Mit Nischenprodukten
statt Massengeschäft sind sie groß geworden.
Nun wollen sie sich in ihren Spezialfeldern weiter etablieren und
zusätzliche Branchen erschließen. Die Cleebronner Firmengruppe
Ott ist ein Beispiel für stabiles Wachstum im Stillen.
Angefangen hat alles 1989, als sich die Brüder Roland und
Peter Ott als Formenbauer selbstständig machten. Mit fünf
Mitarbeitern legten sie in angemieteten Räumen los. Heute,
16 Jahre später, belegt die Ott GmbH mit den Sparten Formenbau
und Kunststofftechnik ein stattliches Areal eigener und gemieteter
Gebäude am Ortsrand von Cleebronn, aus den fünf Beschäftigten
sind 75 geworden. Und neben dem Formenbau hat sich die Kunststoffspritzerei
zum zweiten wichtigen Standbein entwickelt.
Wir sind schon relativ rasant gewachsen , gibt Roland Ott zu. In
guten Jahren haben wir schon mal beim Umsatz um 20 Prozent zugelegt.
Ganz so steil ging es 2004 nicht mehr nach oben, und dieses Jahr
soll der Umsatz zunächst einmal gehalten werden. Doch das
ist dem Inhaber nur recht: Wir wollen gar nicht mehr so stark wachsen.
Denn die Otts leben ihre Firma. Persönlicher Kontakt zu ihren
Mitarbeitern ist ihnen ebenso wichtig wie hohe Qualität der
angebotenen Arbeit. Damit haben sie erkennbar Erfolg: Bei Autoherstellern
wie VW und Zulieferern wie Bosch stehen sie auf der Lieferantenliste,
einen Namen haben sie sich vor allem mit Mehrkomponententeilen
gemacht. Ihre Spezialität: die Kombination von Hartkunststoff
mit Silikon. Das kann hierzulande kaum einer , ist Roland Ott stolz.
Die Cleebronner wollen sich dabei als Entwicklungspartner etablieren.
Entsprechend modern ist der Maschinenpark, entsprechend flexibel
arbeiten die Beschäftigten. Wir wollen lieber qualitativ nochmals
einen Schub nach oben, als über Großaufträge reines
Mengenwachstum anzustreben, sagt Roland Ott. Denn angesichts der
Entwicklung der Rohstoffpreise auf der einen und des Kostendrucks
der Autohersteller auf der anderen Seite werde die Luft da schnell
dünn.
Ott will ohnehin nicht nur Autozulieferer sein. Bereits jetzt werden
auch Teile für die Baustoff-, Telekommunikations- und medizintechnische
Industrie hergestellt. Um gegen Konjunkturschwankungen gefeit zu
sein, wollen die beiden Inhaber sich künftig auf die Erschließung
dieser und anderer Branchen noch mehr konzentrieren. Leichtes Wachstum
ist da durchaus beabsichtigt, aber eines wollen die beiden Gründer
dennoch beibehalten: Wir möchten weiterhin ins tägliche
Geschehen im Betrieb eingebunden sein.
Quelle Heilbronner Stimme vom Heiko Fritze
siehe auch www.stimme.de
|