Ein bedeutsames
Projekt für das Unternehmen Hymer und die
Region Heilbronn-Franken am Wirtschaftsstandort Wertheim stellt
das „Expocamp“ dar. Bis zu 600 Caravans und Wohnmobile
der sieben Marken Hymer, Bürstner, Laika, Niessmann und Bischoff,
Dethleffs, LMC und TEC sind dort schon bald zu sehen.
Als eine "bedeutende Stunde" für das Unternehmen
und für die Stadt bezeichnete Oberbürgermeister Stefan
Mikulicz die Grundsteinlegung für das "Expocamp" der
Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbH gestern Vormittag
am Bettinger "Almosenberg". Zuvor hatten Erwin Hymer,
Aufsichtsratsvorsitzender der Hymer AG Bad Waldsee, und "Expocamp"-Geschäftsführer
Roland Haag ihre Freude über das bislang erfolgreich verlaufende
Projekt ausgedrückt und dieses kurz vorgestellt. Gemeinsam
mit den Geschäftsführern Klaus-Peter Bolz (Bürstner
GmbH) und Thomas Fritz (Dethleffs GmbH) sowie dem Vorstand der
als Generalunternehmerin fungierenden Paderborner Bremer AG, Josef
Ellebracht, legten sie dann im Beisein von zahlreichen Ehrengästen
den Grundstein für das künftige Caravaning- und Wohnmobil-Center.
Prägnant brachte Erwin Hymer das mit der vom Hymer-Konzern
sowie der Caravan GmbH und Co. Beteiligungs KG getragenen Anlage
verbundene Ziel auf den Punkt: Man wolle den Kunden in Wertheim
eine Ganzjahresausstellung bieten. In den Fränkischen Nachrichten
wurde bereits mehrfach darüber berichtet.
Siehe www.fnweb.de
Erläuterungen dazu gab anschließend Geschäftsführer
Roland Haag. Anhand der Baupläne stellte er den Gästen
das "Expocamp" vor, dessen Gebäude "sich in
den Hang hinein schieben" werden, vor. Dort sollen auf dem
rund 62 000 Quadratmeter großen Gelände in den nächsten
Monaten unter anderem eine zirka 3000 Quadratmeter große
Werkstatt inklusive Lager und Auslieferungsbereich, ein rund 680
Quadratmeter umfassender Zubehörshop, Serviceräume und
eine Tiefgarage entstehen. Vorgesehen sind zudem Park- und Stellplätze
samt Stromanschluss sowie Ent- und Versorgungsstation für
Reisemobile und Gespanne. Kernstück des Ganzen werde die Ausstellungsfläche
sein, die sich auf 17 000 bis 18 000 Quadratmeter erstrecke. Bereits
jetzt habe man Vorbereitungen getroffen, damit das mit Baukosten
von 20 Millionen Euro veranschlagte "Expocamp" noch durch
einen direkten Anbau erweitert werden könne.
Präsentieren werde man am "Almosenberg" zwischen
400 und 600 Caravans und Wohnmobile der sieben Marken Hymer, Bürstner,
Laika, Niessmann und Bischoff, Dethleffs, LMC und TEC. Jede werde
ihren eigenen Leiter erhalten, doch seien alle Beschäftigten "Expocamp"-Mitarbeiter.
Haag: "Das ist wie eine große Einheit." Ein Rundum-Angebot
wolle man auch den Kunden bieten, wie aus seiner weiteren Ansprache
deutlich wurde. So sei in Bettingen nicht nur ein Verkauf vorgesehen,
sondern das ganze Jahr über auch eine umfassende Beratung
und die Präsentation von zuvor etwa bei Fachmessen gezeigten
Neuheiten.
Am 8. August sei mit den Erdarbeiten für den Komplex begonnen
worden, erinnerte Haag. Mit der Firma Bremer habe man für
das Projekt einen "Maximalpreis"ausgehandelt. Dies bedeute,
das Unternehmen "ist jetzt der Bauherr auf dem Grundstück" und
dürfe das Camp "am 14. April schlüsselfertig und
inklusive der Außenanlagen an uns übergeben". Der
Zeitplan sehe vor, dass Ende September die ersten Stützen
für die Fertigbauteile gestellt werden. Ende November "ist
das Dach drauf", und man könne mit dem Anbringen der
aus Glas und Paneelen bestehenden Fassade beginnen. Ende Dezember
soll das Gebäude komplett geschlossen sein.
Der Geschäftsführer betonte, dass man als Auftragsgeber
bei allen Ausschreibungen weiterhin "mit am Tisch" sitze.
Dabei lege man Wert darauf, Aufträge wenn möglich an
hiesige Firmen zu vergeben. Ein Beispiel sei dafür bereits
die Bad Mergentheimer Baufirma Leonhard Weiss. Zudem strebe man
die Kooperation mit umliegenden Campingplätzen an, auf denen
die Kunden übernachten könnten.
Anerkennende Worte richtete Haag an die Stadt Wertheim. Diese habe
es genehmigt, den auf der Baustelle anfallenden Erdaushub - seit
dem 8. August immerhin zirka 40 000 Kubikmeter Material - für
den Lärmschutzwall an der A 3 zu verwenden. Dadurch sei eine
günstigere Ausschreibung möglich geworden.
Bevor die "Expocamp"-Verantwortlichen zu Speiseimer und
Kelle griffen, erläuterte Haag den Inhalt der Röhre,
die man anschließend in den Grundstein einmauerte. Dies waren
die gestrigen Ausgaben der drei in der Region erscheinenen Tageszeitungen,
darunter auch die Fränkischen Nachrichten, sowie die Embleme
der sieben künftig im Camp ausgestellten Marken und eine von
Erwin Hymer signierte Hymer-Chronik. Den ersten "Umsatz-Euro" steuerte
spontan Klaus-Peter Bolz bei.
Nicht zum Einmauern, sondern zum Aufstellen hatte Oberbürgermeister
Mikulicz eine Überraschung für Erwin Hymer und Roland
Haag mitgebracht. Er überreichte ihnen zusammen mit Wertheims
Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim das Straßenschild
für den "Hymerring". Dabei betonte der OB die besondere
Bedeutung der Grundsteinlegung für die Firma und den Wirtschaftsstandort
Wertheim. Denn in heutiger Zeit sei solch eine Investition keine
Selbstverständlichkeit. Die Entscheidung für das "Expocamp" sei
ein Zeichen für "Weitsicht und Mut", was ein Kennzeichen
der Geschichte des Unternehmens Hymer sei.
Mikulicz würdigte die Beteiligten für die stets "guten
und fairen Verhandlungen". Das Projekt sei von Anfang an von
einer großen Verlässlichkeit geprägt gewesen. "Hier
zählt noch das Wort", stelle Mikulicz fest. Lob hatte
er auch für den engagierten Einsatz von Roland Haag und die
Stadtverwaltungsmitarbeiter, wobei er Fachbereichsleiter Herbert
Baumann, Jürgen Strahlheim und Armin Dattler, Leiter Stadtplanung,
Hoch- und Tiefbau im Fachbereich 4, namentlich nannte.
Angesichts dieser erfolgreichen Zusammenarbeit sei es den zuständigen
Gremien nicht schwer gefallen, die Straße Hymerring" zu
benennen, erklärte Mikulicz. Damit bereitete er Erwin Hymer
unübersehbar eine Freude. Strahlend stellte dieser fest: "Danke,
dass wir so einen schönen Ring mit so einem schönen Namen
haben." su
Quelle © Fränkische Nachrichten - 09.09.2005
siehe auch
www.fnweb.de
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