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Die Ebene um
Crailsheim verrät trotz hoher Verluste an historischer
Bausubstanz durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg noch
einiges von ihrer früheren Territorialgeschichte. Das Gebiet
gehörte zur Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth. In den ansonsten
stark überformten Ortschaften und auch in Crailsheim selbst
dominieren die Kirchenbauten das Ortsbild und verraten durch ihren
schlichten, protestantisch geprägten Barockstil die Hand der
ansbachischen Hofarchitekten. Zahlreiche Planungen gehen auf die
Hofbaumeister Steingruber, Zocha und Retti Schliessen. Oftmals blieben
die mittelalterlichen Chorturmanlagen erhalten, an die schlichten
Langhäuser angebaut und Turmerhöhungen mit barocken Helmen
aufgesetzt wurden.
Auf die ansbachische Herrschaft weist auch das Jagdschlösschen
in Reinsbürg hin, das 1730 anstelle einer mittelalterlichen
Wasserburg errichtet wurde. Eine Besonderheit im Siedlungswesen bildet
der kleine Weiler Alexandersreuth südlich von Crailsheim, eine
streng symmetrische Plansiedlung mit Typengehöften, angelegt
als landwirtschaftliche Mustersiedlung ab 1789 durch Markgraf Alexander
von Brandenburg-Ansbach.
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