Inzwischen
hat sich der fünfte Verpackungsmaschinen-Hersteller
im Solpark niedergelassen: Ishida gibt dem Standort Schwäbisch
Hall zentrale Bedeutung – auch weil der Airport quasi am
Werkstor liegt.
”Wir suchen die Nähe zu unseren Kunden“, so Ryuishi
Ishida auf die Frage, warum es den Japaner nicht nach Düsseldorf
oder Berlin ziehe. Zur Einweihung der eigenen Niederlassung drückte
der Konzernchef jedem Gast persönlich die Hand. Sein 112 Jahre
altes Familien-Unternehmen (Umsatz: 540 Mio. €) regiert weiterhin
im Land der aufgehenden Sonne.
Am Stützpunkt Schwäbisch Hall komme Ishida aber österreichischen
und deutschen Kunden näher, wurde betont.
Schwäbisches ”Packaging Valley“
Produziert werden Ishidas exklusive Wiegemaschinen in Japan, sowie
im englischen Birmingham. Hierzulande wird verkauft, beraten und
umgebaut. ”In ihrer Technik konkurrenzlos, im Service blitzschnell“,
urteilt Ishida-Kunde Willi Pfannenschwarz über die Teilmengen-Geräte.
Im Helikopter war der Chef des schwäbischen Müsli-Herstellers
Seitenbacher zur Einweihung nach Hall geflogen. Wie leicht die
neuesten Waagemodelle
zu bedienen sind, dank Touchscreens und schneller
Elektronik, wurde Besuchern in der nagelneuen Vorführhalle
deutlich gemacht.
Aus Optima-Ableger entstanden
Hervorgegangen ist die Ishida GmbH aus einer Tochter der Optima
Packaging Group. Erfolgsgeheimnis der Gruppe: Mit klugen Zukäufen
steigert sie Marktanteile. Von den Japanern habe sich Optima „in
absoluter Freundschaft“ getrennt, unterstreicht Stefan Schiffer,
Geschäftsführer der deutschsprachigen Ishida-Niederlassung.
Beide Unternehmen wollten sich aber „auf ihre Stärken
konzentrieren“.
Optima-Chef Hans Bühler deutete beim Besuch des neuen, alten
Nachbarn an, worum es geht: ”Unsere Kunden erhalten weiterhin
die Qualität, für welche Ishida bisher stand - oder sogar
noch höhere. Froh bin ich auch für meine Mitarbeiter,
die hier weiterhin gute Arbeitsplätze haben.“
Know-how gesichert
Der Stützpunkt der Japaner startet als GmbH mit 19 Ex-Optima-Mitarbeitern
(darunter vier Konstrukteure) und vier neu eingestellten Kollegen.
Die Haller Zentrale wurde per Standleitung ans CAD-System in Birmingham
angeschlossen, um Ishidas Fertigungstiefe
in Europa klein zu halten. Dadurch seien Sonderkonstruktionen möglich,
die keinen Wunsch offen lassen. Eine von drei ”Regeln zur
Harmonie“ bei Ishida lautet: Lieber eine bessere Firma, als
eine größere. Raumnot herrscht im Solpark trotzdem keine.
Wie breit deutsche Schreibtische im Vergleich zu japanischen sind,
darüber hätten Gäste aus Japan wiederholt gestaunt,
wird berichtet: In Kyoto sitzen auf gleichem Raum zwei bis drei
weitere Kollegen mit am Tisch.
Quelle:
IHK
Heilbronn-Franken
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