| Der neue Clusteratlas 2010 und die mit Suchfunktionen und Zusatzinformationen ausgestattete Clusterdatenbank sind benutzerfreundliche und unverzichtbare Grundlage für die clusterpolitische Praxis aller landespolitischen Akteure auf der lokalen, regionalen, landesweiten Ebene, aber auch im nationalen und europäischen Kontext. Clusterpraktiker, Unternehmen und Investoren haben die Möglichkeit sich einen Überblick über die aktuell mehr als 100 regionalen Cluster, die bestehenden, teils auch geplanten regionalen Clusterinitiativen und die clusterrelevanten Forschungs-, Entwicklungs- und Transfereinrichtungen in den Regionen Baden-Württembergs zu verschaffen.
Es hat sich gezeigt, dass die Clusterlandschaft in Bewegung ist. Die Neuauflage trägt den inzwischen geänderten Verhältnissen Rechnung. Unter anderem wurden die Ergebnisse aus den Clusterwettbewerben des Bundes und des Landes einbezogen. Die erstmals konzipierte Clusterdatenbank ermöglicht über Suchfunktionen eine gezielte regionale, branchenspezifische und thematische Abfrage, bietet Zusatzinformationen und wird monatlich aktualisiert.
Beide Instrumente bieten gerade Untenehmen einen Überblick über für sie relevante Cluster und Clusterinitiativen und helfen Affinitäten der Cluster und weitere regionale, überregionale und grenzüberschreitende Vernetzungsmöglichkeiten zu erkennen. Clusteratlas- und Datenbank sind auch eine wichtige Basis für die landesweit tätige Clustereinrichtungen und Netzwerke sowie für die baden-württembergische Standortwerbung als auch für Außenwirtschaftsförderung internationaler Märkte.
Vielfältige Untersuchungen haben übereinstimmend aufgezeigt, dass Unternehmen sich besser und schneller auf diesen Innovationsdruck einstellen können, wenn sie entlang der Wertschöpfungskette und/oder horizontal zielorientiert in einem bestimmten Wirtschaftsraum mit Wissenschaft, Forschung und Dienstleistern zusammenarbeiten. Reine unternehmensinterne Forschung reichen dagegen immer weniger aus, um Innovationen zu entwickeln. Unternehmerisches Know-how und wissenschaftliches Know-how müssen daher enger, zielgerichteter und unternehmensübergreifend ineinandergreifen, um im Rahmen von strategischen Allianzen Innovationen zu entwickeln und diese in neue Prozesse und marktfähige Produkte beschleunigt umzusetzen.
Clusterdatenbank Heilbronn-Franken
Die Region Heilbronn-Franken ist mit 4.765 km² flächenmäßig die größte Region des Landes Baden-Württemberg und zählt ca. 885.000 Einwohner. Zur Region gehören die Stadt und der Landkreis Heilbronn, der Hohenlohekreis, der Landkreis Schwäbisch Hall und der Main-Tauber-Kreis. Die gesamte Region Heilbronn-Franken ist Teil der Europäischen Metropolregion Stuttgart und fungiert als einer ihrer Motoren. Die Wirtschaft der Region ist im Vergleich zum Land Baden-Württemberg noch stärker von der Produktion geprägt. Daher liegt der Anteil des gesamten Dienstleistungssektors, auch der Unternehmensdienstleistungen, niedriger als im Landesdurchschnitt.
Im Einzelnen (Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen an allen SV-Beschäftigten in 2009 in Prozent):
- Produktionssektor: 45,5 % (Land: 38,6 %)
- Dienstleistungssektor: 53,9 % (Land: 61,0 %)
- Handel: 15,3 % (Land: 14,1 %)
- Unternehmensdienstleister: 8,5 % (Land: 10,5 %)
- Verkehr: 3,4 % (Land: 3,8 %)
Die Industrie in der Region ist breit aufgestellt und hat sich historisch entwickelt. Der Hohenlohekreis weist gemessen an der Einwohneranzahl bundesweit die höchste Dichte an Weltmarktführern auf.
Zu den wichtigsten Branchen (nach Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ohne Handel, Bau und öffentlicher Sektor) gehören:
- die Metallindustrie mit dem Maschinenbau und der Herstellung von Metallerzeugnissen,
- der Kraftfahrzeugbau mit Zulieferern,
- das Ernährungsgewerbe mit der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie
- Informationsdienstleistungen.
Die Innovationskraft ist im Vergleich zu den übrigen Regionen im Mittelfeld angesiedelt. Während das erreichte innovative Niveau unter dem Durchschnitt der übrigen Regionen liegt, ist die Dynamik im Innovationsgeschehen in der Region Heilbronn-Franken am stärksten ausgeprägt.
Der Innovationsindex der Region gliedert sich wie folgt:
- Gesamtindex: 31,8 % (Land: 35,5 %)
- Niveauindex: 25,7 % (Land: 35,1 %)
- Dynamikindex: 50,2 % (Land: 36,4 %)
Kontakt
Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH
Steffen Schoch
Weipertstraße 8-10
74076 Heilbronn
Tel.: 07131 7669-860
E-Mail: s.schoch@heilbronn-franken.de
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