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Stadtbahn verbindet die Region

     
 
 

12.12.05


 

Die längste Stadtbahnstrecke wurde jetzt nochmals erweitert auf insgesamt 108 Kilometer. Fast 250 Millionen Euro verschlangen Infrastruktur und Fahrzeuge von Eppingen bis Hohenlohe. Mit einem kräftigen Pfiff in die gelbe WM-Pfeife gab der Heilbronner OB das Startsignal.

„ Mit der Aufnahme des Stadtbahnbetriebs auf der Strecke Heilbronn-Öhringen feiern wir nach langer Vorbereitung einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Schienenpersonennahverkehr in der Region Heilbronn-Franken.“ Das sagte Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle bei der feierlichen Eröffnung des Stadtbahnverkehrs von Heilbronn nach Öhringen am Samstag, 10. Dezember 2005, in Obersulm.

Es sei erfreulich, dass das Land als Aufgabenträger jetzt auch in dieser Region ein Angebot verwirklichen könne, das den Ansprüchen an einen modernen, leistungsfähigen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gerecht werde. „Attraktive Fahrpläne und komfortable Fahrzeuge werden den Fahrgästen ein völlig neues Eisenbahnerlebnis verschaffen“, sagte Köberle. Die öffentliche Hand wende dafür große Summen auf, allein der Ausbau des letzten Abschnitts von Heilbronn nach Öhringen koste über 60 Millionen Euro.

Hervorgehoben werden müsse auch der Beitrag, den die Kommunen bei der Umsetzung des Stadtbahnkonzeptes geleistet hätten. „Die Stadtbahn Heilbronn ist ein Musterbeispiel dafür, was das Land erreichen kann, wenn es aktive Partner in der Region hat“, sagte Köberle. Besonders erfreulich sei, dass der Landkreis Heilbronn und die anderen kommunalen Gebietskörperschaften an der Strecke sich nicht nur mit verkehrsplanerischem Engagement, sondern auch mit namhaften finanziellen Beiträgen an den Verbesserungen beteiligt hätten. Der dauerhafte Erfolg der Stadtbahn hänge nun von den Fahrgästen ab. „Stimmen Sie mit dem Fahrschein ab“, sagte der Staatssekretär und forderte die Bürger dazu auf, das neue, verbesserte Fahrplanangebote häufig zu nutzen.

Mehr als die Hälfte der laufenden Kosten des Stadtbahnbetriebes entfalle auf die Nutzung der Infrastruktur. Köberle kritisierte in diesem Zusammenhang die Deutsche Bahn AG, die mit einem neuen Preissystem für die Stationen die Kosten der Stadtbahn erheblich verteuert hätte. „Es ist ärgerlich, wenn der Monopolanbieter sich erst kostengünstigen Lösungen verweigert und dann derart an der Preisschraube dreht, dass Verbesserungen des Verkehrsangebotes grundsätzlich in Frage gestellt werden“, sagte Köberle.

Verkehrsanbindungen in der Region