• Menü schließen
  •  
     

    Aktueller Arbeitsmarktbericht // April 2018

    Arbeitsmarkt im April: Auch Personen in der Grundsicherung profitieren

    Ende April wurden 196.836 Arbeitslose gezählt, 1,9 Prozent weniger als im Vormonat und 8,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. 87.951 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 108.885 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent nach 3,6 Prozent im Vorjahr.

    „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich, wie erwartet, weiterhin positiv. Auch in der Grundsicherung ist nach wie vor ein starker Rückgang vorhanden. Im Vergleich zum Vorjahr beziehen heute knapp 12.000 erwerbsfähige Leistungsberechtige erwerbsfähige Leistungsberechtige sind Menschen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. weniger Leistungen der Grundsicherung, das ist ein Minus von 3,5 Prozent. Der Bestand an Langzeitarbeitslosen sinkt nach wie vor, momentan verzeichnen wir knapp elf Prozent weniger langzeitarbeitslose Menschen als noch vor einem Jahr,“ kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Dies zeige, dass es mit Hilfe der Unterstützungsleistungen der Jobcenter auch gelinge, dass dieser Personenkreis von der anhaltend guten Konjunktur profitiert.

    Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen geht gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent zurück.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Weiter leichte Bewegung auf dem Arbeitsmarkt – Quote sinkt auf 3,5 Prozent

    Wie im Vormonat ging auch im April die Zahl der arbeitslos registrierten Personen im Stadt- und Landkreis Heilbronn leicht zurück. „Erfreulich ist, dass von dieser Entwicklung sowohl die Jüngeren bis unter 25 Jahren als auch die Lebensälteren ab 50 Jahren profitieren konnten“ zeigt sich Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn, erfreut.

    „Eine Herausforderung bleibt jedoch die Deckung des Fachkräftebedarfs in unserer Region. Neben den Pflegekräften und der IT-Branche ist hier vor allem der Bereich Hotel und Gastronomie ein großes Betätigungsfeld. Zur Bewerbergewinnung bieten wir verschiedene Aktionen an, wie beispielsweise am 17.05. den „Gastro-Tag“ mit Informationen zu Beschäftigungs- und Weiterbildungschancen im Bereich Hotel und Gastronomie“.

    Arbeitslosigkeit

    Die Frühjahrsbelebung setzt sich auch in der Region weiter fort. Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer im Heilbronner Bezirk um 185 auf 9381. Damit entwickelt sich der regionale Arbeitsmarkt ähnlich wie der Bund oder auch das Land Baden-Württemberg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 799 Menschen weniger arbeitslos. Dies entspricht einem Rückgang von 7,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,9 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III waren im Berichtszeitraum 4211 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat waren dies 131 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 472 oder 10,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist ebenfalls - wenn auch nur leicht - zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter betreuten im April 5170 Arbeitslose. Gegenüber dem Vormonat waren dies 54 oder 1,0 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar 327 weniger (minus 5,9 Prozent).

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im April waren 4280 Frauen arbeitslos gemeldet, 76 weniger als vor einem Monat. Bei den Männern war ein Rückgang um 109 auf 5101 zu verzeichnen. Die erfreuliche Entwicklung bei den Jüngeren setzt sich auch diesen Monat fort. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 39 oder 4,2 Prozent auf jetzt 882 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich um 0,1 Punkte auf 2,9 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 3,4 Prozent. Vor zwölf Monaten waren noch 999 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit etwas deutlicher zurückgegangen. 3 187 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen waren im April arbeitslos gemeldet, 112 weniger als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren 3449 Menschen in dieser Altersgruppe von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 7,6 % mehr als heute.

    Arbeitskräftenachfrage

    Erneut ging die Zahl der neu gemeldeten Stellen leicht zurück. So wurden den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice in den letzten vier Wochen 1127 neue Stellen von Arbeitgebern in der Region gemeldet. Dies waren 72 weniger als vor einem Monat und 33 oder 2,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat jedoch auf 4696 (plus 80) angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 171 oder 3,8 Prozent mehr freie Stellen.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt

    Im April ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk erneut gesunken. Im aktuellen Monat sind 9.266 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 192 weniger als im März und 1.322 (Minus 12,5 Prozent) weniger Arbeitslose als im April 2017. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt wie im Vormonat bei 2,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,2 Prozent.

    Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe ist weiterhin hoch und bietet sehr gute Chancen für Arbeitsuchende. Insgesamt waren im April 7.566 offene Stellenangebote bei der Arbeitsagentur gemeldet, das sind 78 weniger (Minus 1,0 Prozent) als im Vormonat, aber 835 (Plus 12,4 Prozent) mehr als im April 2017. Arbeitgeber haben in diesem Monat 1.620 neue Stellen gemeldet.

    Es ist nicht neu, dass der deutsche Arbeitsmarkt in vielen Bereichen von Fachkräfteengpässen geprägt ist. Aktives Handeln, um den Bedarf an Fach-kräften decken zu können, ist unverändert wichtig. „Qualifizierte Berufsabschlüsse sind unverzichtbare Grundlagen für einen erfolgreichen Berufsweg. Die Anforderungen an den Arbeitsplätzen verändern sich. Um auf Ballhöhe zu bleiben, ist lebenslanges Lernen notwendig“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Zunehmende Globalisierung und Digitalisierung der Arbeitsprozesse untermauern diese Tatsachen.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent). Es wurden im April 3.103 Arbeitslose gezählt, 19 weniger als im März, 389 weniger als im Vorjahresmonat. 974 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 983 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 533 Stellenangebote gemeldet (April 2017: 582). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.523; 12,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,4 Prozent). Es wurden im April 1.581 Arbeitslose gezählt. Das sind 22 weniger Menschen mehr als im März und 220 weniger als im Vorjahresmonat. 455 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 480 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 277 Stellenangebote im April aufgegeben (April 2017: 349). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.519; 21,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,7 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent). Im April waren 2.050 Menschen arbeitslos gemeldet, 45 weniger als im Vormonat, 220 weniger als im April 2017. 687 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 733 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 584 Stellenangebote gemeldet (April 2017: 578). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.379; 6,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.548 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4.718. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 49,1 Prozent.

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im April 1.651 Arbeitslose registriert (März: 1.631). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.452 Arbeitslose (März: 1.491).

    Von den 1.581 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 719 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (März: 703). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im April 862 Arbeitslose registriert (März: 900).

    Von den 2.050 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 991 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (März: 970). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.059 Arbeitslose registriert (März: 1.125).

    Der Ausbildungsmarkt

    Bis April wurden der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 5.043 freie Berufsausbildungsstellen gemeldet. Als Bewerber für einen Ausbildungsplatz haben sich 3.100 gemeldet, 8,2 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rein rechnerisch kommen auf einen Bewerber 1,6 Ausbildungsstellen. „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind super. Es tun sich aber viele junge Menschen schwer, sich für einen Beruf oder einen Betrieb zu entscheiden. Ein Gespräch mit unseren Berufsberatern, der Besuch der Ausbildungsmessen oder ein Praktikum in den Ferien helfen bei der Entscheidung“, appelliert Karin Käppel an Jugendliche und deren Eltern. Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesgantur für Arbeit

    Bildergalerie
     
     
     
    Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH | Weipertstraße 8-10 | 74076 Heilbronn | Telefon 0049 - 7131-7669-860
     
    * Diese Felder müssen ausgefüllt werden