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Weinbaulandschaft Mittleres Kochertal
       
   
  Im Tal des mittleren Kochers zwischen Forchtenberg und Künzelsau fällt besonders der Weinbau als heute noch betriebene Sondernutzung auf. Neben modern umgestalteten, flurbereinigten Lagen sind auch noch manche alte Anbaustandorte überliefert, erkennbar an den so genannten Steinriegeln.

Dieses charakteristische Kulturlandschaftselement ist aber nicht nur Relikt einer Landnutzung, sondern war in besonderen Fällen auch eine Rechtsgrenze, wie der Steinriegel auf dem Eselsberg zwischen den Gemarkungen Niedernhall und Ingelfingen. In Niedernhall wurde Jahrhunderte lang, vom Hochmittelalter bis ins beginnende 19. Jahrhundert hinein, Salz gewonnen. Von den Salinen ist heute nichts mehr zu erkennen, ihre Reste gelten als archäologisches Denkmal. Nur das "Schlösschen" bei Weissbach, eine Gutsanlage der ehemaligen Salinenadministration, zeugt heute noch von der einstigen Salzgewinnung.

Weinbau und Salzgewinnung waren die wirtschaftliche Grundlage für das Wachstum der kleineren Städte im Kochertal, die sich meist an adelige Burgen bzw. Schlösser angliederten. Sindringen, Forchtenberg, Niedernhall und Ingelfingen fallen neben ihrem dichten historischen Baubestand vor allem durch die meist durchweg erhaltenen Stadtmauern mit ihren vorgelagerten, klein parzellierten Krautgärten auf. Auch die kleineren Ortschaften Ernsbach, Belsenberg, Morsbach und Kocherstetten besitzen Ortsbilder mit Ensemblequalität. Das Jagsttal und der Kocherraum wurden erst spät mit der Eisenbahn erschlossen, von deren Streckenführung nur noch kleinere Stücke und einige Bahnhöfe erhalten sind.

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