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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Januar 2018

    Saisonüblicher Anstieg im Januar  

    Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat, dem üblichen jahres-zeitlichen Trend folgend, gestiegen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen steigt die Quote im Januar auf 3,5 Prozent. Die Arbeitslosenzahl steigt im Vergleich zum Vormonat um 16.158 (plus 8,2 Prozent) auf 212.133 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg jedoch gesunken (minus 21.535). Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,9 Prozent.  

    „Wie im Januar üblich steigt auch in Baden-Württemberg die Arbeitslosigkeit an“, erklärt Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Zum einen liege das an auslaufen-den Arbeitsverträgen Ende Dezember, zum anderen an den Witterungsbedingungen, die sich negativ auf Arbeiten im Freien auswirken. „Beim Vergleich mit Januar 2017 sieht man jedoch, wie positiv sich der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg entwickelt. Der Bestand an Arbeitslosen hat sich um gut neun Prozentpunkte verringert. Seit 1993 hatten wir nicht mehr so niedrige Arbeitslosenzahlen.“ Sowohl bei Jugendlichen (minus 13,1 Prozent) also auch bei Älteren über 50 Jahren (minus 6,4 Prozent) verzeichnet Baden-Württemberg einen überdurchschnittlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat.  

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)  

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn  

    Saisoneffekt zum Jahresauftakt:
    Anstieg der Arbeitslosigkeit
     

    „Der Arbeitsmarkt reagiert nicht allein auf konjunkturelle, sondern auch auf saisonale Einflüsse. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn bietet daher keinen An-lass zu erhöhter Sorge. Alles deutet darauf hin, dass er saisonal bedingt ist.“ beschreibt Jürgen Czupalla, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Trotz des bisher milden Winters ruhen viele Außenarbeiten. Zudem tragen der traditionelle Kündigungstermin zum Jahresende sowie das Aus bei befristeten Arbeitsverträgen zur Zunahme bei.“  

    Arbeitslosigkeit  

    Schnee und Eis lassen zwar noch auf sich warten – trotzdem fordert der Winter seinen Tribut auf dem Arbeitsmarkt. Im Januar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Heilbronn um 668 auf 9721 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren aber 1106 Menschen weniger arbeitslos (minus 10,2 Prozent).  

    Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen erhöhte sich um 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent. Vor einem Jahr lag diese noch bei 4,2 Prozent. Landesweit stieg die Quote von 3,2 auf 3,5 Prozent.  

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung  

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) waren im Januar 4498 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 487 Personen mehr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das jedoch einen Rückgang von 656 oder 12,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) hat gegenüber dem Vormonat ebenfalls zugenommen. Die im Agenturbezirk Heilbronn ansässigen Jobcenter registrierten im Januar 5223 Arbeitslose. Das waren 181 mehr als im Vor-monat, jedoch 450 weniger als im Vorjahr (minus 7,9 Prozent).  

    Entwicklung nach Personengruppen  

    Im ersten Monat des Jahres waren 4430 Frauen arbeitslos gemeldet, 240 oder 5,7 Prozent mehr als im Dezember. Bei den Männern war eine Zunahme um 428 (plus 8,8 Prozent) auf 5291 zu verzeichnen. Der stärkere Anstieg an männlichen Arbeitslosen ist ein Indiz für die jahreszeitliche Flaute in den wetterabhängigen Branchen, in der mehrheitlich Männer beschäftigt sind. Zugenommen hat die Arbeitslosigkeit auch bei den jüngeren Menschen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gegenüber dem Dezember um 55 auf jetzt 911 angestiegen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 3,0 Prozent. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 3,7 Prozent. Damals waren 1104 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Deutlicher ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei der Gruppe der über 50-Jährigen. 3317 Männer und Frauen waren im Januar arbeitslos gemeldet, 172 mehr als im Dezember. Vor Jahresfrist waren noch 3574 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 7,2 Prozent mehr als heute. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen – das sind alle Personen, die ein Jahr und länger bei den Agenturen für Arbeit oder bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet sind – ist ebenfalls angestiegen. Gegenüber dem Dezember hat sie zwar um 67 auf jetzt 2650 zugenommen (plus 2,6 Prozent), liegt damit aber noch unter dem Wert des Vorjahres. Vor zwölf Monaten waren noch 3009 Personen mehr langzeitarbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 11,9 %. „Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr ist erfreulich“, so Jürgen Czupalla, „Trotzdem werden wir in diesem Jahr unsere Anstrengungen zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt weiter intensivieren.“  

    Arbeitskräftenachfrage  

    Saisonbedingt ist der Arbeitskräftebedarf zu Beginn des Jahres etwas zurückgegangen. Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice, den die Agentur für Arbeit Heilbronn zusammen mit den Jobcentern in Heilbronn organisiert, wurden im Januar 779 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 270 oder 25,7 Prozent weniger als vor einem Monat und 36 oder 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Dezember auf 4429 (minus 207) zurückgegangen.  

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)    

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim  

    Januar lässt die Arbeitslosenzahlen steigen  

    Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk auf 10.128 gestiegen. Das sind 1.077 mehr als im Dezember, jedoch 1.626 weniger Arbeitslose als im Januar 2017. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, stieg von Dezember auf Januar um 0,3 Prozent auf aktuell 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,5 Prozent.

    „Auch im ersten Monat des Jahres zeichnet sich der regionale Arbeitsmarkt durch Stabilität aus- trotz gestiegener Arbeitslosenzahlen. In vielen Branchen, insbesondere im Bau- und Baunebengewerbe sowie im Garten-und Landschaftsbau, werden Mitarbeiter in den Wintermonaten vorübergehend entlassen. Auch auslaufende befristete Arbeitsverhältnisse und Kündigungen zum Quartalsende schlagen zu Buche“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.  

    „Diese Entwicklung zeigt sich jedes Jahr. Doch heißt das nicht, dass die gute konjunkturelle Lage eine Delle bekommen hat. Denn im Jahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit insgesamt deutlich zurückgegangen“, erläutert Karin Käppel. So sind jetzt im Januar 13,8 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Januar 2017. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,0 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie noch bei 3,6 Prozent.  

    Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe ist weiterhin hoch und bietet Chancen für Arbeitsuchende. Insgesamt waren im Januar 7.317 offene Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit gemeldet, das sind 207 weniger als im Vormonat, doch 1.335 (22,3 Prozent) mehr als im Januar 2017. Arbeitgeber haben im Januar dem Arbeitgeberservice 1.369 neue Stellen gemeldet.  

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall  

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent). Es wurden im Januar 3.355 Arbeitslose gezählt, 295 mehr als im Dezember, 541 weniger als im Vorjahresmonat. 1.068 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 767 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 468 Stellenangebote gemeldet (Januar 2017: 365). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.411; 20,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis  

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent (Vormonat 2,3 Prozent). Es wurden im Januar 1.662 Arbeitslose gezählt. Das sind 134 Menschen mehr als im Dezember, jedoch 271 weniger als im Vorjahresmonat. 497 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 357 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 296 Stellenangebote im Januar aufgegeben (Januar 2017: 165). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.514; 32,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis  

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,0 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Im Januar waren 2.286 Menschen arbeitslos gemeldet, 346 mehr als im Vormonat, 323 weniger als im Januar 2017. 885 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 539 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 409 Stellenangebote gemeldet (Januar 2017: 385). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.239; 13,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen  

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.698 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.430. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 46,4 Prozent.  

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Januar 1.693 Arbeitslose registriert (Dezember: 1.626). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.662 Arbeitslose (Dezember: 1.434).  

    Von den 1.662 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 755 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Dezember: 703). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Januar 907 Arbeitslose registriert (Dezember: 825).  

    Von den 2.286 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1.008 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Dezember: 919). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.278 Arbeitslose registriert (Dezember: 1.021).  

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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