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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Juni 2019

    Gebremstes Wachstum

    Ende Juni wurden 190.159 Arbeitslose gezählt, 0,6 Prozent weniger als im Vormonat und 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. 89.011 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 101.148 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent nach 3 Prozent im Vorjahr. „Die langanhaltende steile Aufwärtsentwicklung der Beschäftigung in Baden-Württemberg ist einem gebremsten Wachstum gewichen“, konstatiert Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

    „Bemerkbar machen sich die aktuellen Konjunkturergebnisse vor allem durch im Vorjahresvergleich etwas zurückgehenden Stellenmeldungen der Betriebe. Viele Unternehmen stellen sich auf unsichere Umsätze ein.“ Instrumente, das im Unternehmen vorhandene Arbeitsvolumen kurzfristig an die aktuelle Auftragslage anzupassen, nehmen an Bedeutung zu.

    „Dennoch zeigt sich die wirtschaftliche Lage in Baden-Württemberg nach wie vor robust“, ergänzt Rauch. „Davon abgesehen unterstützen wir Unternehmen und Beschäftigte nicht nur mit Leistungen in Zeiten konjunktureller Schwankungen. Wir helfen ihnen mit Förderangeboten – etwa auf der Grundlage des Qualifizierungschancengesetzes – auch dabei, für künftige Strukturveränderungen am Arbeitsmarkt gewappnet zu sein.“

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)


    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Weniger arbeitslose Menschen im Juni - Quote unverändert bei 3,2 Prozent

    „Der Juni brachte dem Arbeitsmarkt im Heilbronner Bezirk wieder einen Rückgang an Arbeitslosigkeit. Allerdings fällt das Minus etwas geringer aus als in den vergleichbaren Monaten der Vorjahre. Unser Arbeitsmarkt ist aber nach wie vor in einer stabilen Verfassung und bietet viele Chancen. Über 5 000 unbesetzte Arbeitsstellen bedeuten, dass unvermindert gut ausgebildete Fachkräfte gesucht werden. Und wer noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen möchte, hat auch noch gute Chancen. Über 1 200 Ausbildungsstellen sind noch nicht besetzt “, kommentiert Jürgen Czupalla, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt.

    Arbeitslosigkeit

    Zur Jahresmitte zeigt sich der Arbeitsmarkt in stabiler Verfassung: Im Heilbronner Agenturbezirk ist die Zahl der arbeitslosen Menschen erneut zurückgegangen. Gegenüber dem Vormonat sinkt die Zahl um 93 auf 8 763. Damit liegt die Arbeitslosigkeit auf einem saisonüblichen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr sind 505 Menschen weniger arbeitslos. Dies entspricht einem Rückgang von 5,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen hat sich nicht verändert und liegt bei 3,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,4 Prozent. In Baden-Württemberg sinkt die Quote um 0,1 auf 3,0 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) sind im abgelaufenen Monat 3 945 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Mai sind das 55 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Minus von 46. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist gegenüber dem Vormonat ebenfalls rückläufig. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im Juni 4 818 Arbeitslose. Das sind 38 weniger als im Mai und 459 weniger als noch vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im Juni sind 3 885 Frauen arbeitslos gemeldet, 26 weniger als vor vier Wochen. Bei den Männern ist ein Rückgang um 67 auf 4 878 zu verzeichnen. Von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren die Jüngeren ebenfalls. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 27 oder 3,5 Prozent auf jetzt 753 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit geht auf 2,4 Prozent zurück und liegt damit um 0,5 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Am anderen Ende der Alterspyramide ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht rückläufig. 3 010 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im Juni arbeitslos gemeldet, 29 weniger als im Vormonat.

    Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

    Im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn sind zum Stichtag 31. Dezember 2016 - neuere Daten liegen derzeit noch nicht vor - insgesamt 216 468 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 467 oder 0,2 Prozent weniger als im Vorquartal aber 5 110 oder 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur sind in den letzten vier Wochen 1 034 neue Jobs von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 54 weniger als vor einem Monat und 42 mehr als vor einem Jahr. Aus einem Bestand von 5 074 Stellen kann die Arbeitsagentur derzeit vermitteln – ein Plus von 177 gegenüber dem Mai und ein Plus von 253 (+ 5,2 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Arbeitslosenzahlen weiter auf sehr niedrigem Niveau

    Im Juni ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim leicht gesunken. Insgesamt sind 8.743 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 11 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 144 (Minus 1,6 Prozent) weniger als im Juni 2018. Die Arbeitslosenquote liegt zum dritten Mal in Folge bei 2,6 Prozent. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,0 Prozent.

    Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Auswirkungen der etwas schwächeren konjunkturellen Entwicklung. „Die Arbeitslosigkeit ist von Mai auf Juni nicht in dem Maße zurückgegangen, wie es in den „Boom-Jahren“ zuvor üblich gewesen ist“, führt Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, an. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bleibt noch auf Wachstumskurs, der Abbau der Arbeitslosigkeit gerät derzeit aber etwas ins Stocken.  „Wir liegen in unserer Region bei einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich auf einem anhaltend hohen Niveau und so gibt es keinen Anlass für Schwarzseherei“, betont Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

    Im Juni wurden 1.925 neue Stellenangebote gemeldet, 422 mehr als im Vor-monat (Plus 28,1 Prozent) und 251 (Plus 15,0 Prozent) mehr als im Juni 2018. Insgesamt waren 7.682 offene Stellenangebote gemeldet, 40 mehr (Plus 0,5 Prozent) als im Vormonat, 236 (Minus 3,0 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

    Eine historisch gute Ausgangslage haben auch alle jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung entscheiden. Auch jetzt noch, kurz vor den Sommerferien, stehen die Chancen für einen interessanten Ausbildungsplatz gut. „Aber jetzt heißt es Gas geben für alle, die noch keinen Ausbildungsvertrag oder einen Schulplatz in der Tasche haben. Unsere Berufsberater unterstützen dabei und bieten kurzfristige Beratungstermine an. Wenn das Zeugnis nicht so gut ausgefallen ist oder jemand intensivere Hilfe braucht, dem können die Berater durch passende Förderangebote unter die Arme greifen“, so Karin Käppel.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Es wurden im Juni 3.009 Arbeitslose gezählt, 69 oder 2,2 Prozent weniger als im Mai und 9 mehr als im Vorjahresmonat. 868 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 946 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 653 Stellenangebote gemeldet (Juni 2018: 595), 94 oder 16,8 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.467; 4,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,3 Prozent). Es wurden im Juni 1.592 Arbeitslose gezählt, 75 mehr als im Mai und 80 mehr als im Vorjahresmonat. 465 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 394 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 337 Stellenangebote gemeldet (Juni 2018: 354), 168 oder 99,4 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.281; 17,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,4 Prozent). Im Juni waren 1.835 Menschen arbeitslos gemeldet, 15 weniger als im Vormonat und 39 weniger als im Juni 2018. 598 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 614 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 620 Stellenangebote gemeldet (Juni 2018: 465). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.677; 3,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.039 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4.704. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 46,2 Prozent.

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Juni 1.458 Arbeitslose registriert (Mai 2019: 1.522). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.551 Arbeitslose (Mai 2019: 1.556).

    Von den 1.592 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 656 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Mai 2019: 656). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Juni 936 Arbeitslose registriert (Mai 2019: 861).

    Von den 1.835 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 801 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Mai 2019: 795). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.034 Arbeitslose registriert (Mai 2019: 1.055).

    Der Ausbildungsmarkt

    Es ist immer noch möglich, in diesem Jahr mit einer Ausbildung zu beginnen. Am Stichtag im Juni waren bei der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 2.377 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Auszubildende werden in fast allen Berufen gesucht. Die Berufsberatung bietet zusätzliche Last-Minute-Beratungszeiten an für die, die noch auf der Suche sind oder sich jetzt noch kurzfristig für eine Ausbildung entschieden haben. „Das Angebot nutzen und einfach ohne vorherige Terminvereinbarung kommen“, rät Karin Käppel. Bis Juni wurden der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim insgesamt 5.278 freie Berufsausbildungsstellen gemeldet. Als Bewerber für einen Ausbildungsplatz haben sich 3.126 junge Menschen gemeldet, 257 oder 7,6 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rein rechnerisch kommen auf einen Bewerber 1,7 Ausbildungsstellen. Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1.Oktober bis zum 30.September.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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