Übersicht

 
 
 

Kanzler bei WEINIG-Geburtstag

     
 
 

1.10.05


 

Unter dem Motto „Weinig 100 plus“ feiert die Michael Weinig AG, Weltmarktführer für Holzbearbeitungsmaschinen in Tauberbischofsheim, ihr 100-jähriges Bestehen. Ehrengast und Festredner Bundeskanzler Gerhard Schröder trug sich gut gelaunt ins Goldene Buch der Stadt Tauberbischofsheim ein.

Ein sichtlich gut gelaunter Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte jetzt die Stadt Tauberbischofsheim, um der Firma Weinig zum 100. Geburtstag zu gratulieren. Zuvor trug er sich bei einem kleinen Empfang im Rathaus ins Goldene Buch der Stadt ein.

Ein Geschenk hatte Bürgermeister Wolfgang Vockel für den hohen Gast parat: Badischer Wein vom Edelberg, weiß und rot, wie die Stadtfarben. Lob gab es vom Stadtoberhaupt auch für die Treue des Bundes und die enge Partnerschaft in Sachen Sportförderung. Denn die Stadt habe ihren Ruf den Erfolgen im Fechten zu verdanken, die nachhaltig geprägt wurden durch die persönlichen und sportlichen Spitzenleistungen der Emil Beck’schen Medaillenschmiede. "Bund und Land machen den Spitzensport bei uns erst möglich", so Vockel.

Aber er gab dem Kanzler auch kritische Worte mit auf den Weg nach Berlin. Die Entscheidung zur Schließung des Bundeswehrstandortes müsse hingenommen werden, sei aber nicht nachvollziehbar. Vockel sah den staatlich verordneten Strukturwandel als Chance für die Stadt, "Aber der Initiator muss bei der bevorstehenden Konversion mit im Boot bleiben", wollte er den Bund gerne in die Pflicht nehmen.
" Nach dieser Kritik habe ich gar kein Geschenk mehr erwartet", feixte der Kanzler. Und gelassen, die Hand in der Hosentasche, machte er deutlich: "Das bekomme ich derzeit von jedem Bürgermeister zu hören, der von einer Standortschließung betroffen ist." Die Bundeswehr sei kein Unternehmen, sondern werde von Steuern bezahlt, und mit denen müsse man sparsam umgehen. Die Armee habe den Auftrag zur Verteidigung und neuerdings für Frieden weltweit zu sorgen und nicht Strukturpolitik zu betreiben.

Dass Tauberbischofsheim die deutsche Fechterhochburg ist, blieb dem Bundeskanzler nicht verborgen. Nicht nur weil die Jüngsten des Fechtclubs als Florettfechter und kleine Musketiere am Eingang des Rathauses zusammen mit dem Hausherrn und der Volkstanzgruppe den Gast empfangen hatten. Namen wie Emil Beck, Dr. Thomas Bach und Anja Fichtel und viele erfolgreiche Sportler brachte Schröder mit der Stadt in Verbindung. Jetzt, mit den Tropfen vom Edelberg, kann der Kanzler prüfen, ob man beim Klang Tauberbischofsheims nicht an beides, an Fechten und an Wein, denkt.

Ganz Staatsmann, trug sich Schröder flugs ins Goldene Buch der Stadt ein, ehe er versuchte, zum eigentlichen Gastgeber, der Firma Weinig zu enteilen. Doch so schnell ließ man "Genosse Gerhard" nicht ziehen, und der Kanzler war sofort zum nächsten Foto und Autogramm überredet. Das Bad in der Menge und den Applaus genoss er. Und die Tauberbischofsheim harrten aus, trotz des Regens.

Quelle Fränkische Nachrichten siehe www.fnweb.de

Informationen zum Unternehmen

Weitere Informationen zum Standort
 
         
 
Die WHF
und ihre Gesellschafter
Handwerkskammer Heilbronn-Franken (HWK)
Hohenlohekreis
IHK Heilbronn-Franken
Landkreis Heilbronn
Landkreis
Schwäbisch Hall
Main-Tauber-Kreis
Stadt Heilbronn