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    In Gaildorf gehen höchste Windkraftanlagen der Welt ans Netz

    In Gaildorf liefert der erste Teil des Pilotprojekts Naturstromspeicher ab sofort grüne Energie. Den Anfang machen vier Windkraftanlagen, die mit einer Nennleistung von insgesamt 13,6 Megawatt (MW) zukünftig Windstrom produzieren. Weitere 16 MW aus dem integrierten Pumpspeicherkraftwerk kommen Ende 2018 dazu. Unternehmen und Gemeinde ziehen bis dato eine durchweg positive Bilanz.

    In Gaildorf fließt ab heute ganz offiziell grüner Strom, erzeugt von der höchsten Windkraftanlage der Welt. Insgesamt vier Anlagen mit Nabenhöhen von 155 bis 178 Metern hat die Max Bögl Wind AG auf dem Höhenzug unweit von Gaildorf errichtet. „Wir sind stolz, mit diesem Meilenstein einen wichtigen Schritt zum Gelingen der Energiewende und zur CO2-Reduzierung beitragen zu können“, so Josef Knitl, Vorstand der Max Bögl Wind AG, auf der Veranstaltung zur offiziellen Inbetriebnahme.

    Eineinhalb Jahre Bauzeit für die Windkraftanlagen

    Etwas mehr als eineinhalb Jahre sind seit dem ersten Spatenstich bis zur nun ersten ins Netz eingespeisten Kilowattstunde Windstrom vergangen. Pro Jahr sollen die insgesamt vier Anlagen jeweils mehr als zehn Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen – genug für 10.000 Vierpersonenhaushalte. Wobei die Errichtung der Windkrafttürme und der Anschluss ans Stromnetz nur ein Teil des Gesamtprojekts sind. Ende 2018 wird noch die Wasserbatterie – der sogenannte Naturstromspeicher Gaildorf – ans Netz gehen. Hierbei handelt es sich um einen flexiblen Kurzzeitspeicher, bestehend aus Wasserbecken in den Turmfundamenten der Windkraftanlagen, einem Pumpspeicherkraftwerk und einem Unterbecken im Tal. Damit können bei Bedarf weitere 70 Megawattstunden (MWh), also bis zu vier Stunden gespeicherter Strom eingespeist werden und zur Netzstabilität beitragen. Das Speicherkonzept agiert dabei extrem flexibel und kann innerhalb von 30 Sekunden zwischen Stromproduktion und Speicherung wechseln, womit eine kurzfristige Anpassung auf den Bedarf des Strommarkts ermöglicht wird.

    Eine Stadt steht hinter dem Projekt

    Gaildorfs Bürgermeister Frank Zimmermann ließ auf der Veranstaltung die vergangenen Jahre Revue passieren: „Im Jahr 2012 bin ich zum ersten Mal mit dem Projekt in Berührung gekommen. Dabei wurde mir schnell klar: Hier entwickelt sich etwas ganz Neues, etwas bislang Einzigartiges. Die Nutzung von Windkraft gepaart mit modernster Pumpspeichertechnik als weiterer, für ein Gelingen der Energiewende, wichtiger Kurzzeitspeicher – ein für mich überzeugendes Konzept. Während der gesamten Planungs- und Bauphase wurde mit guten und belegbaren Argumenten der große Mehrwert des Naturstromspeichers für Mensch und Natur herausgearbeitet und gegenüber der Öffentlichkeit transparent kommuniziert.“

    Zusammenarbeit mit General Electric

    Bei der offiziellen Inbetriebnahme war als Vertreter des Bereichs Onshore Wind von GE Renewable Energy auch Thorsten Mack als Projektleiter vor Ort. Das Unternehmen hat von seinem Standort im niedersächsischen Salzbergen aus die Anlagen GE 3.4 – 137 für Gaildorf geliefert. Sie basieren auf der Plattform der 3MW-Klasse und sind äußerst flexibel und für einen hohen Energieertrag konzipiert. Thorsten Mack hat sich von Anfang an für das Projekt in Gaildorf begeistert: „Wir freuen uns, an diesem einzigartigen Projekt beteiligt zu sein und mit unseren Windkraftanlagen zu dieser tollen Lösung für eine umweltfreundliche Stromerzeugung beizutragen. Das Projekt ist auch digital am Puls der Zeit, denn unsere Anlagen sind mit Software und Analysefunktionen ausgestattet, die über unsere industrielle Cloud-Plattform Predix betrieben werden. So garantieren wir den bestmöglichen Betrieb der Anlagen und machen vorausschauende Wartung zur Realität.“

     

    Text- und Bildquelle: Max Bögl Wind AG, Nancy Fürst vom 18.12.2017

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