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Hohenloher Residenzen
West |
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Mit der Erbteilung
des Hauses Hohenlohe entstanden mehrere Seitenlinien, die sich in
verschiedenen Orten mit eigenen Residenzen etablierten.
In enger Anlehnung an ehemalige Burgen entwickelten sich Siedlungen,
die meist schon im Mittelalter in die Befestigung miteinbezogen wurden
und Stadt-recht erhielten. Von der Grundkonzeption her ähnlich
sind Neuenstein, Öhringen, Pfedelbach und Waldenburg. Letztgenannte
Stadt hat wohl - hoch über der Kupferzeller Ebene am Rande der
Waldenburger Berge gelegen - die eindruckvollste Stadtsilhouette,
besitzt aber infolge schwerer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
nur noch wenig historische Bausubstanz. Öhringen und Neuenstein
haben aufgrund ihres dichten Altbaubestandes und gut überlieferter
Stadtbilder Gesamtanlagenqualität. Nur wenig entfernt von dieser
Agglomeration fürstlicher Wohnsitze liegt Ingelfingen im Kochertal,
das ähnliche Stadtstrukturen aufweist. In allen Residenzorten
ist das Bemühen der Herrschaften um eine einheitliche Baugestaltung
im 18. Jahrhundert erkennbar, was in der geplanten und einheitlich
bebauten Karlsvorstadt in Öhringen und der Mariannenvorstadt
in Ingelfingen besonders deutlich wird.
Der Übergriff herrschaftlicher Landschaftsprägung wird
in den Solitären Charlottenburg bei Pfedelbach, der Orangerie
bei Cappel oder besonders dem Jagdschloss Friedrichsruhe mit seinen
Alleen offenbar. Auch das Renaissanceschloss Hermersberg ist mit
allen Elementen ausgestattet, die ein fürstliches Jagdvergnügen
zur damaligen Zeit benötigte: Hirschgang, Lichtung mit Jägerstand
etc. Die wirtschaftliche Grundlage der Herrschaften war unter anderem
umfangreicher Landbesitz, der von Domänen aus bewirtschaftet
wurde. Beispiele dafür sind die Schafhöfe in Schwarzenweiler
und bei Kupferzell, der Platzhof bei Öhringen, der Bühlhof
bei Ingelfingen sowie die Waldarbeitersiedlung für die fürstlichen
Baumschulen in Waldzimmern.
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