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    TUM-Campus Heilbronn // Die Technische Universität München geht nach Heilbronn-Franken

    Mega-Stiftung für TUM-Campus Heilbronn

    Die Technische Universität München (TUM) und die gemeinnützige Dieter Schwarz Stiftung haben das umfangreiche Vertragswerk über eine der bedeutendsten Stiftungen in der deutschen Hochschulgeschichte unterzeichnet: Die Stiftung finanziert dauerhaft 20 neue wirtschaftswissenschaftliche Professuren mit kompletter Ausstattung und Infrastruktur. Den thematischen Horizont bildet der Wandel durch Digitalisierung, Familienunternehmen und Unternehmensgründungen. 13 Professuren werden auf dem neuen TUM Campus Heilbronn angesiedelt, wo künftig die Nachwuchskräfte des Managements in einer der innovativsten Hightech-Regionen Europas studieren können; 7 Professuren verstärken die TUM School of Management in München.

    Die Kooperation zwischen der Stiftung und der TUM ist in vielfacher Hinsicht beispiellos:

    • Die Stiftung finanziert die 20 Stiftungsprofessuren für zunächst 30 Jahre, einschließlich Ausstattungs- und Betriebsaufwand sowie Gebäude-Infrastruktur auf dem Heilbronner Bildungscampus.
    • Die HighTech-Region Heilbronn erhält eine universitäre Einrichtung, mit deren Markenprodukt „TUM-BWL“ sie zu einer der ersten Adressen für die Management-Ausbildung aufsteigt.
    • Die „Triple Crown“-akkreditierte TUM School of Management wird durch die Zustiftung die mit Abstand größte BWL-Fakultät Deutschlands – nur 16 Jahre nach ihrer Gründung.
    • Mit dem TUM Campus Heilbronn engagiert sich erstmals eine deutsche Universität mit einem eigenen Standort in einem anderen Bundesland.

    Die inhaltlichen Schwerpunkte des TUM Campus Heilbronn zählen zu den wichtigsten Themen für die Zukunft des Wirtschaftens und Arbeitens Deutschland: Wie können Unternehmen den tiefgreifenden und rasanten Wandel im digitalen Zeitalter gestalten? Vor welchen Herausforderungen stehen Familienunternehmen als Rückgrat der deutschen Wirtschaft? Unter welchen Bedingungen können Start-ups rasch wachsen und nachhaltig erfolgreich sein?

    Für die Erforschung dieser Fragen ist die TUM School of Management mit ihrem unverwechselbaren Profil prädestiniert: Ganz auf die Interaktionsfelder Management –Technologie ausgerichtet, haben die Entrepreneurship-Ausbildung und technologiebasierte Unternehmensgründungen ein besonderes Gewicht. Da die Region Heilbronn-Franken stärker von Familienunternehmen geprägt ist als die Münchner Region, eröffnet der neue Standort die Möglichkeit, die wirtschaftswissenschaftliche Arbeit zu diesem Unternehmenstyp durch Forschungspartnerschaften mit mittelständischen Hightech-Firmen zu intensivieren. Dabei kann an erfolgreiche Projekte angeknüpft werden: So wurde beispielsweise der 2010 eingeführte Aktienindex DAXplus Family maßgeblich an der TUM School of Management entwickelt.

    Studiengänge verbinden Management und Technologie

    Die Forschungsergebnisse der neuen Professuren werden unmittelbar in die Lehre einfließen. Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Executive Education Angebote werden in Heilbronn künftige Führungskräfte des Managements ausbilden, die optimal auf die Arbeit in technologie-getriebenen Unternehmen vorbereitet sind. Diese interdisziplinäre Ausrichtung beginnt schon im Bachelorstudiengang, in dem alle Studierenden neben BWL auch ein Technikfach lernen. Abgerundet wird das Programmportfolio am TUM Campus Heilbronn durch die Möglichkeit zur Promotion.

    Im ersten Schritt starten in Heilbronn zum Wintersemester 2018/19 zwei englischsprachige Studiengänge: Der weiterbildende Masterstudiengang „Management & Innovation“ vermittelt die neuesten Erkenntnisse aus Innovationsmanagement, Entrepreneurship und Technologie, inklusive Praxisprojekten in Unternehmen. Der Masterstudiengang „Management“ ist eigens für besonders qualifizierte Bachelorabsolventen aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften konzipiert.

    Die herausragende Ausbildungsqualität der TUM School of Management ist zum einen durch die „Triple Crown“ belegt, die aus den drei wichtigsten internationalen Akkreditierungen besteht. Für dieses besondere Qualitätssiegel müssen Business Schools zahlreiche Kriterien erfüllen, darunter hohe Qualifikationen des Lehrpersonals, Internationalität der Lehre, vitaler Austausch mit der Wirtschaft sowie dezidiertes Engagement in Ethik und Nachhaltigkeit. Zum anderen lässt sich der Erfolg an der rasant wachsenden Beliebtheit des Studienangebots und der exzellenten Nachfrage der Wirtschaft nach den Absolventen und Absolventinnen ablesen: Die Zahl der Studierenden der Fakultät ist in den letzten fünf Jahren um mehr als 50 Prozent auf heute rund 4.700 gestiegen. Im bekannten CHE-Ranking geben sie ihrer Universität regelmäßig beste Noten.

    „Fragen der Technologie haben gesamtgesellschaftliche Relevanz“

    „Die Förderung durch die Dieter Schwarz Stiftung ist ein Meilenstein in der jüngeren Geschichte der TUM. Sie ist ein großer Vertrauensbeweis, dass wir als unternehmerische Universität die Stiftungsmittel in exzellente Forschung und Lehre umsetzen“, betont Professor Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM. „Zugleich bestätigt sie unsere Entscheidung, eine gesamte Wirtschaftsfakultät auf Fragen der Technologie auszurichten, was bei ihrer Gründung 2002 als unvorhersehbares Risiko galt. Nun wird sie die größte BWL-Fakultät Deutschlands, weil diese Themen in einer technologisierten, digital getriebenen Welt gesamtgesellschaftliche Relevanz haben. Umso mehr freuen wir uns auf die Arbeit in Baden-Württemberg mit seiner faszinierenden Dichte und Vielfalt an „Hidden Champions“.

    „Die Dieter Schwarz Stiftung hat die Intension, dort tätig zu werden, wo Wirtschaft und Gesellschaft Anforderungen stellen, die staatliche Organe nicht oder nicht ausreichend erfüllen können“, ergänzt Professor Reinhold R. Geilsdörfer, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung. „Wir haben daher mit Hochdruck auf den heutigen Tag hingearbeitet. Mit der Vertragsunterzeichnung für einen Universitätsstandort sind wir dem Ziel, die Bildungspyramide im Bereich der Hochschulen vollständig zu schließen und das Studienangebot am Standort Heilbronn bestmöglich abzurunden, wieder ein Stück weit näher gekommen.“ Auch geht die Stiftung davon aus, dass der TUM Campus Heilbronn die internationale Sichtbarkeit und die Wettbewerbsfähigkeit Heilbronns als Studienort weiter stärken wird. Zudem betont Geilsdörfer, dass von der Kooperation vor allem die Unternehmen im Raum Heilbronn-Franken profitieren, die künftig auf ausgezeichneten Berufsnachwuchs zurückzugreifen können und deren Zusammenarbeit durch den neuen Forschungsstandort gestärkt werden soll.

    Professor Dr. Peter Frankenberg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Dieter Schwarz Stiftung und ehemaliger Wissenschaftsminister, war von Beginn an in den Prozess mit eingebunden. „Der technologische Aspekt, den die TUM neben der wirtschaftlichen Ausrichtung beinhaltet, bietet die besten Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende und Unternehmen am Wirtschaftsstandort Heilbronn in für die Zukunftsperspektiven entscheidenden Bereiche“, sagt er.

    Freie Gestaltbarkeit

    Die Stiftung der 20 Professuren ist an keinerlei Auflagen gebunden, wie Präsident Professor Herrmann betont: „Weder die Ausrichtung noch die Berufungen und Lehrinhalte werden durch die Stiftung im geringsten beeinflusst. Auch die Forschungsinhalte sind in der individuell freien Entscheidung der Professorenschaft (Art. 5, Abs. 3 GG), und im Übrigen folgt die Stiftungsvereinbarung dem verbindlichen TUM Fundraising Code of Conduct.“ Die TUM werde im benachbarten Bundesland das in sie gesetzte Vertrauen durch exzellente Arbeit rechtfertigen.

     

    Textquelle: Technische Universität München
    Bildquelle: Magmell - Dieter Schwarz Stiftung

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