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    Ausbildung in Deutschland – Facharbeiter in Spanien

    Spanische Wirthwein-Azubis blicken auf ihre Zeit in Deutschland zurück

    Vor fast genau vier Jahren begann für die beiden Spanier Rebeca Garcia und Javier Salcines eine abenteuerliche Zeit – sie wagten zum 1. September 2013 den Schritt nach Deutschland, um sich zum/r Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei Wirthwein in Creglingen ausbilden zu lassen. Unterstützt wurden die beiden jungen Menschen durch das europäische Förderprogramm „MobiPro-EU“, das zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ins Leben gerufen wurde. Beide hatten in ihrem Heimatland eine akademische Ausbildung mit einem Diplom im Fach Chemieingenieurwesen abgeschlossen. Rebeca hat danach sogar noch den Master im Qualitätswesen gemacht. Trotz allem gab es keine Aussichten auf eine Arbeit und somit entschlossen sie sich, mit MobiPro-EU nach Deutschland zu gehen.

    Nach dreijähriger Ausbildung und einem sehr erfolgreichen Abschlusszeugnis kehrten sie 2016 wieder nach Spanien zurück und arbeiten seitdem am spanischen Standort der Wirthwein AG in Zaragoza. Mit 660.000 Einwohnern ist das nordspanische Zaragoza heute nach Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla die fünftgrößte Stadt Spaniens. Rebeca und Javier haben am spanischen Wirthwein-Standort „Plásticos Zaragon“ interessante Aufgaben mit großen Zukunftspotentialen übernommen.

    Im Interview erzählen die beiden über ihre Zeit in Deutschland, die Rückkehr ins Heimatland und ihre neuen Arbeitsplätze.

    Sprachkompetenz als Schlüssel zum Erfolg

    „Ich habe in den drei Jahren in Deutschland sehr viel gelernt und bin froh, diesen Weg gegangen zu sein“ so Javier rückblickend. Die Zeit im Ausland hat den beiden jungen Spaniern viel für die Zukunft gebracht, ob im Privatleben oder im Beruf. Sie lernten, in einem fremden Land klarzukommen und arbeiteten in einem Beruf, den sie vorher nicht kannten. „Das ist etwas, was man nie vergisst“, resümiert Rebeca. Besonders herausfordernd war die deutsche Sprache, mit der Zeit fiel es ihnen aber immer leichter, dem Berufsschulunterricht und den Erklärungen der Ausbilder zu folgen. Auch mit den Freunden in der Freizeit war die Kommunikation von Monat zu Monat einfacher. Diese Sprachkompetenz kommt beiden nun im täglichen Kontakt mit den Kollegen aus Deutschland zugute, sei es am Telefon, per E-Mail oder beim persönlichen Kontakt im Rahmen internationaler Kundenprojekte.

    Zurück nach Spanien als Projektassistentin und Anwendungstechniker

    Als sich die Ausbildungszeit der Zielgeraden zuneigte, bot Wirthwein den beiden an, bei der spanischen Tochtergesellschaft Plásticos Zaragón zu arbeiten. „Die Möglichkeit zur Rückkehr in die Heimat bei gleichzeitiger Zusage eines festen Arbeitsplatzes, der unseren Kenntnissen entspricht und gute Perspektiven für die Zukunft bietet, war natürlich ein Glückstreffer“, lächeln Rebeca und Javier unisono. So kam es, dass die beiden nach Beendigung der Ausbildung im Sommer 2016 die Koffer packten und seitdem die spanischen Kollegen mit ihrem Wissen und Können unterstützen:

    Rebeca wurde als Projektassistentin übernommen. Das heißt, sie kümmert sich um Änderungen und Modifizierungen bei den Spritzgießwerkzeugen. Das implementiert eine hohe Verantwortung bei Abmusterungen und für die Serienfertigung der Produkte samt Dokumentation in den jeweiligen Projektordnern. Javier arbeitet nun als Anwendungstechniker. In dieser Position optimiert er Prozesse und kontrolliert Parameter. Dies beinhaltet die Mitarbeit in verschiedenen Projekten, so beispielsweise am Großauftrag eines namhaften Automobilzulieferers. In Spanien wird Ende des Jahres 2017 die gleiche Anlage aufgebaut, wie derzeit am Wirthwein-Standort in Crimmitschau. Javier war deshalb auch schon für einige Wochen im sächsischen Crimmitschau, um dort eine Erstabmusterung durchzuführen und für die Projekteinführung in Spanien wichtige Erkenntnisse zu sammeln. Rebeca und Javier können in ihren jetzigen Berufen ihre erlernten Kenntnisse gut einsetzen.

    Rebeca und Javier geben dem internationalen Austausch ein Gesicht

    „Bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen geben wir hin und wieder Tipps, wie wir es gelernt haben“ erklärt Rebeca auf die Frage, ob das Wissen, welches sie in Deutschland erlangte, auch weitergegeben wird. Javier bestätigt, dass es zweimal in der Woche Besprechungen mit den Kollegen gibt und er öfters beschreibt, wie es in Creglingen gemacht wurde.

    Nach all den guten Erfahrungen, die Rebeca und Javier in Deutschland gemacht haben, ist natürlich die Frage offen, ob sie es sich vorstellen könnten, noch einmal an einem anderen Standort der Wirthwein-Gruppe zu arbeiten. Dadurch, dass Javier in der Zwischenzeit schon einmal in Crimmitschau war, fiel die Antwort bei ihm klar aus. „Ich könnte mir gut vorstellen noch einmal an einen anderen Standort zu gehen.“ Rebeca ist da ähnlicher Meinung. Sie sagte, durch die drei Jahre in Deutschland wäre es für sie auch kein großes Thema mehr, in ein anderes Land zu reisen.

     

    Text- und Bildquelle: Wirthwein AG, Daniela Pfeuffer vom 22.09.2017

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