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Schreib mal wieder", warb die Post vor Jahren für ihren
Service. Für die Schwäbisch Haller gilt dabei nächstes
Jahr wohl ein Zusatz: "Und kleb' die evangelische Sonderbriefmarke
auf den Umschlag." Zum 850. Geburtstag der Stadt Schwäbisch
Hall bringt die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke des Haller Wahrzeichens
auf den Markt.
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Dass die Michaelskirche etwas ganz Besonderes ist, darin sind sich
die Haller einig – nicht nur die evangelischen und katholischen
Christen sind stolz auf ihre Kirche, sondern auch viele nicht-konfessionelle
Mitbürger", sagt Dekan Richard Haug. bekommt die Kirche
zum 850. Geburtstag eine eigene Sonderbriefmarke.
"
Eine gute Sache", meint eine ältere Dame, die mit Einkaufstüten
beladen über den Marktplatz geht, "die Michaelskirche ist
ja auch eine schöne Kirche". Das findet auch eine kleine
Touristengruppe, die auf der breiten Kirchentreppe in der Sonne sitzt. "Eine
Briefmarke mit diesem Motiv, da werden sich viele Sammler freuen",
sagt einer von ihnen und die anderen nicken zustimmend. Auf jeden
Fall wollen die Besucher jetzt noch die Stufen hinaufklettern und
sich das imposante Gebäude auch von innen ansehen – ein
anstrengender Aufstieg, denn vom Markplatz bis zur Kirche sind es
54 Stufen. Teile der imposanten Treppe, auf der im Sommer auch Freilichtspiele
stattfinden, sind auch auf der neuen Sonderbriefmarke zu sehen.
Im Mittelpunkt des Postwertzeichens allerdings steht das teils romanische,
teils gotische Kirchengebäude an sich, das hoch über der
Stadt ragt. Auch Oberkirchenrat Volker Faigle aus dem Berliner EKD-Verbindungsbüro
zur Bundesregierung, zu dessen Aufgaben auch der Bereich kirchliche
Sonderbriefmarken zählt, findet das Motiv sehr gelungen und
freut sich, dass "es die Kirche als geistiges Zentrum der Stadt
zeigt".
Durch Faigles Hände gehen alle evangelischen Sonderbriefmarken,
von denen es pro Jahr nur eine gibt. Jährlich reicht er beim
Bundesfinanzministerium Vorschläge für eine solche Marke
ein, "die letzte Entscheidung trifft dann ein eigener Ausschuss,
dem auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages angehören".
Für den Oberkirchenrat sind die kleinen bunten Marken "Botschafter,
die wichtige Personen und Ereignisse unters Volk bringen – ein
Beitrag zur Erinnerungskultur" – immerhin würden
manche Postwertzeichen bis zu 20 Millionen Mal aufgelegt. Kein Wunder
also, dass sich die Liste der bisherigen Sonderbriefmarken teilweise
wie das Who-is-who der Evangelischen Kirche in Deutschland liest:
Der Heilige Bonifatius hatte schon eine eigene Marke und auch Albert
Schweitzer, Paul Gerhardt und Dietrich Bonhoeffer zierten schon eines
der Sammlerstücke. "Wenn man diese Marken nebeneinander
legt, hat man eine Palette wichtiger kirchlicher Themen aus den letzten
Jahren", glaubt Theologe Faigle. Es gäbe sogar Sammler,
die auf evangelische Marken spezialisiert seien.
Die Briefmarke mit St. Michael, ein Entwurf des Chemnitzer Grafikers
Joachim Rieß, gefällt ihm gut. "Ja, die ist wirklich
schön geworden", meint auch Dekan Haug, der schon ein Exemplar
zur Ansicht in seinem Dekanat liegen hat. "Die Michaelskirche
hat es einfach verdient, auf einer Marke zu sein." Er hofft,
dass die Kirche auf dem Postweg ab Februar noch bekannter wird, "wir
freuen uns auf Besucher von überall her."
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Schreib mal wieder", warb die Post vor Jahren für ihren
Service. Für die Schwäbisch Haller gilt dabei nächstes
Jahr wohl ein Zusatz: "Und kleb' die evangelische Sonderbriefmarke
auf den Umschlag." Die ist für 55 Cent zu erwerben. "Ich
fände es schön, wenn möglichst viele Menschen diese
Marke verwenden würden", sagt Haug, "einfach als Ausdruck
der Freude über diese schöne Kirche."
Quelle: Hallertagblatt von Angelika Hensolt 17. Nov. 2005
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