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    Neues Ausbildungs-Center der Continental am Standort Weißbach eröffnet

    Das neue Ausbildungs-Center für Verfahrensmechaniker Hat Hornschuch im letzten halben Jahr vollständig umgebaut und eingerichtet, und erlaubt es nun, die Auszubildenden mit modernsten Mitteln an den Beruf des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik heranzuführen.

    Die Gesamtfläche beträgt 300 m2, davon ist die Hälfte als Werkstatt genutzt, in der anderen Hälfte befinden sich Büro, Schulungsraum, Sozial- und Sanitärräume.

    In der Werkstatt können zwölf Azubis gleichzeitig ausgebildet werden. Der Gruppenschulungsraum bietet Platz für 16 Azubis.

    Beim Equipment stand Förch für eine größere Summe als Sponsor bereit.

    Zur Historie des Ausbildungsberufs Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei Hornschuch

    Seit ca. 1975 hat Hornschuch damit begonnen, den Beruf Kunststoffformgeber auszubilden. Damals stand noch die Metallverarbeitung im Vordergrund und es gab nur eine Metall-Lehrwerkstatt. Das heißt, die Azubis waren fast das komplette 1. Lehrjahr in der Lehrwerkstatt und kamen erst danach in die Produktionsbereiche. In dieser Zeit lernte man alle Kunststofffertigungsverfahren noch komplett theoretisch wie auch praktisch in der Berufsschule.

    Ab ca. 1993 wurde dann der Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker ins Leben gerufen. Damit hatte Kunststoffformgeber zunächst einfach nur einen neuen Namen. Doch hierbei wurde nach Fachrichtungen unterschieden: z. B. Extruieren. Für Hornschuch war es vor allem die Fachrichtung Halbzeuge, das heißt, dass das Kunstleder/die Folie danach in einem Veredelungsprozess (Druck, Prägung, Finishierung) noch weiterverarbeitet wird.

    Seit ca. 2000 sind die schulischen Anforderungen stetig gestiegen. Gleichzeitig sind die verfügbaren Schulstunden, die insbesondere für praktischen Unterricht zur Verfügung standen, stetig gesunken. Zudem sind aufgrund des demografischen Wandels auch die Bewerberanzahl und -qualität gesunken.

    Die gewerbliche Schule kann heutzutage also nicht mehr alle Ausbildungsinhalte leisten. Hornschuch dagegen ist auf topqualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen, denn die Produkte müssen höchste qualitative Anforderungen erfüllen. Deshalb möchte Hornschuch für seine Azubis die bestmögliche Ausbildung gewährleisten. Hornschuch musste daher praktische Themen der Ausbildung mehr und mehr selbst in Weißbach übernehmen.

    Um dies auch in entsprechendem Rahmen tun zu können, wünschten sich die Ausbilder und Azubis schon seit einigen Jahren eine separate Kunststoff Lehrwerkstatt. Dieses Anliegen haben auch insbesondere Birgit Dörr als Personalverantwortliche und der ehemalige Berufsschullehrer und aktuelle Nachhilfelehrer für Verfahrensmechaniker, Ernst Gruber, sowie die Ausbildungsleiter Erhard Walz und Christian Bäuml vorangetrieben. Die Leistung von Gruber ist besonders hervorzuheben: Er unterrichtet nun als Pensionär technisches Zeichnen, Mathematik und generell technische Zusammenhänge. Die Azubis profitieren von seinem reichen Erfahrungsschatz.

    Zukünftig möchte Hornschuch mehr "zurück zu den Wurzeln" gehen und das erste Lehrjahr weitgehend in der Kunststofflehrwerkstatt ausbilden lassen. Walz kann hier Versuche durchführen lassen und alle kunststoffrelevanten Themen direkt und praktisch vermitteln, so dass die Ausbildungsqualität deutlich steigt.

    Zudem kann der Betrieb nun auch mit den kaufmännischen Azubis technische Versuche machen, damit diese ihr technisches Verständnis schärfen können. Außerdem können Schulkooperationen und Schulklassen direkt Projekte im Ausbildungs-Center umsetzen oder Praktika durchführen.

     

    Text- und Bildquelle: Konrad Hornschuch AG, Prisca Bollgönn vom 02.08.2017

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