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Reichsstadt Hall
       
   
  Sowohl in naturräumlicher als auch historischterritorialer Sicht lässt sich die Haller Ebene als Teilraum der Hohenloher Ebene ausgrenzen. Die Landschaft ist ackerbaulich gut nutzbar und wird intensiv bewirtschaftet. Schwäbisch Hall konnte sich als städtisches Zentrum nicht nur aufgrund dieses Umlands, sondern vor allem durch seine Salzvorkommen etablieren. Salz wurde hier schon in der Zeit des Latène gewonnen und auch im Mittelalter aus der Sole gesotten. Über den flößbaren Kocher kam dazu das Holz als notwendiger Brennstoff aus den Limpurgischen Wäldern. Der Haalplatz am Kocher im Zentrum der Stadt stellt auch ein wichtiges archäologisches Denkmal zur Stadtgeschichte dar. Nur mehr archäologische Spuren weisen auf die aus dem Stadtbild verschwundenen Salinen und Gradierhäuser hin sowie auf das von 1825-1900 betriebene Bergwerk Wilhelmsglück. Die Stadt verdankt dem wichtigsten Bodenschatz der Region einen steilen Aufstieg, der im Titel der freien Reichsstadt mit eigenem Landterritorium gipfelte.

Der landesweit bedeutende historische Stadtkern Halls mit seinen Vorstädten zeugt mit zahlreichen, bis ins Mittelalter Schliessenreichenden Fachwerkbauten und den nach dem Stadtbrand im 18. Jahrhundert errichteten Bürgerhäusern von der einstigen Bedeutung. Die Stadtlandschaft im engen Kochertal wird durch die im Mittelalter errichteten Großbauten wie die Michaelskirche und den so genannten Neubau sowie die kleine und die große Komburg als ritterstiftliche Enklave bestimmt. Ähnlich wie im Umland von Nürnberg zeugen auch im Haller Gebiet das Schloss in Tullau oder das Senftenschlösschen in Untermünkheim vom Reichtum des Haller Patriziats und seinem Bemühen um adeligen Lebensstil im ausgehenden Mittelalter.

Ab dem 14. Jahrhundert wurde ein eigenes reichsstädtisches Landgebiet aufgebaut, dessen Umgrenzung mit einer Landhege mehr rechtliche denn fortifikatorische Zwecke hatte. Das weit verzweigte und mit einer schwer durchdringlichen Dornenhecke bewachsene Wall- und Grabensystem war zusätzlich mit Türmen versehen, von denen der Horlebacher Landturm noch erhalten ist. Innerhalb dieses Gebietes verfolgte die Stadt aus eigenem Interesse die Politik der Erhaltung großer Höfe, die in den oft sehr gut erhaltenen historischen Ortskernen auch heute noch ein bestimmendes Element sind. Charakteristisches Kennzeichen dieser Ortschaften im Haller Raum sind auch die Kirchen mit ihren Turmaufsätzen aus Fachwerk.

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