• Menü schließen
  •  
     

    KACO new energy entwirft die Energiesystemtechnik für preisgekrönten Solarturm in Basel

    Goldener Oktober für den Basler Grosspeter Tower: Der Büro- und Hotelturm mit Solarfassade und Solardach wurde innerhalb eines Monats zwei Mal ausgezeichnet – mit dem „Schweizer Solarpreis“ und dem „Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik“. Damit hinter der ansehnlichen Form auch die bestmögliche Funktion steckt, beauftragten die Planer den Photovoltaik-Spezialisten KACO new energy, die solare Energiesystemtechnik auszuarbeiten.

    Der Grosspeter Tower in Basel dient gleich drei Zwecken auf einmal: Er ist Hotel, Bürogebäude und Kraftwerk. Die unteren fünf Etagen bilden den Sockel und werden als Hotel genutzt. Darüber steht ein siebzehnstöckiger Büroturm. Die Fassade besteht aus einem Raster großflächiger Fenster sowie aus Solarmodulen mit 440 Kilowatt Leistung, die die Kraft der Sonne für die Energieversorgung des Gebäudes einfangen. Weitere 100 Kilowatt tragen die Solarstromanlagen auf den Flachdächern des Sockels und des Turms bei. 28 Prozent des Energiebedarfs des Hochhauses lassen sich auf diese Weise aus Solarenergie decken.

    Die solare Nutzung der Fassade hielt besondere Herausforderungen an die Energiesystemtechnik bereit. Rund 450 unterschiedlich große Dünnschichtmodule wurden auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern umlaufend vom Boden bis zur Spitze des Grosspeter Towers verbaut. Von vornherein waren also unterschiedliche Spannungen der Module zu berücksichtigen. Verstärkt wird dieser Umstand im laufenden Betrieb durch die jederzeit unterschiedliche Sonneneinstrahlung auf die vier Fassadenseiten. Im beengten Basler Bahnhofsviertel werfen die nebenstehenden Gebäude zudem noch Schatten auf die Module.

    Um unter diesen Voraussetzungen den größtmöglichen Energieertrag zu gewinnen, brachte der Solarunternehmer des Projekts, die Planeco GmbH aus Münchenstein, die System-Expertise von KACO new energy und der Solarplaner vom Zürcher „energiebüro“ ins Spiel. „Den unterschiedlichen Modulspannungen begegnen wir mit DC-Optimierern. Diese sind etagenweise auf zahlreiche DC-Schränke mit ferngesteuerten DC-Schaltern verteilt und jeweils an mehrere Modulstränge angeschlossen. So entsteht ein harmonisiertes Spannungsniveau. Aus Sicherheitsgründen setzen wir dann insgesamt fünf DC-Busse ein für den Transport des Solarstroms in den Technikraum im Keller. Zum Einsatz kommt auch ein Steuersystem, um einzelne Etagen oder die gesamte Anlage spannungsfrei zu schalten“, sagt Georg Kress, Projektleiter seitens KACO new energy.

    Ein Zentralwechselrichter speist den Solarstrom in das Versorgungsnetz für Hotel und Büros des Towers. Auch die notwendige Erdung der Dünnschichtmodule übernimmt der Wechselrichter. Datenlogger informieren die Haustechnik über den Status der solaren Energieversorgung und lassen eine Fernüberwachung zu.

    Dass das Projekt wirkungsvoll Architektur und Solartechnik vereint, zeigt die Auszeichnung mit zwei Preisen. Am 6. Oktober erhielt der Grosspeter Tower als Finalist einen Anerkennungspreis im Rahmen des „Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik 2017“, ausgeschrieben vom Solarenergieförderverein Bayern e.V. Beim „Schweizer Solarpreis 2017“, vergeben am 20. Oktober, verdiente sich der Solarturm die Auszeichnung als bester Neubau.

     

    Text- und Bildquelle: KACO new energy GmbH vom 29.11.2017

    Bildergalerie
     
     
     
    Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH | Weipertstraße 8-10 | 74076 Heilbronn | Telefon 0049 - 7131-7669-860
     
    * Diese Felder müssen ausgefüllt werden