Im „Goldenen Herbst“ mit dem Fahrrad entlang von Main
und Tauber. Jetzt wurde die Route von Lauda nach Würzburg
via Wittighausen neu ausgeschildert. Das über 4.000 km lange
Radwegenetz der Region wird damit wesentlich erweitert.
An der bayerisch-badischen Landesgrenze, am Bahnhof Gaubüttelbrunn,
wird am Sonntag, 18. September, der neue "Main-Tauber-Radweg" von
Würzburg nach Lauda offiziell eröffnet.
Ausgerichtet wird das Fest von den Nachbargemeinden Wittighausen
und Kirchheim. Zum Festakt um 11 Uhr haben unter anderem stellvertretender
Landrat Eberhard Nuß (Würzburg) und Landrat Reinhard
Frank (Main-Tauber-Kreis), Leitender Baudirektor Franz Jägerhuber
von der Regierung von Unterfranken sowie Vertreter weiterer Behörden
und der Deutschen Bahn AG ihr Kommen zugesagt. Dies bestätigen
die Bürgermeister Anton Holzapfel (Kirchheim) und Bernhard
Henneberger (Wittighausen).
Anwesend sein werden auch die Bürgermeister der sieben am
Radweg liegenden Kommunen, zahlreiche Gemeinde- und Kreisräte
sowie die Agenda21-Beauftragten Gunther Kunze (Stadt Würzburg)
und Dr. Ulrich Gauer (Landkreis Würzburg)
Die "Fränkischen Jäger" Gaubüttelbrunn
gestalten die Feier musikalisch und spielen anschließend
zur Unterhaltung auf, Vereine aus Gaubüttelbrunn und Wittighausen
sorgen bis 15 Uhr für das leibliche Wohl. "Die Besucher
können sich an Ständen von Pro Bahn und DB Regio Unterfranken
sowie bei uns vom Agenda21-Arbeitskreis Öffentlicher Personennahverkehr über
umweltfreundliche Formen der Mobilität informieren",
wirbt Ulrike Ernst-Schwertberger aus Gaubüttelbrunn für
die Veranstaltung. Bei einem Wettbewerb gibt es ansehnliche Preise
- darunter drei Bayern-Tickets - zu gewinnen.
Im März 2003 vom Agenda21-Arbeitskreis "Radverkehr" in
Stadt und Landkreis Würzburg angeregt, hat eine Arbeitsgrup-pe "Main-Tauber-Radweg" in
Kooperation mit den Fachbehörden die neue Route geplant. "In
dieser Gruppe arbeiten die sieben Bürgermeister oder deren
Beauftragte sowie interessierte Bürger mit", erläutert
deren Sprecherin Margarete Geßner (Wittighausen).
Der "Main-Tauber-Radweg" erschließt eine kürzere
und direktere Radverbindung von Würzburg ins Taubertal als
zum Beispiel über Ochsenfurt und weiter auf dem Radweg durch
den Ochsenfurter Gau. Besonders attraktiv ist zudem die Verknüpfung
mit der Bahnstrecke Würzburg-Lauda, die ein "Umsteigen" auf
den Zug ermöglicht, zeigt Heinz Ehrhardt (Geroldshausen) vom
Arbeitskreis ÖPNV die Chancen auf.
Als Ausgangspunkt in Würzburg gilt die Konrad-Adenauer-Brücke,
wo die neue Route vom Maintal-Radweg abzweigt. Über Heidingsfeld
führt die gut ausgeschilderte Strecke durch den Reichenberger
Grund nach Reichenberg. Über Lindflur und Albertshausen bis
Geroldshausen geht es auf Rad- bzw. geteerten Wirtschaftswegen
leicht bergauf, dann weiter über Moos, Kirchheim und Wittighausen,
schließlich ins Taubertal gemütlich abfallend über
Zimmern, Grünsfeld und Gerlachsheim nach Lauda. Dort besteht
Anbindung an die Radwege "Liebliches Taubertal" und "Romantische
Straße".
Bestehende Rad- und Wirtschaftswege wurden eingebunden. Nur zwischen
Kirchheim und Wittighausen sowie auf einem Abschnitt im Reichenberger
Grund müssen Kreis- bzw. Landstraße genutzt werden.
Den Streckenverlauf und weitere Informationen gibt es auch Internet
unter www.kirchheim-ufr.de .
Die neu ausgeschilderte Route ist ge-kennzeichnet durch abwechslungsreiche
Landschaftsbilder - hier tief eingeschnitte-ne Täler und weite
Senken mit Waldbe-stand, dort die offene Weite des Ochsen-furter
Gaus mit seinen Feldern. Kulturell Interessierte werden in jeder
Gemeinde Sehenswertes entdecken, so beispielsweise bei einem Halt
am Schloss der Wolfskeels in Reichenberg, an der Sigismund-Kapelle
bei Oberwittighausen, beim historischen Fachwerk-Rathaus oder der
ehemaligen Burganlage auf dem Schorrenfelsen in Grünsfeld
oder an der Barockkirche in Gerlachsheim.
Flyer zum Radweg sind in den Rathäusern erhältlich, etwa
in Kirchheim, Telefon 0 93 66 / 90 61-0 und Wittighausen, Telefon
0 93 47 / 92 09-0. gum
Quelle © Fränkische Nachrichten - 09.09.2005
siehe auch
www.fnweb.de
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