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Fernöstliches in Schwäbisch Hall

     
 
 

26.9.05


 

Inzwischen hat sich der fünfte Verpackungsmaschinen-Hersteller im Solpark niedergelassen: Ishida gibt dem Standort Schwäbisch Hall zentrale Bedeutung – auch weil der Airport quasi am Werkstor liegt.

”Wir suchen die Nähe zu unseren Kunden“, so Ryuishi Ishida auf die Frage, warum es den Japaner nicht nach Düsseldorf oder Berlin ziehe. Zur Einweihung der eigenen Niederlassung drückte der Konzernchef jedem Gast persönlich die Hand. Sein 112 Jahre altes Familien-Unternehmen (Umsatz: 540 Mio. €) regiert weiterhin im Land der aufgehenden Sonne.

Am Stützpunkt Schwäbisch Hall komme Ishida aber österreichischen und deutschen Kunden näher, wurde betont.

Schwäbisches ”Packaging Valley“

Produziert werden Ishidas exklusive Wiegemaschinen in Japan, sowie im englischen Birmingham. Hierzulande wird verkauft, beraten und umgebaut. ”In ihrer Technik konkurrenzlos, im Service blitzschnell“, urteilt Ishida-Kunde Willi Pfannenschwarz über die Teilmengen-Geräte. Im Helikopter war der Chef des schwäbischen Müsli-Herstellers Seitenbacher zur Einweihung nach Hall geflogen. Wie leicht die neuesten Waagemodelle zu bedienen sind, dank Touchscreens und schneller Elektronik, wurde Besuchern in der nagelneuen Vorführhalle deutlich gemacht.

Aus Optima-Ableger entstanden

Hervorgegangen ist die Ishida GmbH aus einer Tochter der Optima Packaging Group. Erfolgsgeheimnis der Gruppe: Mit klugen Zukäufen steigert sie Marktanteile. Von den Japanern habe sich Optima „in absoluter Freundschaft“ getrennt, unterstreicht Stefan Schiffer, Geschäftsführer der deutschsprachigen Ishida-Niederlassung. Beide Unternehmen wollten sich aber „auf ihre Stärken konzentrieren“.

Optima-Chef Hans Bühler deutete beim Besuch des neuen, alten Nachbarn an, worum es geht: ”Unsere Kunden erhalten weiterhin die Qualität, für welche Ishida bisher stand - oder sogar noch höhere. Froh bin ich auch für meine Mitarbeiter, die hier weiterhin gute Arbeitsplätze haben.“

Know-how gesichert

Der Stützpunkt der Japaner startet als GmbH mit 19 Ex-Optima-Mitarbeitern (darunter vier Konstrukteure) und vier neu eingestellten Kollegen. Die Haller Zentrale wurde per Standleitung ans CAD-System in Birmingham angeschlossen, um Ishidas Fertigungstiefe in Europa klein zu halten. Dadurch seien Sonderkonstruktionen möglich, die keinen Wunsch offen lassen. Eine von drei ”Regeln zur Harmonie“ bei Ishida lautet: Lieber eine bessere Firma, als eine größere. Raumnot herrscht im Solpark trotzdem keine. Wie breit deutsche Schreibtische im Vergleich zu japanischen sind, darüber hätten Gäste aus Japan wiederholt gestaunt, wird berichtet: In Kyoto sitzen auf gleichem Raum zwei bis drei weitere Kollegen mit am Tisch.

Quelle: IHK Heilbronn-Franken

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