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Hohenloher Residenzen
Ost |
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Die Aufteilung
des Hauses Hohenlohe in mehrere Linien führte
zur Ausbildung zahlreicher Kleinresidenzen. Einen östlichen
Konzentrationspunkt bilden Langenburg und Kirchberg/Jagst. Diese
hohenlohischen Residenzorte folgen beide einem relativ ähnlichen
Stadttypus: Am Rande, in extremer Spornlage über dem Jagsttal,
liegt jeweils eine Burg, die im 17. oder 18. Jahrhundert zu einem
Residenzschloss ausgebaut wurde. Im etwas weiter nördlich gelegenen
Bartenstein kam zu diesem Schlossausbau auch eine Stadtneugründung
auf planmäßigem Grundriss mit sehr einheitlicher Bebauung,
die aber nie über die Bedeutung einer Kleinstresidenz hinauskam.
In Langenburg und Kirchberg sind die Stadtanlagen älter, auch
sie wurden jedoch in der frühen Neuzeit nach barocken Planideen
umgebaut. Diese heute noch weitgehend ungestörten, durch ihre
Lage besonders landschaftsprägenden Städte können
als Gesamtanlagen mit hoher bau- und stadtbaugeschichtlicher Bedeutung
eingestuft werden.
Wichtig für die fürstliche Hofhaltung waren neben den Schlössern
vor allem auch die Gartenanlagen. Nicht nur in direkter Nachbarschaft
der Schlösser, sondern auch in der näheren Umgebung der
Städte finden sich noch Relikte der fürstlichen Landschaftsgestaltung.
Mit dem Sophienberg gegenüber von Kirchberg ist zum Beispiel
ein seltenes Exemplar eines Landschaftsgartens im englischen Stil
erhalten. Vom Wirtschaften der verschiedenen Herrschaften auf dem
Lande zeugen zum Beispiel das fürstliche Fischhaus bei Bächlingen
oder die Domäne bei Bemberg. Auch außerhalb der befestigten
Städte haben die Hohenloher mit Sommer- und Jagdresidenzen Spuren
ihrer Herrschaftsgeschichte als Solitäre in der Kulturlandschaft
hinterlassen. Der Tierberg bei Braunsbach zählt ebenso dazu
wie Ludwigsruhe bei Langenburg mit seinem ummauerten Wildpark und
dem Jagdrevier mit seinem alten Eichenbestand.
Die Dörfer in den Tälern wie Unterregenbach mit seiner
bedeutenden Kirche und den wichtigen archäologischen Funden
des frühen Mittelalters, Bächlingen mit seinem geschlossenem
historischen Ortskern oder Amlishagen mit seinem Schloss sind in
ihren Bau- und Raumstrukturen durchweg besser überliefert als
die Dörfer auf der Hochfläche. Komplettiert wird die reichgestaltige
Kulturlandschaft der Talräume durch die alten Steinriegellagen
bei Oberregenbach sowie die zahlreichen historischen Brückenbauten,
teils als steinerne Bogenbrücken, teils als überdachte
Holzbrücken (so genannte Archenbrücken) ausgeführt.
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