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    Handwerkskammer bietet Flüchtlingen Berufsorientierung

    Zugewanderte junge Flüchtlinge suchen nach einer Berufsausbildung. Viele wissen aber nicht, welche Berufe es bei uns gibt und ob sie dafür geeignet sind. Und für manchen ist eine Ausbildung die erste Berührung mit der Berufswelt und dem Handwerk überhaupt.  

    Eigene Fähigkeiten ausloten
    Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Heilbronn-Franken bietet seit Mitte April 80 weiteren Flüchtlingen eine Berufsorientierung an. Im Rahmen des Projekts „ProBeruf“ erhalten diese Einblicke in unterschiedliche handwerkliche Berufe. Die jungen Menschen können dabei ihre Fähigkeiten ausloten und herausfinden, was ihnen liegt und wofür sie geeignet sind. Ergänzend informieren qualifizierte Ausbildungsberater über das deutsche System der Berufsausbildung, die Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und dem Gesetz zur Ordnung des Handwerks (HWO) sowie über die Anforderungen und Werte der betrieblichen Arbeitswelt in Deutschland.  

    Erfahrene Meister vermitteln den Alltag
    Die berufsorientierende Maßnahme wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt. „Eine wertvolle Unterstützung und ein starkes Zeichen für die Maßnahmen zur Integration in die berufliche Arbeitswelt“, sagt BTZ-Leiter Johannes Richter und Leiter des Projekts. Insgesamt zwei Wochen befinden sich die Flüchtlinge ganztags in den Werkstätten des BTZ. Erfahrene Handwerksmeister vermitteln ihnen den beruflichen Alltag. „Mit dem Projekt können wir hervorragend auf die einzelnen Interessen und Neigungen eingehen und interessierte junge Leute mit geschickten Händen für einen Beruf im Handwerk begeistern“, ist sich Richter sicher. Möglich machen dies die gut ausgestatteten Ausbildungswerkstätten. Abseits des Produktionsdrucks können die Zugewanderten dort berufliche Anforderungen entspannt erkunden. In den drei Werkstattbereichen Metall, Elektro und Holz lernen sie den Umgang mit den unterschiedlichen Materialien kennen. Praxisnah erfahren sie, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie mitbringen müssen und welche Anforderungen in dem jeweiligen Handwerk gestellt werden.  

    Neue Perspektiven für die Zukunft
    Die jungen Leute kommen aus den Vorbereitungsklassen (VKL) der allgemein bildenden Schulen und den Klassen für Vorqualifizierung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse (VABO) der berufsbildenden Schulen. „Altersmäßig haben wir es mit jungen Menschen zwischen 12 und 22 zu tun“, erläutert Johannes Richter. Aus seiner Sicht vermittelt das Projekt neue Zukunftsperspektiven. „Gerade für junge Leute ist es ungemein wichtig zu wissen, welche Möglichkeiten sich für eine persönliche Entwicklung bieten“, so Richter. Das Angebot des BTZ öffne Flüchtlingen den Blick auf eine sichere Zukunft, sagt er. Richter hofft, dass viele der Zugewanderten später in den Handwerksbetrieben der Region unterkommen und sich bewähren.  

    Zwei Zeitblöcke
    Das Projekt wird in zwei Zeitblöcken zu je 14 Tagen gemeinsam mit aktiven Kooperationsschulen der Region durchgeführt. Die erste Runde ist am 16. April gestartet, die zweite beginnt am 18. Juni.  

    Weitere Informationen:
    Johannes Richter, Leiter Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der  Handwerkskammer Heilbronn-Franken, Telefon  07131 791-2701, E-Mail: info@btz-heilbronn.de.

     

    Text- und Bildquelle: Handwerkskammer Heilbronn-Franken

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