Vor 70 Jahren
hatte Firmengründer Wilhelm Frank die revolutionäre
Idee des „Dreh-Kipp-Beschlags“. Damit ist ein Fenster
nicht nur zu drehen, sondern auch zu kippen. Das war der Start
für eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte im Taubertal. Heute
beschäftigt das weltweit agierende Unternehmen rund 3 350
Mitarbeiter.
Von Deutschland aus hat die Roto Frank AG in den vergangenen sieben
Jahrzehnten die Welt mit ihren Produkten erobert. Exemplarisch
dafür ist auch die letztjährige Auszeichnung der Roto
Frank Bauelemente GmbH in Bad Mergentheim mit dem „Mittelstands-Oskar“:
(...) „für ein Unternehmen, das sowohl in der Geschäftsentwicklung
als auch in Innovationskraft und Ausbildung hervorragende Leistungen
vorweisen kann“, so die Jury.
Überhaupt war das Jahr 2004 ein gutes für den Konzern.
Vor allem die positive Entwicklung in vielen Auslandsmärkten
sorgte für einen Schub, während der deutsche Bau- und
Fenstermarkt nach wie vor stagniert.
Insgesamt verzeichnete die Roto Frank AG einen Nettoumsatz von
482,3 Mio. Euro (Vorjahr 449 Mio.), was einer Steigerung um 7,5
Prozent entspricht. Der Mergentheimer Geschäftsbereich „Bauelemente“ – mit
den Produktgruppen Wohndachfenster, Treppen, Solar- und Photovoltaikanlagen – legte
um knapp drei Prozent zu. Diese Sparte beschäftigt mehr als
1 100 Mitarbeiter und betreibt in der Kurstadt das größte
Werk.
Insgesamt wird an vier Standorten in Europa und den USA produziert,
wobei 85 Prozent aller hierzulande abgesetzten Produkte in Deutschland
gefertigt werden. Bei den Wohndachfenstern ist Roto mit 20 bis
25 Prozent Marktanteil die Nummer 2 weltweit.
Im Rahmen einer Diversifizierungsstrategie hin zur Leistungs-
und Qualitätsführerschaft soll sich bis Ende 2005 die
Fenstermarke „Roto“ aus den Baumärkten zurückziehen
und künftig nur noch über den Fachhandel vertrieben werden.
Und das nicht zum Nachteil für das Werk Bad Mergentheim. „Wir
bekennen uns eindeutig zu den Standorten in Deutschland, müssen
aber weiter unsere Hausaufgaben machen und konsequentes Kostenmanagement
fortsetzen“, so Erich Rosenkranz, Vorstand des Bauelemente-Bereichs.
„Nach dem überdurchschnittlichen Jahr 2003 haben wir
2004 um knapp drei Prozent zugelegt.“ Erste Früchte
trägt der Ausbau der Vertriebsorganisationen in einigen osteuropäischen
Ländern. „Wir wollen in diesen dynamisch wachsenden
Märkten weiter zulegen“, so Rosenkranz weiter.
Geplant ist zudem eine Produktoffensive: Roto will mit neuen Ideen
für Fenster und Türen seine Innovationsfähigkeit
unter Beweis stellen und den heimischen Fensterherstellern Perspektiven
für erfolgreiche Geschäfte eröffnen.
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