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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Oktober 2017

    Zahl der älteren Beschäftigten in den letzten 15 Jahren verdoppelt

    Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat wiederum gefallen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen fällt die Quote im Oktober auf 3,3 Pro-zent. Die Arbeitslosenzahl sinkt im Vergleich zum Vormonat um 9.605 (minus 4,6 Prozent) auf 200.124 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg gesunken (minus 17.104). Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,6 Prozent.

    Alle Personengruppen profitieren von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit, die sogar etwas stärker als saisonüblich ist. „Besonders freut mich die positive Entwicklung bei Menschen über 50 Jahren. Immer mehr Ältere nehmen am Erwerbsleben teil, in den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der älteren sozialversichungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg mehr als verdoppelt“, kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

    Waren 2001 noch rund 375.000 Menschen über 50 Jahren in Arbeit, steigt die Anzahl bis Ende 2016 auf rund 770.000. „Dies zeigt, dass die beruflichen Erfahrungen der Älteren wertgeschätzt werden. Betrieben raten wir, Ältere so lange als möglich einzubinden und dafür zu sorgen, dass ihre Expertise an die nächste Generation weitergegeben wird.“ Momentan sind in Baden-Württemberg knapp 70.000 Menschen über 50 Jahren arbeitslos – im Vergleich zum Vorjahr sind das mehr als 5.000 Menschen weniger.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Arbeitslosigkeit sinkt im Oktober weiter – Quote liegt nun bei 3,5 Prozent

    „Auch in diesem Monat hat sich der Arbeitsmarkt gut entwickelt. Die guten Zeiten auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich durch eine geringere Zahl von Arbeitslosen und eine höhere Zahl gemeldeter Stellen. Von der Entwicklung profitieren Männer und Frauen. Besonders auffällig ist der Rückgang der jüngeren Arbeitslosen. Aber auch die Langzeitarbeitslosigkeit geht langsam weiter zurück“ berichtet der Chef der Heilbronner Arbeitsagentur, Jürgen Czupalla

    Arbeitslosigkeit

    Nach dem Rückgang im September ist die Zahl der Menschen ohne Job nun im Oktober nochmals gesunken. Aktuell sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 9 342 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet; das sind 326 weniger als im Vormonat und 754 weniger als vor einem Jahr.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind 4 140 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem September sind das 269 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 45 Personen. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist gegen-über dem September auch zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im Oktober 5 202 Arbeitslose. Das sind 57 weniger als im Vormonat und 709 weniger als vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im Statistikzeitraum Oktober waren 4 412 Frauen arbeitslos gemeldet, 131 weniger als im Vormonat. Bei den Männern ging die Zahl der Arbeitslosen um 195 auf 4 930 zurück. Erwartungsgemäß ist die Zahl der Jüngeren ohne Job zurückgegangen. Aufgrund des Ausbildungs- und Studienbeginns ist ihre Zahl gegenüber dem September um 207 auf jetzt 895 gesunken. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen veränderte sich auf 2,9 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 3,5 Prozent. Bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit leicht angestiegen. 3 228 Frauen und Männer in der Alterskategorie 50 plus waren im Oktober arbeitslos gemeldet, 60 mehr als im Vormonat aber 177 weniger als vor einem Jahr.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften in der Arbeitsagentur sind in den letzten vier Wochen 1 126 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 27 mehr als vor einem Monat und 112 mehr als noch vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem September auf 4 869 (minus 85) zurück-gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das aber 678 oder 16,2 Prozent mehr.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Zahl der Arbeitslosen auf Rekordmarke gesunken

    „Im Oktober waren 9.236 Menschen arbeitslos gemeldet, 756 oder 7,6 Prozent weniger als im September. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, beträgt 2,8 Prozent (September 2017: 3,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg liegt bei 3,3 Prozent.

    „Der Arbeitsmarkt nimmt noch weiter an Fahrt auf. Der Wirtschaft geht es gut, Betriebe brauchen Mitarbeiter und so ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk auf ein Rekordtief gefallen“, freut sich Stefan Schubert, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

    Doch die Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt werden in erheblichem Maße von der Qualifikation bestimmt. Je geringer die Qualifikation, desto höher das Risiko, arbeitslos zu werden, länger ohne Beschäftigung und mit geringem Einkommen zu bleiben und in die Langzeitarbeitslosigkeit zu rutschen. Bereits jetzt machen Geringqualifizierte die Hälfte der Arbeitslosen aus. 2016 lag die Arbeitslosenquote bei Menschen ohne Berufsabschluss bei fast 11 Prozent, fünfmal so groß wie bei Personen mit einem Berufsabschluss.

    Wer ohne Ausbildung ist oder längere Zeit nicht in seinem erlernten Beruf gearbeitet hat, sollte in jedem Fall eine Ausbildung oder Weiterbildung in Betracht ziehen. Auch geringqualifizierte Arbeitnehmer haben in Absprache mit ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit, fehlende Berufsabschlüsse oder Teilqualifikationen zu erwerben, ohne ihre Arbeitsstelle kündigen zu müssen. „Die Arbeitswelt und damit auch die Anforderungen an den Arbeitsplätzen werden sich in den nächsten Jahren weiter verändern. Um hier Schritt halten zu können, unterstützt die Arbeitsagentur Menschen dabei, einen beruflichen Abschluss zu erreichen. Und ermöglicht Betriebe, ihre Mitarbeiter ohne abgeschlossene Ausbildung zu den Fachkräften zu qualifizieren, die sie brauchen“, führt Stefan Schubert an.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Es wurden im Oktober 3.130 Arbeitslose gezählt, 259 weniger als im September (Minus 7,6 Prozent) und 561 weniger als im Vorjahresmonat (Minus 15,2 Prozent). 883 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.143 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 664 Stellenangebote gemeldet (Oktober 2016: 568). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.503; 19,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Es wurden im Oktober 1.607 Arbeitslose gezählt. Das sind 149 weniger Menschen mehr als im September (Minus 8,5 Prozent) und 313 weniger als im Vorjahresmonat (Minus 16,3 Prozent). 500 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 645 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 372 Stellenangebote im Oktober aufgegeben (Oktober 2016: 269). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.499; 26,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent). Im Oktober waren 1.933 Menschen arbeitslos gemeldet, 192 weniger als im Vormonat (Minus 9,0 Prozent) und 414 weniger als im Oktober 2016 (Minus 17,6 Prozent). 650 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 842 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 605 Stellenangebote gemeldet (Oktober 2016: 599). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.347; 14,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.660 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4.576. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 50,5 Prozent.

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Oktober 1.684 Arbeitslose registriert (September: 1.770). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.446 Arbeitslose (September: 1.619).

    Von den 1.607 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 751 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (September: 798). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren im Oktober 856 Arbeitslose registriert (September: 958).

    Von den 1.933 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 955 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (September: 1.077). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 978 Arbeitslose registriert (September: 1.048).

    Der Ausbildungsmarkt

    „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt günstig- zumindest für die, die einen Ausbildungsplatz suchen. An der Entwicklung hat sich zu den letzten Jahren nicht grundsätzlich etwas geändert. Die Schere zwischen Bewerber und Ausbildungsplatzangebot geht aber weiter auseinander“, fasst Stefan Schubert das Ergebnis der aktuellen Ausbildungsbilanz zusammen.

    Seit Oktober 2016 hatten sich 4.010 junge Menschen als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Arbeitsagentur gemeldet. Das entspricht einem leichten Plus von 42 Bewerber (1,1 Prozent).

    Demgegenüber standen 5.850 offene Ausbildungsstellen, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf einen Bewerber kommt so rein statistisch 1,46 Stellen. Eine leichte Verschiebung zugunsten der Bewerber. Am Ende des Ausbildungsjahres blieben 354 Stellen unbesetzt, 57 weniger als im Vorjahreszeitraum (Minus 13,9 Prozent).

    Trotz der vielen Angebote zur Berufsorientierung, individueller Gespräche und Hilfestellung seitens der Berufsberatung konnten sich 55 Jugendliche nicht für eines der Angebote entscheiden. „Mit dem Ende des Beratungsjahres enden aber nicht unsere Bemühungen, jeden einzelnen dabei zu unterstützen, seinen beruflichen Weg zu finden. Ein beruflicher Abschluss ist der Grundstock, ohne den es sich nicht weiter aufbauen lässt“, erklärt Stefan Schubert.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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