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Verband finanziert Ausbildung mit

     
 
 

12.9.05


 

Südwestmetall-Mitglieder in der Region Heilbronn-Franken stellen in diesem Jahr 576 neue Auszubildende ein. Mit der Förderung leistungsschwächerer Jugendlicher setzt der Verband einen sozialpolitischen Akzent und leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildungsarbeit in der Region.

Andere reden, wir tun was. So meldet sich der regionale Südwestmetall-Geschäftsführer Rolf Blaettner in der Ausbildungsdebatte zu Wort. Seine Mitgliedsbetriebe in der Region schaffen im laufenden Jahr gut 100 zusätzliche Lehrstellen, die der Verband mit 307 Euro pro Stelle und Monat unterstützt.
Wir haben keinen Pakt gebraucht, um die Notwendigkeit von Ausbildung zu verstehen , sagt Ernst Mutscheller, der bei Südwestmetall die Bildungsarbeit verantwortet und verweist auf die Initiative Start2000plus , die bereits seit 1998 läuft.
Wir schauen dabei nicht nur auf den aktuellen Bedarf der Mitgliedsfirmen, sondern wollen damit auch einen sozialpolitischen Akzent setzen, was die Förderung leistungsschwächerer Jugendlicher angeht, sagt Mutscheller gestern in Heilbronn. Dass 20 Prozent der Schulabsolventen nicht oder nur eingeschränkt ausbildungsfähig seien, ist für ihn ein unerträglicher Zustand.

Landesweit setzen die Metallarbeitgeber auch im laufenden Jahr rund 20 Millionen Euro, um ihre Mitgliedsbetriebe bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. 1,6 Millionen Euro davon fließen in die Region Heilbronn-Franken. Dass zwei Drittel der Südwestmetall-Mitglieder ausbilden - und nicht nur 20 Prozent der Firmen wie im Durchschnitt aller Branchen, wertet er als Erfolgsmerkmal. Finanziert wird die Ausbildungsinitiative übrigens aus der Kriegskasse der Arbeitgeber, aus der üblicherweise Arbeitskämpfe bezahlt werden.

Nur mit höher qualifizierten Mitarbeitern werden die Unternehmen den zukünftigen Anforderungen gerecht werden, sagt der regionale Südwestmetall-Vorsitzende und Illig-Geschäftsführer Karl Schäuble. Die Betriebe müssten schließlich nicht nur die Notwendigkeiten meistern, die aus der Globalisierung resultierten, sondern auch die Auswirkungen der Demographie.
Schäuble zieht daraus zweierlei Schlüsse: Wir brauchen mehr gut qualifizierte Mitarbeiter. Und: In zehn bis 15 Jahren werden wir keine Arbeitsplätze für ungelernte mehr haben. Für Facharbeiter - und noch mehr für Ingenieure - sieht er in der Metall-Branche weiterhin gute Perspektiven: Wenn in Deutschland Arbeitsplätze abgebaut werden, dann bedeutet dies häufig einen strukturellen Wandel, der mit einem Aufbau von qualifiziertem Personal einhergeht.

Südwestmetall fördert übrigens nicht nur zusätzliche Lehrstellen, sondern auch zusätzliche Berufsakademie-Studenten. Außerdem setzte der Verband mit verschiedenen Projekten auf eine Verbesserung der Schulen. Mutscheller: Da kommt zu wenig Begeisterung rüber. Deswegen sind Mathe und Physik oft eine Qual für die Schüler.

Quelle Heilbronner Stimme von Manfred Stockburger

Ausbildung und Forschung in der Region Heilbronn-Franken

 
         
 

Heilbronn-Franken...

„Die Region Heilbronn-Franken steht in Deutschland mit an der Spitze der Bundesliga für kleine

Wirtschaftswunder.“
Dr. Michael Rogowski, ehemaliger BDI-Präsident
Bundesverband der Deutschen Industrie

"Eine Stärke der Menschen in dieser Region ist ihr Wissen und Ihre Kompetenz. Beides versetzt sie in die Lage,

neue Technologien und Prozesse zu beherrschen und damit den Standort Heilbronn-Franken wirtschaftlich attraktiv und bekannt zu machen."
Jürgen Lunemann,
Werkleiter, AUDI AG, Neckarsulm
AUDI AG