Das Kaufkraftpotenzial
in einer Stadt bzw. einer Region hat unmittelbaren Einfluss auf
die Umsatztätigkeit der Einzelhandelsbetriebe.
Die IHK Heilbronn-Franken hat jetzt eine Analyse über die
Entwicklung des Einzelhandels veröffentlicht.
Vor dem Hintergrund sinkender Einzelhandelsumsätze erhält
aber die Frage, welchen Anteil der vorhandenen Kaufkraft der Einzelhandel
vor Ort binden kann, immer stärkere Bedeutung.
Die vorliegende Broschüre gibt eine Übersicht über
die Entwicklung des Einzelhandels in den Stadt- und Landkreisen
sowie den Zentralen Orten der Region Heilbronn-Franken seit 2001.
Zur Erhöhung der Aussagekraft werden auch Vergleichszahlen
für Baden-Württemberg sowie für die Bundesrepublik
Deutschland aufgeführt.
Betrachtet wurden dabei die Entwicklung der Einwohner, der einzelhandelsrelevanten
Kaufkraft, der Einzelhandelsumsätze sowie der Einzelhandelszentralität.
Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft ist der Teil der allgemeinen
Kaufkraft, die für den Einzelhandel zur Verfügung steht.
Sie kann also als das Nachfragepotenzial für den Einzelhandel
einer Region oder Gemeinde betrachtet werden. Bei der Berechnung
bleiben Ausgaben für Kraftfahrzeuge und Brennstoffe sowie
Dienstleistungen und Reparaturen unberücksichtigt.
Die Einzelhandelszentralität gibt Auskunft über die
Bedeutung des Einzelhandels im Hinblick auf ihre Versorgungsfunktion
für den Standort selbst und sein Umland. Sie errechnet sich
aus dem Verhältnis von Umsatzkennziffer und einzelhandelsrelevanter
Kaufkraftkennziffer. Wichtige Faktoren für die Einzelhandelszentralität
eines Ortes sind Angebotsstrukturen/Branchenmix, die
Verkehrsanbindung sowie die Qualität und Quantität der
Verkaufsflächen. Zentralitätswerte stellen Saldo-Angaben
dar, welche sich aus Zu- und Abflüssen ergeben. Bei einer
Einzelhandelszentralität von über 100 gilt, dass die
Kaufkraftzuflüsse aus dem Umland die Kaufkraftabflüsse
aus dem Stadtgebiet übersteigen.
Neben den Kaufkraftpotenzialen der Region, Kreise und Städte
lassen sich aus diesen Kenndaten Schlüsse auf die Bedeutung
des regionalen Einzelhandels, vor allem im Hinblick auf die
Kaufkraftbindung und die Zentralität gegenüber benachbarten
Standorten, ziehen.
Quelle IHK Heilbronn-Franken
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