Die Region
Heilbronn-Franken verzeichnet für das Jahr 2004
einen Gründungsüberschuss von 1960 Betrieben. 6174 Betriebe
wurden laut Industrie- und Handelskammer neu angemeldet, nur 4214
abgemeldet.
Die Zahl der Betriebsneugründungen stieg 2004 um 12 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr auf ein neues Rekordniveau. Über
diesen Überschuss von 1960 Betrieben freut sich der stellvertretende
IHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Kessler: Unsere Region
entwickelt sich also weiterhin dynamisch.
Die größten Gründungszuwächse verzeichnen
die Landkreise Hohenlohe (20,1 Prozent) und Main-Tauber (18,4 Prozent).
Es folgen der Landkreis Schwäbisch Hall mit 13,8 Prozent,
der Stadtkreis Heilbronn mit 8,7 Prozent und der Landkreis Heilbronn
mit 7,5 Prozent mehr Gründungen 2003.
Aber nicht nur alle fünf heimischen Kreise einen beachtlichen
Anstieg der Gewerbeanmeldungen, auch alle Branchen erleben im zweiten
Jahr nacheinander eine Zunahme bei den Gründungen. Besonders
unter den Kleingewerbetreibenden machten sich viele selbstständig.
Bei Unternehmen, die sich ins Handelsregister eintragen, blieb
die Zahl dagegen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.
Der positive Trend bestätigt die Regel: Bei schwacher Konjunktur
und damit einer höheren Arbeitslosigkeit beschreiten mehr
Personen den Weg in die Selbständigkeit als in wirtschaftlich
guten Zeiten. Durch das Überbrückungsgeld oder den Existenzgründungszuschuss
(Ich-AG) der Arbeitsagenturen bekommt diese Entwicklung einen zusätzlichen
Schub.
4214 Abmeldungen gab es im Jahr 2004. Damit wurden im gesamten
IHK-Bezirk 132 Unternehmen oder 3,2 Prozent mehr aufgegeben als
2003. Der Anstieg der Gewerbeabmeldungen ist vor allem auf die
schlechte wirtschaftliche Lage in Deutschland zurückzuführen
, erklärt der IHK-Fachmann Helmut Kessler.
Vor allem bei den Kleingewerbetreibenden sei die Zahl der Betriebsschließungen
angestiegen. Analysiert man die Zahlen genauer, so zeigt sich,
dass bei fast 61 Prozent der vom Markt ausgeschiedenen Unternehmen
das Gründungsdatum weniger als fünf Jahre zurückliegt.
Firmen mit Handelsregistereintrag beweisen im Vergleich zu den
Kleinbetrieben eine deutlich höhere Standfestigkeit, was die
Kammer auf eine längere und gründlichere Planungsphase
zurückführt.
Quelle Heilbronner Stimme von Michaela Schmid
www.stimme.de
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