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Voith Turbo schon wieder auf Rekordkurs

     
 
 

12.12.05


 

Retarder, Servomotoren, Regler oder Gelenkwellen: Voith legt zu. Das Crailsheimer Unternehmen konnte die Zuwächse in einzelnen Geschäftsbereichen fast verdoppeln und so zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Auch das Geschäftsjahr 04/05 verlief für Voith Turbo in Crailsheim außergewöhnlich erfolgreich. Die erfreuliche Konsequenz: Das renommierte Unternehmen schafft zusätzliche Arbeitsplätze.

Wohl nicht wenige Unternehmensführer dürften Jürgen Zeschky, seit 1. Februar Geschäftsführer des Marktbereiches Industrie bei Voith Turbo in Crailsheim, um dessen Sorgen beneiden. "Wir haben ernsthafte Schwierigkeiten, unsere Kunden termingerecht zu bedienen", erläutert der Ingenieur und spricht in gleichem Atemzug ein besonderes Lob an die Mitarbeiter aus: "Die Mannschaft gibt wirklich alles".

Fast 1800 Arbeitsstunden im Jahr, normal sind rund 1400, verbrachte die Belegschaft an den Schreibtischen und in den Produktionshallen, um die Kupplungen oder Gelenkwellen wenigstens zeitnah an die Auftraggeber aus aller Welt auszuliefern. In die Montagehallen reihen sich die Maschinen der einzelnen Produktgruppen dicht an dicht. Von montags fünf Uhr bis samstags 22 Uhr wird unter Hochdruck gearbeitet.

In Zahlen liest sich das so: Mit einem Gesamtumsatz von 260 Millionen Euro im Marktbereich Industrie wurde der Vorjahreswert um satte 53 Millionen überschritten. In Teilen verdoppelten sich die Umsatzzuwächse. Dabei agierte das Unternehmen auf fast allen Geschäftsfeldern erfolgreich. So wurde etwa bei den regelbaren Antrieben schon im August, und damit bereits zwei Monate vor Jahresabschluss, der Auftragseingangsrekord von 100 Millionen Euro verbucht. Am Ende schlug eine Umsatzsteigerung von mehr als 25 Prozent zu Buche. Bei den Anfahrkomponenten sorgte vor allem der Bergbau für volle Auftragsbücher.

Die Umsatz wuchs um 30 Prozent. Ganz gleich, ob Retarder, Servomotoren, Regler oder Gelenkwellen: Voith legt zu und das kräftig. Auch wenn Jürgen Zeschky ganz bescheiden, vor allem "den Boom in den Kernmärkten Kraftwerke, Öl und Gas, Bergbau und Stahl für den guten Geschäftsverlauf verantwortlich macht, der Erfolg, wird auch dadurch getragen, dass es Voith Turbo in der jüngsten Vergangenheit gelang, zahlreiche neue Produkte in den Markt einzuführen.

Um das hohe Innovationstempo beizubehalten, wurde unter anderem der Etat für Forschung und Entwicklung (rund 8,4 Millionen Euro) weiter aufgestockt. Ein besonderer Lichtblick: Zu den derzeit 943 Beschäftigten (61 Auszubildende) sollen bald weitere hinzukommen. Im laufenden Geschäftsjahr könnte der traditionsreiche Maschinenbauer bei den Mitarbeitern die 1000er-Marke reißen. Optimistisch blickt Jürgen Zeschky nach vorne: "Die hohe Nachfrage nach Rohstoffen und Energie eröffnet uns gute Chancen, auch in fünf Jahren in einer ähnlich guten Position zu sein".

Quelle Haller Tagblatt vom 10. Dezember 2005
von Heribert Lohr
www.hallertagblatt.de

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