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    Audi Neckarsulm und Astrid-Lindgren-Schule starten langfristiges Inklusionsmodell

    Am vergangenen Donnerstag haben 14 Schüler der Astrid-Lindgren-Schule ein Praktikum bei Audi Neckarsulm begonnen. Die Schüler arbeiten je nach persönlichem Kompetenzprofil im Audi Trainingscenter und gemeinsam mit Auszubildenden an Lernstationen im gesamten Werk. Das Praktikum soll die Kompetenzen der Schüler fördern und Berührungsängste abbauen. Nach der erfolgreichen Pilotphase im vergangenen Schuljahr entsteht aus dem Projekt nun eine feste Kooperation.

    Bei der Einführungsveranstaltung lernten die Schüler ihre Trainer und Azubi-Kollegen kennen und gewannen einen Überblick über den Audi-Standort. In den kommenden Wochen folgen fünf bis sechs Praktikumstage im Audi Trainingscenter Neckarsulm. Hier bekommen die Schüler einen Einblick in das Produktionssystem und erhalten Fertigkeiten-Trainings zu Themen wie Ergonomie oder Montage. Je nach ihren Möglichkeiten vertiefen die Schüler ihr Wissen innerhalb von weiteren zwölf Tagen in einer ausgewählten Lernstation im Werk Neckarsulm. Dort arbeiten sie zusammen mit Auszubildenden von Audi unter Leitung von Fachkräften. In den Lernstationen der Fahrzeug-Vormontage lernen die Praktikanten verschiedene Aufgaben und Arbeitsabläufe unter realen Bedingungen kennen. Die Praktikumstage sind über ein Schuljahr verteilt und finden in einem regelmäßigen Rhythmus statt. Der Stoff wird in der Schule vor- bzw. nachbereitet.

    Bereits im Schuljahr 2016/17 nahmen zehn Schüler der Astrid-Lindgren-Schule an der Pilotphase teil. An fünf Praktikumstagen absolvierten sechs Schüler Fertigkeiten-Trainings im Audi Trainingscenter in Neckarsulm. Jeweils zwei Schüler besuchten außerdem wöchentlich die Lernstation des Motorenaufbaus für den Audi A6 und A7 sowie die Station der Türenvormontage für den A8. „Die Gespräche nach der Pilotphase zeigten, dass Projektaufbau und Inhalte für die Schüler und für Audi zielführend sind. Wir starten in diesem Jahr direkt mit einem erprobten Modell und als verlässlicher Partner für die Astrid-Lindgren-Schule“, sagt Werkleiter Helmut Stettner. „Unsere Auszubildenden und Mitarbeiter erweitern durch die Kooperation ihren Erfahrungshorizont und ihre soziale Kompetenz.“

    Detlef Piepenburg, Landrat des Landkreises Heilbronn, sieht in der Kooperation zwischen der Schule und dem Unternehmen eine große Chance für die Jugendlichen: „Der Berufseinstieg ist für Menschen mit Handicap mit großen Herausforderungen verbunden, weil sie oft ihr Leistungsvermögen nicht einschätzen können und Schwierigkeiten haben, einen Arbeitgeber zu finden“, sagt er. „Als Träger der Astrid-Lindgren-Schule ist der Landkreis der AUDI AG darum sehr dankbar, dass sie mit dem gemeinsamen Projekt vielen jungen Menschen hilft und zugleich ein Vorbild für andere Betriebe ist.“

    Die Astrid-Lindgren-Schule in Neckarsulm ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige, körperliche und motorische Entwicklung. Die Schüler im Gemeinschaftsprojekt mit Audi befinden sich in der dritten Berufsschulstufe. Dieser Bildungsabschnitt entspricht der zwölften Klassenstufe. Nach Ende dieser Stufe wechseln die Schüler in weiterführende Bildungseinrichtungen oder starten ins Berufsleben.

     

    Text- und Bildquelle: AUDI AG, Carolin Soulek vom 21.09.2017

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