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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Februar 2018


    Februar: Beschäftigungschancen bleiben gut  

    Im Februar ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vormonat gesunken. Insgesamt waren 207.776 Personen arbeitslos, 4.357 oder 2,1 Prozent weniger als im Januar. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergibt dies eine Quote von 3,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gesunken (minus 22.245). Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,8 Prozent.
     

    Der Arbeitsmarkt im Land zeigt sich in einer robusten Verfassung und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist weiterhin auf hohem Niveau. „ Die Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltet sich immer schwieriger, des-halb müssen wir gemeinsam die Wege zur Fachkraft flexibler gestalten und auch Alternativen wagen. Was hindert uns, die berufliche Ausbildung von Menschen über 25 Jahren zu forcieren und mehr Ausbildungen in Teilzeit anzubieten?“ sagt Martina Musati, Geschäftsführerin operativ der Regionaldirektion Baden-Württemberg.  

    Die Arbeitsagenturen und Jobcenter können Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Sachen berufliche Aus – und Weiterbildung gezielt beraten und finanziell unterstützen. Wichtig ist Musati, dass insbesondere die knapp 50 Prozent der Arbeitslosen in Baden-Württemberg, die über keine adäquate berufliche Qualifikation verfügen, davon profitieren. „Dann gewinnen beide Seiten. Arbeitslose können so zu den Fachkräften werden, die die Unternehmen dringend brauchen“.  

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg) 

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn  

    Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit Quote unverändert bei 3,7 %  

    „Die wenigen Tage mit Schnee und Frost sorgten für ein kurzes, saisonal bedingtes Ansteigen der Arbeitslosenzahlen. Unser Arbeitsmarkt entwickelt sich im normalen Bereich. Besonders erfreulich ist die Zunahme beim Arbeitskräftebedarf. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Arbeitgeber eine große Einstellungsbereitschaft zeigen. Wir werden diese Entwicklung nutzen und weiter dafür sorgen, dass Arbeitslose auch mit Unterstützung unserer Qualifizierungsmaßnahmen wieder eine Beschäftigung finden“, sagt Jürgen Czupalla, der Leiter der Heilbronner Arbeitsagentur, zur aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt.  

    Arbeitslosigkeit  

    Es war nur eine kurze Winterpause, die auf dem heimischen Arbeitsmarkt in den letzten beiden Monaten für steigende Arbeitslosenzahlen sorgte: Im Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Heilbronn um 33 auf 9 754 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren aber 889 Menschen weniger arbeitslos (minus 8,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt unverändert bei 3,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,1 Prozent.  

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung  

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) waren im Februar 4 471 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 27 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 577 oder 11,4 Prozent.  

    Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) hat gegenüber dem Vormonat zugenommen. Die im Agenturbezirk Heilbronn ansässigen Jobcenter registrierten im Februar 5 283 Arbeitslose. Das waren 60 mehr als im Vormonat, je-doch 312 weniger als im Vorjahr (minus 5,6 Prozent).

    Entwicklung nach Personengruppen 

    Im Februar waren 4 395 Frauen arbeitslos gemeldet, 35 weniger als vor 4 Wochen. Bei den Männern ist die Zahl der Arbeitslosen um 68 auf 5 359 Personen angestiegen. Bei den Jüngeren ist die Arbeitslosigkeit leicht angestiegen. Insgesamt waren 958 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, das sind 47 mehr als vor einem Monat. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit er-höhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 3,1 Prozent. Im Februar des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 3,6 Prozent. Damals waren 1 076 junge Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

    Bei den über 50-Jährigen ist die Arbeitslosenzahl in den letzten vier Wochen leicht angestiegen: Derzeit sind 3 356 Menschen arbeitslos gemeldet, die 50 Jahre oder älter sind. Das sind 39 mehr als im Vormonat aber 156 Personen weniger als vor einem Jahr.  

    Arbeitskräftenachfrage  

    Deutlich belebt zeigt sich der Stellenmarkt: Verzeichnete die Agentur für Arbeit Heilbronn noch im Januar einen Zugang von 779 neuen Jobangeboten, waren es im Februar bereits 1 300. Es wird erwartet, dass diese Entwicklung im Zuge der Frühjahrsbelebung anhält. Die Vermittlungsfachkräfte im Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur können aus einem Bestand von 4 542 Stellen vermitteln.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)    

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim  

    Arbeitsmarkt zeigt sich im Februar nicht von seiner frostigen Seite  

    Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk wieder unter die 10.000er Marke gesunken. Im aktuellen Monat sind 9.875 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 253 weniger als im Januar und 1.582 (Minus 13,8 Prozent) weniger Arbeitslose als im Februar 2017. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt wie im Vormonat bei 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,4 Prozent. 

    „Der Winter startet kältetechnisch noch einmal durch, die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist jedoch alles andere als frostig“, fasst Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zusammen.  

    „Diese Entwicklung zeigt sich jedes Jahr. Doch heißt das nicht, dass die gute konjunkturelle Lage eine Delle bekommen hat. Denn im Jahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit insgesamt deutlich zurückgegangen“, erläutert Karin Käppel. So sind jetzt im Januar 13,8 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Januar 2017. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,0 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie noch bei 3,6 Prozent.  

    „Bis auf die Jüngeren unter 25 Jahren ging die Arbeitslosigkeit bei allen Personenkreisen zurück. Dieser Anstieg ist normal, da im Februar üblicherweise die dreieinhalbjährigen Ausbildungen enden und Nachprüfungen abgeschlossen sind. Nicht alle werden unmittelbar übernommen und melden sich deshalb oder wegen eines Stellenwechsels vorübergehend arbeitslos“, so Karin Käppel.  

    Die Zahl der gemeldeten Stellenangebote zeigt deutlich, wie dringend Betriebe Mitarbeiter suchen. Insgesamt waren im Februar 7.475 offene Stellenangebote bei der Arbeitsagentur gemeldet, das sind 158 mehr (Plus 2,2 Prozent) als im Vormonat und 1.244 (Plus 20,0 Prozent) mehr als im Februar 2017. Arbeitgeber haben in diesem Monat 2.257 neue Stellen gemeldet.

    Die Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind sehr gut. Eine gute Ausbildung ist die Eintrittskarte für einen erfolgreichen Berufsweg. Doch aufgrund der demografischen Entwicklung und dem anhaltenden Trend, weiterführende Schulen zu besuchen oder zu studieren, ist es für viele Betriebe schwierig geworden, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen.  

    „Das duale Ausbildungssystem bietet viele Vorteile- nicht nur für Schulabgänger aus allen Schultypen, sondern auch für Studienabbrecher, für Umschüler, für Wiedereinsteiger und für nicht mehr ganz junge Menschen, die keine oder keine verwertbare Ausbildung haben“, betont die Agenturleiterin. Jugendlichen und Eltern die Vorteile einer Berufsausbildung noch stärker sichtbar machen und Betriebe und junge Menschen enger zusammenzubringen sind die Ziele der bundesweiten „Woche der Ausbildung“, die jährlich von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt wird. Auch die Agentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim beteiligt sich mit zahlreichen regionalen Aktionen.  

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall  


    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent (Vormonat 3,0 Prozent). Es wurden im Februar 3.247 Arbeitslose gezählt, 108 weniger als im Januar, 548 weniger als im Vorjahresmonat. 984 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.091 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 874 Stellenangebote gemeldet (Februar 2017: 689). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.565; 25,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis  

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,5 Prozent). Es wurden im Februar 1.565 Arbeitslose gezählt. Das sind 97 Menschen weniger als im Januar und 281 weniger als im Vorjahresmonat.
    492 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 581 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 434 Stellenangebote im Februar aufgegeben (Februar 2017: 398). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.544; 29,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis  

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,0 Prozent (Vormonat 3,0 Prozent). Im Februar waren 2.272 Menschen arbeitslos gemeldet, 14 weniger als im Vormonat, 296 weniger als im Februar 2017. 734 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 736 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 661 Stellenangebote gemeldet (Februar 2017: 676). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.288; 11,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen  

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.517 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.358. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 45,7 Prozent.  

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Februar 1.620 Arbeitslose registriert (Januar: 1.693). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.627 Arbeitslose (Januar: 1.662).  

    Von den 1.565 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 677 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Januar: 755). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Februar 888 Arbeitslose registriert (Januar: 907).  

    Von den 2.272 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 981 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Januar: 1.008). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.291 Arbeitslose registriert (Januar: 1.278).  

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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