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Bundesgartenschau kommt in die Region

     
 
 

18.11.05


 

Heilbronn wird im Jahr 2019 die Bundesgartenschau ausrichten. Das hat die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) am Dienstag in Bonn entschieden. Für Heilbronn und die gesamte Region eröffnen sich dadurch hervorragende Zukunftschancen.

Jubel in Heilbronn. „Wir sind äußerst erfreut“, so Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, der die Entscheidung zusammen mit den Rathaus-Beigeordneten und Vertretern der Gemeinderatsfraktionen den Medienvertretern vorstellte. „Für unsere Stadt eröffnen sich damit hervorragende Zukunftschancen: In Heilbronn soll nicht nur eine Schau mit bundesweiter Ausstrahlung stattfinden, die Buga wird auch zum Motor unserer Stadtentwicklung.“

Doch bis dahin gilt es noch einige Hürden zu nehmen. Das zentrale Gelände des künftigen Buga-Areals gehört noch der Bahn-Tochter Aurelis. Die Stadt Heilbronn will dieses Gelände erwerben, „hier soll es bis Jahresende Klarheit über einen dann hoffentlich gelungenen Vertragsabschluss geben“, so Himmelsbach.

Der Heilbronner Gemeinderat hatte im November 2004 nahezu einstimmig für eine Bundesgartenschau-Bewerbung gestimmt. Herzstück der rund 70 bis 100 Hektar großen Schau soll die „Insel“ zwischen Neckar und Neckarkanal mitten in der Stadt sein. Technik, Natur, Gesundheit und Kultur könnten die Leitthemen der Schau sein. Auf dem Gelände könnte nach den Planungen des Baudezernats unter Bürgermeister Ulrich Frey ein neuer Stadtteil entstehen, der neue Verbindungen zwischen den links und rechts des Neckars gelegenen Stadtteilen schafft: die Neckarvorstadt.
Unter dem Motto „Insel im Fluss“ würden in unmittelbarer City-Lage großzügige Flächen zum Wohnen, Arbeiten und Wohlfühlen geschaffen. Neue Brücken ermöglichen kurze Wege, offene Uferlandschaften schaffen holen die Natur in die Stadt.

Die Kosten

„ Auch wenn die erheblichen Finanzmittel für die Stadt aus heutiger Sicht nur schwer aufzubringen sein werden“, so der Oberbürgermeister, „müssen wir die Chance Bundesgartenschau beim Schopf packen. Die Entwicklung der Finanzlage wird zeigen, ob dann auch tatsächlich 2019 eine Buga in Heilbronn stattfinden wird.“ Die geschätzten Kosten einer Bundesgartenschau gliedern sich in einen Investitionshaushalt und einen Durchführungshaushalt.

Der Investitionshaushalt zum Bau des Geländes würde bei einer 70 bis 100 Hektar großen Fläche mit zirka 42 bis 60 Millionen Euro veranschlagt. Konkrete Zuschüsse müssen mit dem Land Baden-Württemberg vereinbart werden. Bisher war es zudem üblich, dass einer Bundesgartenschaustadt gezielt Fördermittel beispielsweise für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zufließen.

Beim Durchführungshaushalt für die Abwicklung der eigentlichen Schau muss mit 40 Millionen Euro Kosten gerechnet werden. Abzüglich der Einnahmen muss dabei mit einem städtischen Anteil von rund fünf bis zehn Millionen Euro gerechnet werden. Zudem fallen Kosten für Infrastruktur und Grunderwerb an, die auch ohne eine Bundesgartenschau auf die Stadt Heilbronn zukommen würden.

Quelle Heilbronner Stimme vom 14. November 2005 www.stimme.de