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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Mai 2022

    Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv

    Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg entwickelt sich im Mai saisonbedingt weiterhin positiv. Die Arbeitslosenquote sinkt weiter auf 3,2 Prozent, besonders deutlich ist die Jugendarbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat zurückgegangen, die Quote liegt hier mittlerweile bei 2,1 Prozent. Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen steigt noch einmal deutlich auf 114.994.

    Im Mai 2022 waren in Baden-Württemberg 204.199 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.881 und damit 2,3 Prozent weniger als im April. Damit sinkt die Arbeitslosenquote insgesamt auf 3,2 Prozent, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf 2,1 Prozent. Der Bestand an Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat vor allem im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) spürbar zurückgegangen, um 3.335 und damit um 3,4 Prozent. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) hat sich die Zahl im Vergleich mit dem Vormonat dagegen weniger stark verringert, sie ging um 1.546 und damit um 1,4 Prozent zurück. Diese Entwicklung ist auf die bereits beginnende Betreuung geflüchteter ukrainischer Staatsangehöriger in den Jobcentern zurückzuführen: Sie können ab dem 1. Juni Leistungen nach dem SGB II erhalten. Ansonsten wäre auch in der Grundsicherung der saisontypische Rückgang stärker ausgefallen.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Arbeitslosigkeit erneut zurückgegangen – Quote sinkt auf 3,2 Prozent

    „Wie schon in den Vormonaten, sinkt auch im Mai die Arbeitslosigkeit im Raum Heilbronn weiter. Seit knapp drei Jahren haben wir erstmals wieder weniger als 9 000 arbeitslose Menschen in unserem Agenturbezirk. Damit zeigt sich unser Arbeitsmarkt robust und setzt trotz der aktuellen Krisen seinen Erholungskurs fort. Ungeachtet dieser erfreulichen Entwicklung liegt unser Augenmerk weiter auf den strukturellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt. Wir müssen uns intensiv um die Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitslosen und die Ausbildung junger Menschen kümmern. So starten in den Pfingstferien in Baden-Württemberg die Praktikumswochen. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren in mehreren Tagespraktika unterschiedliche Betriebe und Berufsfelder kennenzulernen. Denn ein Praktikum ist ein wichtiger Baustein in der Berufsorientierung“, sagt Manfred Grab, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

    Arbeitslosigkeit

    Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt im Unterland setzt sich fort. Gegenüber dem Vormonat sinkt die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn um 176 auf 8 947. Damit wird zum ersten Mal seit Juli 2019 wieder die 9 000er-Marke unterschritten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 2 404 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sinkt um 0,1 auf 3,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,1 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind 3 877 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat sind das 102 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 1 463 oder 27,4 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist seit dem April ebenfalls zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im Mai 5 070 Arbeitslose. Das sind 74 weniger als im Vormonat und 941 weniger als vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im Mai sind 3 987 Frauen arbeitslos gemeldet, 48 weniger als vor vier Wochen. Bei den Männern ist ein Rückgang um 128 auf 4 960 zu verzeichnen. Von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren auch die Jüngeren. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 63 auf 552 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit verringert sich um 0,2 auf 1,8 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 3,1 Prozent. Bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit auch rückläufig. 3 357 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im Mai arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im Vormonat.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur sind in den letzten vier Wochen 566 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 28 mehr als vor einem Monat aber 275 mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem April auf 3 306 (plus 135) angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 522 mehr.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Arbeitsmarkt weiter stabil

    Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 9312 gesunken. Das sind 260 Arbeitslose (2,7 Prozent) weniger als im April und 2176 (18,9 Prozent) weniger als im Mai 2021. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 auf 2,7 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent (April: 3,3 Prozent). „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist auch saisonbedingt“, erklärt Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

    Ab Juni betreuen die Jobcenter Geflüchtete aus der Ukraine: „Somit liegen Leistungen zum täglichen Leben, Finanzierung des Wohnraums, Beratung, Vermittlung und Förderung von Qualifizierung in einer Hand“, so Elisabeth Giesen. „Damit  die Leistungen der Grundsicherung schnell ausgezahlt werden können, arbeiten die Jobcenter eng mit den zuständigen Stellen wie Ausländerbehörden und Integrationsmanagern zusammen.“ Bis zur Übernahme der Zahlungen durch die Jobcenter stellen die Kommunen für eine Übergangsfrist von bis zu drei Monaten den Lebensunterhalt über das Asylbewerberleistungsgesetz weiterhin sicher.

    Im Mai wurden 1394 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 162 (13,1 Prozent) mehr als im April, und 33 (2,4 Prozent) mehr als im Mai 2021. Insgesamt waren 8248 Stellen gemeldet, 259 (3,2 Prozent) mehr als im April und 2757 (50,2 Prozent) mehr als im Mai 2021. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil. Nicht nur in Gastronomie und Pflege bewegt sich die Arbeitskräftenachfrage weiterhin auf hohem Niveau“, so Elisabeth Giesen.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent (April: 2,8). Im Mai waren 3136 Menschen arbeitslos gemeldet, 81 (2,5 Prozent) weniger als im April und 658 (17,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 706 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 790 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 555 Stellen gemeldet, 110 (24,7 Prozent) mehr als im April und 26,7 Prozent mehr als im Mai 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2972; 45,8 Prozent mehr als im Mai 2021.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent (April: 2,6 Prozent). Im Mai waren 1721 Menschen arbeitslos gemeldet, 74 (4,1 Prozent) weniger als im April und 345 (16,7 Prozent) weniger als im Mai 2021. 349 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 409 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 232 Stellen gemeldet, 51 (28,2 Prozent) mehr als im April und 1,8 Prozent mehr als im Mai 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1378; 50,3 Prozent mehr als im Mai 2021.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote wie schon im April bei 2,6 Prozent. Im Mai waren 1955 Menschen arbeitslos gemeldet, 87 (4,3 Prozent) weniger als im April und 561 (22,3 Prozent) weniger als im Mai 2021. 509 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 604 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 420 Stellen gemeldet, 11 (2,6 Prozent) weniger als im April und 8,9 Prozent weniger als im Mai 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2681; 61,7 Prozent mehr als im Mai 2021.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4321 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4991. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 46,4 Prozent.

    Von den 3136 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1626 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (Mai 2021: 1806). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1510 Arbeitslose (Mai 2021: 1988).

    Von den 1721 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 675 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Mai 2021: 781). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1046 Arbeitslose (Mai 2021: 1285).

    Von den 1955 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 801 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Mai 2021: 1012). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1154 Arbeitslose (Mai 2021: 1504).

    Ausbildungsmarkt

    Junge Menschen haben beste Chancen auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Auf einen Bewerber kommen rein rechnerisch 2,2 Berufsausbildungsstellen. „Wichtig ist, dass Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammenfinden. Glücklicherweise ist dies inzwischen wieder persönlich auf Ausbildungsmessen möglich. Die Praktikumswochen Baden-Württemberg sind ebenso eine sehr gute Gelegenheit Berufe zu erkunden und Kontakte zu knüpfen“, so Elisabeth Giesen.  In mehreren Tagespraktika können Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren unterschiedliche Betriebe und Berufsfelder kennenlernen. Organisiert wird dies über die landesweite Onlineplattform www.praktikumswoche-bw.de – einfach und unbürokratisch sowohl für die Jugendlichen als auch für die Betriebe.

    Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres wurden 5044 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 6,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 2236 Bewerberinnen und Bewerber haben sich gemeldet, das sind 6,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

    Kurzarbeit

    Der Gesetzgeber hat die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Dies bezieht sich unter anderem auf den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit, den Anspruch auf höhere Leistungssätze, die Hinzuverdienstmöglichkeiten und Kurzarbeit bei Personaldienstleistern.

    Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde im Agenturbezirk im Mai für 414 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Die Agentur für Arbeit weist darauf hin, dass Kurzarbeit nach einer Unterbrechung von drei oder mehr Monaten neu angezeigt werden muss.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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