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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Juni 2018

    Zum ersten Mal seit 1993: Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent

    Ende Juni wurden 187.557 Arbeitslose gezählt, 2,2 Prozent weniger als im Vormonat und 9,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. 81.456 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 106.101 auf die Grundsicherung (Jobcenter).

    Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent nach 3,4 Prozent im Vorjahr. Zum ersten Mal sinkt die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg auf 3,0 Prozent, per definitionem spricht man dann von Vollbeschäftigung. „Wir freuen uns natürlich über den sehr stabilen Arbeitsmarkt, von dem alle Personengruppen profitieren“, kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg, die aktuelle Quote. „Auch die Anzahl der langzeitarbeitslosen Menschen hat sich, im Vergleich zum Juni 2017, um 12 Prozent reduziert. Trotzdem haben wir immer noch rund 55.000 Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Wir arbeiten intensiv daran, dass auch diese Personengruppe weiterhin von der guten Wirtschaftslage profitiert“, sagt Christian Rauch. Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen bleibt wie im Vormonat bei 2,2 Prozent.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit, auch Langzeitarbeitslose profitieren weiterhin

    Ende Juni wurden 9.268 Arbeitslose gezählt, 1,4 Prozent weniger als im Vormonat und 3,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. 3.991 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) und 5.277 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent nach 3,6 Prozent im Vorjahr. „Erfreulich ist, dass weiterhin auch Arbeitslose, die länger als ein Jahr bei uns gemeldet sind vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren." zeigt sich Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn, zufrieden. "Allerdings ist die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen im Juni wieder leicht angestiegen. Ein erhöhtes Risiko arbeitslos zu werden und zu bleiben haben weiterhin vor allem Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Daher möchte ich gerne auf die Kampagne "Nicht ohne Berufsausbildung in die Sommerferien" hinweisen. Es gibt noch 1447 unbesetzte Ausbildungsstellen für dieses Jahr in unserer Region. Diese finden Interessierte an unserer Last-Minute-Wall im Berufsinformationszentrum".

    Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent, liegt allerdings noch leicht unter der Quote des Vorjahres.

    Hohe Dynamik der Arbeitslosigkeit

    Im Laufe des Monats haben sich 2.678 Personen arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 2.797 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.

    Uneinheitliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

    Die Arbeitslosigkeit der Männer sank gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent, die der Frauen ging um 5,4 Prozent zurück. Im Juni gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 3,9 Prozent weniger als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent.

    Stellenbestand im Vorjahresvergleich gestiegen

    Im Monatsverlauf meldeten die Arbeitgeber 992 Stellen. Am Monatsende konnten die Vermittlungsfachkräfte aus einem Fundus von 4.821 offenen Stellen schöpfen, 2,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Ausbildungsstellenmarkt

    Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 2972 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, dies waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahres-zeitraum. Zugleich gab es 3791 gemeldete Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 8,7 Prozent. Ende Juni waren 1198 Bewerber noch unversorgt und 1447 Ausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es weniger unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (-7,6 Prozent), die Zahl der freien Ausbildungsplätze war um 20,4 Prozent höher.

    Mehr Beschäftigte als vor einem Jahr

    Die Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung werden jeweils nach einer Wartezeit von sechs Monaten veröffentlicht. Zum letzten Quartalsstichtag Ende Dezember 2017 arbeiteten im Arbeitsagentur-bezirk 211.358 Menschen sozialversicherungspflichtig, 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Branche Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen profitierte am stärksten (15,1 Prozent). Schlusslicht war der Bereich Arbeitnehmerüberlassung (-4,9 Prozent).

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Der Arbeitsmarkt bleibt weiter auf Kurs

    Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk erneut gesunken. Im aktuellen Monat sind 8.887 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 141 weniger als im Mai und 1.029 (Minus 10,4 Prozent) weniger Arbeitslose als im Juni 2017. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, hat sich um 0,1 Prozent verringert und liegt jetzt bei 2,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,0 Prozent.

    Aufgrund der anhaltend sehr guten Konjunktur sind die Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt hervorragend“, führt Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, an. Getragen wird der Abbau der Arbeitslosigkeit weiterhin von einer lebhaften Arbeitskräftenachfrage. Im Juni haben Arbeitgeber 1.674 neue Stellen gemeldet, 337 weniger (Minus 16, 8 Prozent) als im Mai. Aktuell liegen der Agentur für Arbeit insgesamt 7.918 offene Stellenangebote vor. Das bedeutet im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 324, im Vergleich zu Juni 2017 sogar von 1.077 (Plus 15,7 Prozent).

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Es wurden im Juni 3.000 Arbeitslose gezählt, 54 weniger als im Mai, 286 weniger als im Vorjahresmonat. 746 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 805 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 595 Stellenangebote gemeldet (Juni 2017: 649). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.595; 13,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,3 Prozent (Vormonat 2,3 Prozent). Es wurden im Juni 1.512 Arbeitslose gezählt. Das sind exakt so viele Menschen wie im Mai, aber 161 weniger als im Vorjahresmonat. 353 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 354 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 354 Stellenangebote im Juni aufgegeben (Juni 2017: 287). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.561; 31,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,5 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Im Juni waren 1.874 Menschen arbeitslos gemeldet, 85 weniger als im Vormonat, 298 weniger als im Juni 2017. 506 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 593 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 465 Stellenangebote gemeldet (Juni 2017: 598). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.592; 11,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.478 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4.409. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 50,4 Prozent.

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Juni 1.639 Arbeitslose registriert (Mai: 1.643). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.361 Arbeitslose (Mai: 1.411).

    Von den 1.512 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 701 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Mai: 698). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Juni 811 Arbeitslose registriert (Mai: 814).

    Von den 1.874 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 915 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Mai: 953). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 959 Arbeitslose registriert (Mai: 1.006).

    Der Ausbildungsmarkt

    „Mit einer abgeschlossenen Ausbildung hat man das Fundament, auf das sich aufbauen lässt. Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind in nahezu allen Branchen hervorragend- auch noch für dieses Jahr. Die Berufsberatung unterstützt hier durch guten Rat und konkrete Ausbildungsangebote“, ermutigt Karin Käppel alle, die jetzt noch auf der Suche sind.

    Bis Juni wurden der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 5.353 freie Berufsausbildungsstellen gemeldet. Als Bewerber für einen Ausbildungsplatz haben sich 3.383 junge Menschen gemeldet, 6,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rein rechnerisch kommen auf einen Bewerber 1,6 Ausbildungsstellen. Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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