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    Aktueller Arbeitsmarktbericht

    „Die Folgen der Corona-Krise für den Arbeitsmarkt zeigen sich noch nicht in der Arbeitsmarktstatistik für März 2020“

    Ende März wurden 214.118 Arbeitslose gezählt, 1,6 Prozent weniger als im Vormonat und 10,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. 112.026 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 102.092 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr. 

    Die Daten der amtlichen Märzstatistik wurden zum Stichtag 12. März erhoben; das heißt vier Tage bevor die wirtschaftlichen Aktivitäten im Land durch die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus stark eingeschränkt wurden.  Am 12. März war davon noch nichts zu spüren. „Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zeigt sich im März noch weitgehend stabil“, erklärt Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 3.402 Personen ist jedoch weniger, als man üblicherweise für diesen Monat erwarten dürfte. So sind insgesamt 21.055 Personen mehr arbeitslos als im März 2019. Die wirtschaftliche Eintrübung, die sich bereits in den Vormonaten abzeichnete, setzt sich in diesen Zahlen fort.“ Christian Rauch unterstreicht, dass die Auswirkungen der Einschränkungen durch Corona in diesen Zahlen noch nicht ersichtlich seien.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Coronakrise noch nicht in der Arbeitsmarktstatistik angekommen

    „Unsere Arbeitsmarktstatistik hat immer einen zeitlichen Nachlauf, da die Aufbereitung der Daten eine gewisse Zeit dauert. Deshalb geben die Zahlen des Arbeitsmarktberichts für den März nicht die derzeitige Situation auf unserem Arbeitsmarkt wider. Ausgelöst durch die Coronakrise hat sich in den letzten Tagen eine enorme Dynamik entwickelt, die wir so noch nie erlebt haben und die uns vor ganz neue Herausforderungen stellt“, sagt Jürgen Czupalla, der Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.  „Zurzeit erhalten wir aus allen Bereichen der Wirtschaft extrem viele Anfragen zur Kurzarbeit. Wir haben deshalb viele Beschäftigte intern umgesetzt und massiv die Bereiche personell aufgestockt, die telefonisch beraten und die Geldleistungen auszahlen. Im April rechnen wir mit einem weiteren deutlichen Anstieg bei den Anzeigen zur Kurzarbeit.“

    Arbeitslosigkeit

    Im Berichtsmonat sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 9 998 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 26 Personen weniger als im Februar aber 1 121 Personen mehr als im März 2019. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 auf 3,6 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) sind im  März 5 105 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 76 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das aber einen Anstieg von 1 054 oder 26 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II; Hartz IV) ist gegenüber dem Februar leicht angestiegen. Die im Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im März 4 893 Arbeitslose. Das sind 50 mehr als im Vormonat und 67 mehr als vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im März sind 4 243 Frauen arbeitslos gemeldet, 99 weniger als im Februar. Bei den Männern ist ein Anstieg um 73 auf 5 755 zu verzeichnen. Bei den Jüngeren hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat leicht zugelegt. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 40 auf jetzt 994 gestiegen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit steigt um 0,2 auf 3,2 Prozent an. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 2,6 Prozent bei 804 arbeitslosen jungen Menschen. Am anderen Ende der Alterspyramide werden weniger Arbeitslose gezählt.  3 354 Männer und Frauen in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im März arbeitslos gemeldet, 36 weniger als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren 3 054 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice sind im März 750 neue Jobangebote von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 111 weniger als vor einem Monat und 268 weniger als vor einem Jahr. Aus einem Bestand von 3 055 Stellen kann die Arbeitsagentur derzeit vermitteln, ein Minus von zehn gegenüber dem Februar und ein Minus von 1 898  (- 38,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

    Coronakrise

    Aufgrund der Coronakrise ist die Nachfrage der Betriebe nach Kurzarbeit um ein Vielfaches angestiegen. Die Anfragen kommen aus allen Bereichen der Wirtschaft. Die Agentur für Arbeit Heilbronn hat als Reaktion darauf das Personal in den Fachgebieten, die jetzt besonders gefordert sind durch interne Umsetzungen aus anderen Teams massiv hochgefahren. Ziel ist es, die außergewöhnlich gestiegene Zahl der Anfragen zu bearbeiten und gleichzeitig die Geldleistungen schnellstmöglich auszuzahlen. Die Arbeitsagentur Heilbronn und die Jobcenter Stadt Heilbronn und Landkreis Heilbronn sind derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen – sind aber weiterhin für die Kunden da.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Zahl der Arbeitslosen sinkt im Februar

    Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim leicht gesunken. Insgesamt sind 10.273 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 200 Arbeitslose (Minus 1,9 Prozent) weniger als im Vormonat, 1.004 mehr als im Februar 2019 (Plus 10,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozent auf 3,0 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,5 Prozent.

    „Ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar ist in den letzten Jahren zu einer normalen Entwicklung geworden. Daran änderte auch die aktuelle wirtschaftliche Lage und die politischen Unsicherheiten nichts“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Bis auf den Personenkreis der unter 25-jährigen ging die Arbeitslosigkeit bei allen anderen wie zum Beispiel den Langzeitarbeitslosen, Älteren und Schwerbehinderten zurück. „Der leichte Anstieg bei den Jüngeren im Februar ist üblich. Ausbildungen mit einer Dauer von zweieinhalb und dreieinhalb Jahren sowie Nachprüfungen sind im Februar abgeschlossen. Da es nicht immer mit der nahtlosen Übernahme oder eines Stellenwechsels klappt, erfolgt eine Arbeitslosmeldung von kurzer Dauer“, führt die Agenturleiterin an.

    Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe hat im Februar wieder etwas Fahrt aufgenommen. Im Februar wurden 1.507 neue Stellen gemeldet, 552 mehr als im Vormonat (Plus 57,8 Prozent), 602 (Minus 28,5 Prozent) weniger als im Februar 2019. Insgesamt waren 5.642 offene Stellen gemeldet, 332 mehr (Plus 6,3 Prozent) als im Vormonat, 2.165 (Minus 27,7 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

    „Fachkräfte sind gesucht. Und mit einer abgeschlossenen Ausbildung schafft man sich die beste Grundlage für die Zukunft und weitere Karriereschritte in Richtung Meister, Techniker oder in ein anschließendes Studium“, so Karin Käppel und weist auf die bundesweite Woche der Ausbildung hin, bei der sich auch die Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim beteiligt. Ausbildung ist aber nicht nur Thema für Schulabgänger, sondern auch für berufliche Wiedereinsteiger, für Studienabbrecher oder für Frauen und Männer mit Ausbildung, die lange berufsfremd gearbeitet haben. „Wir bieten umfassende Beratungs- und Unterstützungsangebote auf dem Weg zum beruflichen Ziel an- unabhängig von Alter und beruflicher Vorbildung, ob arbeitslos oder beschäftigt. Und die Beratung und Förderung Beschäftigter in den Unternehmen wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen“, ist die Agenturleiterin überzeugt.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent). Im März waren 3.223 Menschen arbeitslos gemeldet, 116 oder 3,5 Prozent weniger als im Februar und 166 (Plus 5,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.  980 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.101 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 387 Stellen gemeldet (März 2019: 656), 269 oder 41,0 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.250; 11,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent (Vormonat 2,5 Prozent). Im März waren 1.675 Menschen arbeitslos gemeldet, 12 oder 0,7 Prozent weniger als im Februar und 162 (10,7 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 476 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 483 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 109 Stellen gemeldet (März 2019: 222), zwei oder 1,9 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 989; 21,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im März waren 2.349 Menschen arbeitslos gemeldet, 44 oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat und 423 (22,0 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 725 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 765 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 345 Stellen gemeldet (März 2019: 596). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.783; 36,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.115 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.853. Der Anteil der Ar-beitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Be-stand beträgt 41,3 Prozent.

    Von den 3.223 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.389 Ar-beitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (Februar 2020: 1.408). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1.834 Ar-beitslose (Februar 2020: 1.931).

    Von den 1.675 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 632 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Februar 2020: 628). Die Arbeitsagentur im Hohenlo-hekreis betreute 1.043 Arbeitslose (Februar 2020: 1.059).

    Von den 2.349 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 912 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Februar 2020: 900). Die Geschäftsstellen der Ar-beitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.437 Arbeitslose registriert (Februar 2020: 1.493).

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

     
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