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Deutschordenslandschaft
Gundelsheim-Neckarsulm |
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Als katholische Enklave
im weitgehend protestantischen Umland fallen die ehemaligen Gebiete
des Deutschen Ritterordens um Gundelsheim
und Neckarsulm kulturlandschaftlich aus dem Rahmen. Besondere Landmarken
der Abgrenzung sind vor allem die barocken Kirchenbauten des 18.
Jahrhunderts, an denen die einstige Herrschaftsgeschichte noch heute
deutlich nach außen erkennbar ist. Dazu zählen besonders
die katholische Pfarrkirche St. Dionysos in Neckarsulm mit ihrem
weithin sichtbaren barocken Kirchturm und die auf einer Bergkuppe
gelegene Wallfahrtskirche "Unsere Liebe Frau vom Nussbaum" bei
Höchstberg bzw. die Michaelskirche mit der vorgeschichtlichen
Befestigung oberhalb von Gundelsheim. Aber auch kleine Kapellenbauten
im freien Feld sind Kennzeichen dieser Kulturlandschaft, wie zum
Beispiel die solitär stehende Wallfahrtskapelle östlich
von Kirchhausen. Die barocken Dorfkirchen der Umgebung in Dahenfeld,
Erlenbach, Offenau und Binswangen heben das ehemalige Deutschordensland
ebenfalls als katholisches Gebiet hervor. Dies gilt auch für
eine ganze Reihe qualitätsvoller Bildstöcke.
Neben den Sakralbauten dokumentieren auch die Amtssitze des Deutschen
Ordens das Gebiet und seine Geschichte. Die Schlösser in Neckarsulm,
in Heuchlingen, in den kleinen Enklaven Kirchhausen und Stocksberg
sowie vor allem die das Neckartal prägende Burg Horneck mit
der unterhalb gelegenen, eindrucksvoll überlieferten Stadtanlage
von Gundelsheim, der zeitweiligen Residenz des Deutschen Ordens,
zeugen vom ehemaligen Deutschordensgebiet und seiner baulichen Blütezeit
in Renaissance und Barock. Kulturlandschaftsprägend war der
Deutsche Orden auch mit seinem Hof-gut Dornbach, einer Rodungsinsel
oberhalb des Neckartales bei Gundelsheim.
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Unbenanntes Dokument
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