Nach drei
Jahren kann die Zukunftsinitiative Heilbronn-Franken 2020 ein positive
Bilanz ziehen: 200 Vertreter aus allen Bereichen der
Region haben in fünf Arbeitskreisen rund 50 Projekte angeschoben.
Jetzt haben die meisten AKs ihr Arbeitsprogramm abgeschlossen.
Von Veranstaltungen zum Thema Familienfreundlichkeit über Best-Practice-Beispiele
für eine familienfreundliche Personalpolitik bis hin zu einer
Job-Börse für ältere Arbeitnehmer reicht die Vielfalt
der Projekte. Das Koordinierungsgremium „Team 2020“ wird
künftig als regionales Forum tagen, das den Zukunftsdialog weiter
pflegt – voraussichtlich das erste Mal im Sommer 2006.
Die Ziele von Heilbronn-Franken 2020, unter Einbindung aller gesellschaftlicher
Ebenen das regionale Bewusstsein zu stärken, den Dialog zu
führen und Projekte anzustoßen, wurde erreicht, so der
Vorsitzende des Koordinierungsgremiums, Team 2020, Oberbürgermeister
Helmut Himmelsbach. Beispielhaft nennt Günter Steffen, Präsident
der IHK und stellvertretender Vorsitzender des Teams 2020, den
Initiativpreis Ausbildung, der bereits zum zweiten Mal ausgelobt
wurde und der dauerhaft fortgeführt werden soll. Der mit mehreren
tausend Euro dotierte Preis wird an Ausbildungsbetriebe mit besonderem
Engagement vergeben, die sich in den Kategorien "Beste Werbemaßnahmen
zur Gewinnung von Azubis", "Bestes Azubi-Projekt" und "Bestes
soziales Engagement" ausgezeichnet haben. Damit sollte einerseits
das Engagement der Unternehmen in der regionalen Ausbildung honoriert
werden und andererseits nachahmenswerte Beispiele öffentlich
gemacht werden.
Für OB Himmelsbach ist die Öffnung des Verkehrslandeplatzes
Schwäbisch Hall für alle Unternehmen der Region ein herausragendes
Ergebnis der Aktivitäten im Rahmen der Zukunftsinitiative.
Schwäbisch Hall wird damit zur Drehscheibe des Geschäftsflugverkehrs
für die Region Heilbronn-Franken. Damit eröffnen sich
Reisenden aus der gesamten Region neue Möglichkeiten. Überlegungen
im Raum Heilbronn einen Verkehrslandeplatz einzurichten, sollen
nicht weiter verfolgt werden.
Weiter laufende Projekte werden künftig von regionalen Institutionen
betreut. Die weitere Koordinierung der Zukunftsthemen auf regionaler
Ebene übernehmen die IHK (Bildung und Qualifizierung sowie
Strukturwandel und Technologietransfer), die Agentur für Arbeit
(Arbeitsmarkt), der Regionalverband (Verkehrsinfrastruktur) sowie
der Landkreis Heilbronn mit Unterstützung der Bürgermeister
Weller, Untergruppenbach, und Lenz, Künzelsau, (Leben in der
Region). Sie werden dafür sorgen, dass der Dialog in diesen
für die Zukunft der Region bedeutsamen Themen fortgeführt
wird.
Das besondere Engagement der Beteiligten in den Arbeitskreisen
und im Lenkungsgremium Team 2020 hat einen regionalen Gedankenaustausch
in einer bisher nicht gekannten Qualität in Gang gesetzt,
so Landrat Jahn, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des Teams
2020. Die Arbeit in der Zukunftsinitiative Heilbronn-Franken 2020
hat eine Vielzahl neuer Kontakte auf regionaler Ebene ermöglicht
und bestehende vertieft.
Im künftigen regionalen Forum werden Vertreter aus Wirtschaft,
Politik und Gesellschaft in loser Folge auf Einladung von Oberbürgermeister
Himmelsbach regionale Themen diskutieren und einen informellen
Gedankenaustausch pflegen. Im Vordergrund steht der Informations-
und Meinungsaustausch sowie die Vertiefung der persönlichen
Kontakte zwischen Entscheidungsträgern der Region.
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