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Hochstifte Mainz und Würzburg
       
   
  Das nördliche Taubertal lässt in zahlreichen Elementen in der Kulturlandschaft seine Herrschaftsgeschichte als mainzische oder würzburgische Besitzung erkennen. Besonders die konfessionelle Prägung als katholisches Gebiet kommt deutlich in der Kulturlandschaft zum Ausdruck. Überwiegend barocke Kirchenneu- oder umbauten, zahlreiche Bildstöcke, Kruzifixe, Wallfahrtskapellen mit Kreuzwegen in der freien Landschaft oder die zahlreichen Hausmadonnen im Giebel der Häuser in den dicht bebauten Ortschaften sind kennzeichnend. Die Häufung dieser Zeugnisse der Volksfrömmigkeit hat zur Bezeichnung "Madonnenländchen" geführt.

Die Fürstbischöfe in Mainz und Würzburg haben in Külsheim und Tauberbischofsheim bzw. in Lauda und Grünsfeld Amtssitze hinterlassen, die noch heute das Stadtbild prägen. Neben diesen Städten mit gut erhaltenen Stadtgrundrissen sowie dichter historischer Bausubstanz, überwiegend aus der Zeit des Barock, sind auch zahlreiche Ortslagen besonders auf den peripheren Hochflächen noch wenig überformt und gut erhalten. Während der Gebäudebestand im Taubertal oft von der weinbaulichen Sondernutzung des Gebietes in Form von Kellern mit auffälligen Zugängen Zeugnis ablegen, gibt es auf den Hochflächen überwiegend rein ackerbäuerlich geprägte Gehöfte. In dieser katholisch "durchwirkten" Landschaft finden sich weitere Zeugnisse klösterlichen Lebens im ehemaligen Prämonstratenserkloster Gerlachsheim.

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