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Ritterschaftslandschaft
Frankenhöhe |
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Im Osten des
Landkreises Schwäbisch Hall geht die landwirtschaftlich
intensiv genutzte Ebene um Crailsheim in die bewaldeten Anhöhen
der Crailsheimer Hardt bzw. Frankenhöhe über. Am Rande
größerer Herrschaftsgebiete gelegen, hat sich hier in
idealtypischer Weise ein weiteres kleines reichsritterschaftlich
geprägtes Gebiet herausgebildet. Die Freiherren von Seckendorff
saßen beispielsweise in Unterdeuffstetten, die Freiherren Hofen
von Lobenstein in Wildenstein, die Herren von Kreßberg in der
nur noch als Burgstall überlieferten Anlage in Hohenkreßberg,
die Herren von Knöringen im direkt benachbarten Schloss Tempelhof.
Auf engstem Raum haben sich in vielen Orten Burgen oder Schlösser
erhalten, die meist ortsbildprägend wirken und aus der eher
schlichten bäuerlichen Bausubstanz des Waldgebietes hervorstechen.
Typisch für reichsritterschaftliche Besitzungen ist die historische
Sozialtopographie, die sich auch im Händler- und Hausiererwesen äußert,
wie beispielsweise in Unterdeuffstetten oder Matzenbach. Dominanten
in den Ortschaften bilden die Kirchen, deren Bausubstanz vom Mittelalter
bis zu bemerkenswerten Lösungen des frühen 20. Jahrhunderts
von Stuttgarter Architekten in Großenhub und in Unterdeuffstetten
reichen.
In den einsamen Tallagen fallen die zahlreichen Mühlen auf,
die in vielen Fällen nicht über einen Mühlkanal, sondern
- immer nur stundenweise - über einen Mühlweiher betrieben
wurden. Besonders eindrucksvolle Beispiele dieser besonderen Mühlenart
finden sich bei Fichtenau mit der Spitzenmühle und in Asbach
bei Kreßberg. Bisweilen sind die Mühlweiher auch als Fischweiher
genutzt und in Ketten gruppiert, wie zum Beispiel die kulturlandschaftsprägende
Weiherkette westlich von Bernhardsweiler.
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