Heilbronn wird im Jahr
2019 die Bundesgartenschau ausrichten. Das hat die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft
(DBG) am Dienstag
in Bonn entschieden. Für Heilbronn und die gesamte Region eröffnen
sich dadurch hervorragende Zukunftschancen.
Jubel in Heilbronn. „Wir sind äußerst erfreut“,
so Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, der die Entscheidung
zusammen mit den Rathaus-Beigeordneten und Vertretern der Gemeinderatsfraktionen
den Medienvertretern vorstellte. „Für unsere Stadt eröffnen
sich damit hervorragende Zukunftschancen: In Heilbronn soll nicht
nur eine Schau mit bundesweiter Ausstrahlung stattfinden, die Buga
wird auch zum Motor unserer Stadtentwicklung.“
Doch bis dahin gilt es noch einige Hürden zu nehmen. Das zentrale
Gelände des künftigen Buga-Areals gehört noch der
Bahn-Tochter Aurelis. Die Stadt Heilbronn will dieses Gelände
erwerben, „hier soll es bis Jahresende Klarheit über einen
dann hoffentlich gelungenen Vertragsabschluss geben“, so Himmelsbach.
Der Heilbronner Gemeinderat hatte im November 2004 nahezu einstimmig
für eine Bundesgartenschau-Bewerbung gestimmt. Herzstück
der rund 70 bis 100 Hektar großen Schau soll die „Insel“ zwischen
Neckar und Neckarkanal mitten in der Stadt sein. Technik, Natur,
Gesundheit und Kultur könnten die Leitthemen der Schau sein.
Auf dem Gelände könnte nach den Planungen des Baudezernats
unter Bürgermeister Ulrich Frey ein neuer Stadtteil entstehen,
der neue Verbindungen zwischen den links und rechts des Neckars gelegenen
Stadtteilen schafft: die Neckarvorstadt.
Unter dem Motto „Insel im Fluss“ würden in unmittelbarer
City-Lage großzügige Flächen zum Wohnen, Arbeiten
und Wohlfühlen geschaffen. Neue Brücken ermöglichen
kurze Wege, offene Uferlandschaften schaffen holen die Natur in die
Stadt.
Die Kosten
„
Auch wenn die erheblichen Finanzmittel für die Stadt aus heutiger
Sicht nur schwer aufzubringen sein werden“, so der Oberbürgermeister, „müssen
wir die Chance Bundesgartenschau beim Schopf packen. Die Entwicklung
der Finanzlage wird zeigen, ob dann auch tatsächlich 2019 eine
Buga in Heilbronn stattfinden wird.“ Die geschätzten Kosten
einer Bundesgartenschau gliedern sich in einen Investitionshaushalt
und einen Durchführungshaushalt.
Der Investitionshaushalt zum Bau des Geländes würde bei
einer 70 bis 100 Hektar großen Fläche mit zirka 42 bis
60 Millionen Euro veranschlagt. Konkrete Zuschüsse müssen
mit dem Land Baden-Württemberg vereinbart werden. Bisher war
es zudem üblich, dass einer Bundesgartenschaustadt gezielt Fördermittel
beispielsweise für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zufließen.
Beim Durchführungshaushalt für die Abwicklung der eigentlichen
Schau muss mit 40 Millionen Euro Kosten gerechnet werden. Abzüglich
der Einnahmen muss dabei mit einem städtischen Anteil von rund
fünf bis zehn Millionen Euro gerechnet werden. Zudem fallen
Kosten für Infrastruktur und Grunderwerb an, die auch ohne eine
Bundesgartenschau auf die Stadt Heilbronn zukommen würden.
Quelle Heilbronner Stimme vom 14. November 2005
www.stimme.de
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