ideen gelang es ihm, sein Unternehmen stetig auszubauen. Bereits zwölf Jahre nach der Gründung eröffnete er Gesellschaften in Belgien, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden. Zahlreiche weitere internationale Neugründungen folgten.

Zunächst hatte Albert Berner die Kfz-Werkstätten als Kunden im Visier. Anfang der 70er Jahre erweiterte er seine Angebotspalette um Produkte für das Bauhandwerk. Diese Sparte hat heute den größten Umsatzanteil. Als Spezialist für Befestigungs- und Verbindungstechnik beliefert Berner inzwischen europaweit mehr als eine halbe Million Kunden im Direktvertrieb. Das Lieferprogramm war zu Beginn auf Befestigungsteile beschränkt, im Laufe der Jahre ergänzten weitere Artikelgruppen wie Werkzeuge, Werkstattausrüstungen und Chemieprodukte das Angebot. Letztere sind, wie Albert Berner berichtet, seine „Lieblinge“. Die Gruppe erwirtschaftete mit über 26 Tochtergesellschaften und mehr als 6.500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 685 Millionen Euro (Wirtschaftsjahr 2004/05 vom 31.03.05).

Verantwortung und Engagement für die Mitarbeiter

Mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und Realist bleiben – diese Einstellung hat sich Albert Berner zum Prinzip gemacht. „Wir haben Verantwortung für unsere Mitarbeiter“, war und ist seine Leitlinie. „Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Mitarbeitern und weiß um ihren hohen Anteil an unserem Erfolg.“ Das gilt nicht nur für die Mitarbeiter am Stammsitz in Künzelsau, sondern auch für die Teams in den europäischen Niederlassungen. „Als leuchtendes Symbol für Erfolg und Unternehmergeist“, zeichnete ihn der französische Staatspräsident Chirac 2004 als „Ritter der Ehrenlegion“ aus. Das Bundesverdienstkreuz war Albert Berner bereits 1995 für seine unternehmerischen Leistungen sowie sein soziales und kulturelles Engagement verliehen worden.

So hat Albert Berner beispielsweise im Firmengebäude der französischen Niederlassung spezielle Arbeitsplätze eingerichtet, um behinderte Menschen beschäftigen zu können.

Mit der 1995 gegründeten gemeinnützigen Albert-Berner-Stiftung fördert der Firmeninhaber außerdem kulturelle und sportliche Aktivitäten im Kreis Hohenlohe. Damit möchte er den Menschen der Region ein wenig von dem zurückgeben, was er durch Freunde, Mitarbeiter und das Entgegenkommen vieler anderer erreichen konnte.

Familienunternehmen auf kerngesundem Boden

In die Zukunft blickt der Jubilar, der sich 1997 aus der aktiven Geschäftsleitung zurückzog, optimistisch: „Unser Unternehmen steht auf kerngesundem Boden. Die Planung für die nächsten Jahre ist gut, wir werden weiter ausbauen.“ In den kommenden zehn Jahren, so ist Albert Berner überzeugt, werden circa 10.000 Menschen für das Unternehmen arbeiten. Ein großer Vorteil sei, dass Berner ein Familienunternehmen ist: „Wir haben stets investiert und der Sicherheit einen hohen Stellenwert eingeräumt.“ Auch künftig soll sich hieran nichts ändern. Den eigenen Rückzug plant Albert Berner noch lange nicht: „Ich werde das Unternehmen weiter mitgestalten“, versichert er. Für die nächsten Jahre wünscht er sich deshalb vor allem eines: Gesundheit.

Die Berner Gruppe mit Sitz in Künzelsau ist einer der führenden europäischen Direktvertreiber bei der Rundum-Leistung im Kleinteile-Geschäft für die professionelle Anwendung im Bau- und Kfz-Handwerk und in der Industrie. In 17 europäischen Ländern sorgen mehr als 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 4.000 davon im Außendienst – dafür, dass die Kunden von der Partnerschaft mit Berner profitieren. Im Wirtschaftsjahr 2004/05 (31.03.05) hat das Handels-unternehmen seinen Umsatz um etwa 3,6 Prozent auf rund 685 Millionen Euro gesteigert.

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