• Menü schließen
  •  

    Aktueller Arbeitsmarktbericht

    Arbeitslosigkeit hat leicht zugenommen

    Ende Dezember wurden 200.855 Arbeitslose gezählt, 1,9 Prozent mehr als im Vormonat und 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. 102.095 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 98.760 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent nach 3 Prozent im Vorjahr. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr ist vor allem durch die deutlich zurückgegangene Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes insbesondere im Bereich der Zeitarbeit verursacht, nicht durch Entlassungen“, erläutert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Trotz konjunkturbedingter Dellen in einigen Branchen schätzt er daher die Lage in Baden-Württemberg grundsätzlich positiv ein: „Insgesamt ist der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg gut für die Herausforderungen des Jahres 2020 gerüstet.“

    Weit überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind Ältere und Ausländer. Dabei verläuft die Entwicklung regional sehr unterschiedlich: In der Arbeitslosenversicherung fällt der Anstieg im Vorjahresvergleich in der Region Rottweil – Villingen-Schwenningen am höchsten aus. Nun sei es für Unternehmen und Beschäftigte an der Zeit, sich fit zu machen für die digitale Zukunft und sich verändernde Strukturen am Arbeitsmarkt, erinnert Christian Rauch: „Arbeitsagenturen und Jobcenter stehen bereit, um Arbeitslose und Unternehmen mit entsprechenden Weiterbildungsangeboten bei der An-schluss- oder Weiterbeschäftigung zu unterstützen. Denn Aus- und Weiterbildung sind nach wie vor die beste Vorbeugung gegen Arbeitslosigkeit.“

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Arbeitslosigkeit zum Jahresende angestiegen - Quote bei 3,4 Prozent

    „Der Winter hat sich bislang von seiner milden Seite gezeigt und wenig Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Typisch in dieser Jahreszeit ist, dass es insgesamt verhaltener zugeht. Für den aktuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit ist aber auch die konjunkturelle Abkühlung verantwortlich. Mit dem Ergebnis, dass wir mehr arbeitslose Menschen haben als im Dezember der beiden Vorjahre. Gleichzeitig registrieren wir aber einen weiteren Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in unserem Agenturbezirk. Von diesen Trends gehen wir auch für das neue Jahr aus: Die Arbeitslosigkeit aber auch die Beschäftigung werden moderat zulegen“, sagt Jürgen Czupalla, Leiter der Heilbronner Arbeitsagentur.

    Arbeitslosigkeit   Die Arbeitslosigkeit ist zum Ende des Jahres angestiegen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn erhöht sich die Zahl der Menschen ohne Job um 172 auf 9 337. Die Arbeitslosenquote erhöht sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 3,4 Prozent. Im Dezember 2019 lag die Quote noch bei 3,2 Prozent. In Baden-Württemberg steigt die Quote um 0,1 auf 3,2 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind zum Statistiktermin 4 676 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 222 Arbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 781 Personen oder 20,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist im Vergleich zum November dagegen gesunken. Die Jobcenter für den Stadt- und Landkreis Heilbronn verzeichnen 4 661 Arbeitslose. Das sind 50 weniger als im Vormonat und 127 weniger als noch vor einem Jahr (minus 2,7 Prozent).

    Entwicklung nach Personengruppen

    Zum Jahresende sind 4 110 Frauen arbeitslos gemeldet, 56 mehr als im November. Bei den Männern nimmt die Zahl der Arbeitslosen um 116 auf 5 227 zu. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren steigt gegenüber dem Vormonat um 43 auf 923 Personen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit erhöht sich um 0,1 auf 2,9 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie noch bei 2,4 Prozent. Bei den Älteren hat die Arbeitslosigkeit ebenfalls zugelegt. 3 168 Frauen und Männer in der Alterskategorie 50 plus sind im Dezember arbeitslos gemeldet, 60 mehr als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren 3 079 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen.

    Arbeitskräftenachfrage

    625 Arbeitsplätze sind den Vermittlungsfachkräften in den letzten vier Wochen des Jahres 2019 von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 217 weniger als im November. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat auf 3 051 (minus 1 274) deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 2 143 oder 41,3 Prozent weniger.

    Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

    Aufwärts zeigt dagegen weiterhin die Kurve bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Zum Stichtag 30. Juni 2019 (das ist die aktuellste Auswertung) arbeiteten fast 218 000 Personen im Agenturbezirk sozialversicherungspflichtig – das waren knapp 4 400 oder 2,1 Prozent mehr als noch im Juni 2018.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Stimmungsbarometer des Arbeitsmarktes zum Jahresende sehr unterschiedlich

    Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim gestiegen. Insgesamt sind 9.298 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 202 Arbeitslose mehr (Plus 2,2 Prozent) als im Vormonat, 627 mehr als im Dezember 2018 (Plus 7,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt zum vierten Mal in Folge bei 2,7 Prozent. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent.

    „Das Stimmungsbarometer schlägt im letzten Monat des Jahres in unterschiedliche Richtungen aus. Zum einen in eine sehr positive Richtung, da bei Firmen im Baubereich oder Handwerk die Auftragsbücher gut gefüllt und die Jahresumsätze beeindruckend sind. Zum anderen in eine Richtung, die vorsichtig abwartend bis abwärtsgerichtet ist wie beispielsweise bei Betrieben im verarbeitenden Gewerbe und stark exportabhängige Firmen. Diese spüren die Unsicherheiten auf dem Weltmarkt und deren Folgen deutlich“, führt Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, an. Im Dezember wurden 1.222 neue Stellen gemeldet, 108 mehr als im Vormonat (Plus 9,7 Prozent), 668 (Minus 35,3 Prozent) weniger als im Dezember 2018. Insgesamt waren 5.261 offene Stellen gemeldet, 1.596 weniger (Minus 23,3 Prozent) als im Vormonat, 2.691 (Minus 33,8 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Im Dezember waren 3.081 Menschen arbeitslos gemeldet, 77 oder 2,6 Prozent mehr als im November und 143 (4,9 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 961 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 884 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 533 Stellen gemeldet (Dezember 2018: 602), 67 oder 14,4 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.991; 21,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,3 Prozent (Vormonat 2,3 Prozent). Im Dezember waren 1.578 Menschen arbeitslos gemeldet, acht oder 0,5 Prozent weniger als im November und 116 (7,9 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 390 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 378 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 173 Stellen gemeldet (Dezember 2018: 268), 20 oder 13,1 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 856; 35,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Im Dezember waren 2.067 Menschen arbeitslos gemeldet, 41 oder 2,0 Prozent mehr als im Vormonat und 175 (9,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 646 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 605 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 336 Stellen gemeldet (Dezember 2018: 762). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.619; 42,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 3.902 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.396. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 42,0 Prozent.

    Von den 3.081 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.324 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (November 2019: 1.330). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1.757 Arbeitslose (November 2019: 1.674).

    Von den 1.578 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 619 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (November 2019: 612). Die Arbeitsagentur im Hohen-lohekreis betreute 959 Arbeitslose (November 2019: 958).

    Von den 2.067 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 847 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (November 2019: 819). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.220 Arbeitslose registriert (November 2019: 1.207).

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

    07.01.2020 Aktueller Arbeitsmarktbericht // Dezember 2019 MEHR ERFAHREN
    23.12.2019 Bürkert-Erfolgsprojekt QIP geht nach drei Jahren zu Ende // „Es... MEHR ERFAHREN
    13.12.2019 Markus Mettler von ebm-papst in den Vorstand der... MEHR ERFAHREN
     
    Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH | Weipertstraße 8-10 | 74076 Heilbronn | Telefon 0049 - 7131-7669-860
     
     

    NEWSLETTER

    Immer auf dem neuesten Stand – mit dem Newsletter der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH