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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Juli 2018

    Arbeitslosigkeit hat leicht zugenommen

    Ende Juli wurden 190.476 Arbeitslose gezählt, 1,6 Prozent mehr als im Vormonat und 9,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. 86.265 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 104.211 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent nach 3,4 Prozent im Vorjahr.

    Saisonal bedingt durch die Beendigung von Arbeits- und Ausbildungsverhält-nissen ist die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg im Juli leicht auf 3,1 Prozent gestiegen – ein deutlich besserer Wert als in den letzten beiden Jahren (2016: 3,8 Prozent, 2017: 3,4 Prozent). Damit setzt sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt fort. Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg, weist insbesondere auf den Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit hin, die noch im Vorjahr um 12 Prozent höher lag: „Erfreulich ist, dass die Langzeitarbeitslosigkeit noch stärker zurückgegangen ist als die Arbeitslosigkeit insgesamt. In den letzten zwei Jahren konnten auch Langzeitarbeitslose von der guten Konjunktur erstmalig profitieren.“ Vor kurzem hat die Bundesregierung ein „Programm für soziale Teilhabe“ angekündigt, laut dem neben gemeinnützigen Institutionen nun erstmals auch private gewerbliche Unternehmen Unterstützung bei der Einstellung von Langzeitarbeitslosen erhalten sollen. Ein zielführender Ansatz, lobt Christian Rauch: „Je näher man an den betroffenen Menschen und ihren Bedürfnissen bleibt, desto lösungsorientierter und desto weniger ideologisch sind die Diskussionen.“

    Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit, Jugendliche saisonbedingt besonders betroffen, Langzeitarbeitslose profitieren von der guten Wirtschaftslage

    Ende Juli wurden 9.335 Arbeitslose gezählt, 0,7 Prozent mehr als im Vormonat und 3,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. 4.105 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) und 5.230 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 Prozent nach 3,6 Prozent im Vorjahr.

    "Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist kein Anlass zur Besorgnis" beruhigt Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn. "Aufgrund des Schul- und Ausbildungsendes melden sich saisonbedingt in den Sommermonaten verstärkt junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Viele wissen schon, wie es nach der Sommerpause weitergeht. Auch bei den anderen stehen die Chancen auf eine Anschlussbeschäftigung gut" ist sich Jürgen Czupalla sicher. Dass der Arbeitsmarkt noch immer positiv ge-stimmt ist, zeigt auch der erneute Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den lang-zeitarbeitslos gemeldeten Menschen beider Rechtskreise sowie den über 50jährigen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Arbeitslosigkeit um 339 oder 3,5 Prozent gesunken.

    Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent.

    Hohe Dynamik der Arbeitslosigkeit

    Im Laufe des Monats haben sich 3.186 Personen arbeitslos gemeldet. Alleine 1071 haben sich aus einer Ausbildung und sonstigen Maßnahmenteilnahme heraus arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 3.118 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.

    Uneinheitliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

    Die Arbeitslosigkeit der Männer sank gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent, die der Frauen ging um 6,3 Prozent zurück. Bei den Jugendlichen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent oder 14 Personen. Ihre Arbeitslosenquote lag bei 3,4 Prozent, 0,1 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Im Juli gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 5,2 Prozent (oder 172) weniger als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent (9 Personen weniger).

    Stellenbestand im Vorjahresvergleich gestiegen

    Im Monatsverlauf meldeten die Arbeitgeber 1.304 Stellen. Am Monatsende konnten die Vermittlungsfachkräfte aus einem Fundus von 5.151 offenen Stellen schöpfen, 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Sommerflaute kaum spürbar auf dem Arbeitsmarkt

    Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk leicht gestiegen. Im aktuellen Monat sind 8.954 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 67 mehr als im Juni, aber 932 (Minus 9,4 Prozent) weniger Arbeitslose als im Juli 2017. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, ist um 0,1 Prozent gestiegen und liegt aktuell bei 2,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,1 Prozent.

    „Jedes Jahr melden sich im Juli üblicherweise vermehrt junge Erwachsene nach beendeter Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos. Dies ist eine jahreszeitlich typische Entwicklung. Nach der Urlaubszeit und Sommerpause werden viele von ihnen mit neuen Arbeitsverträgen wieder beschäftigt sein; einige werden eine weiterführende Schule besuchen oder studieren“, sagt Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

    Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind auch im Juli positiv trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen. „Die Beschäftigungszahlen sind sehr gut und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt auf einem hohen Niveau weiter an“, so Karin Käppel. Im Juli waren insgesamt 8.304 freie Stellen gemeldet, 386 mehr als im Vor-monat (Plus 4,9 Prozent) und 1.170 mehr als im Juli 2017 (Plus 16,4 Prozent). Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur in diesem Monat 2.121 neue Stellen gemeldet.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Es wurden im Juli 3.042 Arbeitslose gezählt, 42 mehr als im Juni, 220 weniger als im Vorjahresmonat. 958 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 907 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 741 Stellenangebote gemeldet (Juli 2017: 768). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.771; 12,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,3 Prozent (Vormonat 2,3 Prozent). Es wurden im Juli 1.521 Arbeitslose gezählt. Das sind 9 mehr als im Juni, aber 138 weniger als im Vorjahresmonat. 452 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 443 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.  Arbeitgeber haben 353 Stellenangebote im Juli aufgegeben (Juli 2017: 460). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.642; 18,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,5 Prozent (Vormonat 2,5 Prozent). Im Juli waren 1.902 Menschen arbeitslos gemeldet, 28 mehr als im Vormonat, 279 weniger als im Juli 2017. 647 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 625 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 723 Stellenangebote gemeldet (Juli 2017: 721). Der Be-stand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.686; 18,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.342 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4.612. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 48,5 Prozent.

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Juli 1.552 Arbeitslose registriert (Juni: 1.639). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.490 Arbeitslose (Juni: 1.361).

    Von den 1.521 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 703 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Juni: 701). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Juli 818 Arbeitslose registriert (Juni: 811).

    Von den 1.902 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 897 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Juni: 915). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.005 Arbeitslose registriert (Juni: 959).

    Der Ausbildungsmarkt

    Wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres zeigt das Geschehen auf dem Ausbildungsmarkt zwei Seiten einer Medaille. Junge Menschen haben die Wahl unter so vielen Ausbildungsstellen wie noch nie. Gleichzeitig tun sich nicht nur kleinere und mittelständische Betriebe schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Beim Business Talk der Arbeitsagentur Ende Juni wurde den Unternehmen aufgezeigt, wie sie den Jugendlichen als attraktiver Ausbildungsbetrieb auffallen. „Denn wer nicht auffällt, fällt weg“, lautet eine wichtige Grundregel für erfolgreiche Nachwuchsgewinnung.

    Viele interessante Stellen mit tollen Karrieremöglichkeiten nach der Ausbil-dung warten auf Bewerber. Auch auf Bewerber, die keine Traumnoten haben und noch etwas Zeit brauchen, um sich weiter entwickeln zu können. Doch dazu brauchen sie Unternehmen, die ihnen auch eine Chance dazu geben und ihre Einstellungsvoraussetzungen nicht zu hoch schrauben. „Seien Sie bei der Bewerberauswahl etwas mutiger“, wünscht sich Karin Käppel. „Wenn es nicht ganz rund läuft, unterstützten wir Bewerber und Betriebe dabei, die Ausbildung erfolgreich zu meistern. Beispielsweise über die betriebliche Einstiegsqualifizierung, mit ausbildungsbegleitenden Hilfen oder der assistierten Ausbildung“, betont die Agenturleiterin.

    Wer dazu noch räumlich etwas flexibel ist, sich nicht nur auf den einen Beruf fixiert, sondern sich offen für weitere Möglichkeiten zeigt, dem stehen fast alle Wege offen. „Nicht zögern oder Umwege machen-sondern jetzt noch zugreifen und beruflich durchstarten“, so der Tipp von Karin Käppel. Bis Juli wurden der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 5.512 freie Berufsausbildungsstellen gemeldet. Als Bewerber für einen Ausbildungsplatz haben sich 3.500 junge Menschen gemeldet, 6,7 weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rein rechnerisch kommen auf einen Bewerber 1,6 Ausbildungsstellen. Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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