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    Hochschule Heilbronn als Innovationsmotor prämiert

    • Region Heilbronn Franken erhält Förderung in Höhe von 22 Millionen Euro aus dem Wettbewerb RegioWIN 2030
    • Künstliche Intelligenz (KI), personalisierte Medizin und Wasserstofftechnologie sind die Zukunftsthemen der Region
    • Akteure der Region kooperieren im regionalen Entwicklungskonzept mit dem Titel „Heilbronn-Franken auf dem Weg in die Zukunft – Wandel in einer ländlich geprägten Region“

    Heilbronn, April 2021. Die Hochschule Heilbronn ist Teil des Konsortiums, das gleich drei Leuchtturmprojekte aus dem Wettbewerb RegioWIN 2030 in den nächsten 6 Jahren umsetzen wird. Das regionale Entwicklungskonzept der Region Heilbronn-Franken mit dem Titel „Heilbronn-Franken auf dem Weg in die Zukunft – Wandel in einer ländlich geprägten Region“ zielt auf die Entwicklung der Region durch Leuchtturmprojekte in den Zukunftsthemen Künstliche Intelligenz, personalisierte Medizin und Wasserstofftechnologie. Die Prämierung fand am 14. April 2021 online statt. In allen drei Projekten kooperieren Forschungsprofessor*innen der HHN mit regionalen Akteuren, um die Zukunftsfähigkeit der Region Heilbronn-Franken zu steigern.

    AI Training- & Qualification Campus (AI-TRAQC) // Projektträger: Hochschule Heilbronn

    Bereits heute agiert die Hochschule Heilbronn als Impulsgeber der Technologieregion Heilbronn-Franken mit einer breiten Kompetenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Projekt AI-TRAQC wird diese Expertise in den kommenden Jahren weiter ausgebaut, um für und mit regionalen Unternehmen die Digitalisierung der Region voranzubringen. Dazu werden Datenanalysten*innen und Expert*innen im KI- und Machine-Learning-Bereich benötigt, die nicht allein über den vorhandenen Arbeitsmarkt akquiriert werden können. Weiterbildung und Qualifizierung sind daher zentraler Bausteine des Projektes, dessen Ziel es ist, den Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft über sogenannte KI-Transferbrücken zu fördern. Kern ist ein regionales Innovationszentrum, das am HHN-Campus in Heilbronn-Sontheim entstehen wird, um alle Aktivitäten zu bündeln:  Geplant sind drei Säulen, nämlich die Weiterbildung und Qualifizierung von Beschäftigten in der Region in einem Qualification Center, die wissenschaftliche Auseinandersetzung und Weiterentwicklung von KI in einem Science Center und drittens die Unterstützung von KI-basiertem Entrepreneurship in einem Innovation Hub.

    Hydrogen Hub HN-F // Projektträger: Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH

    Auch beim Projekt Hydrogen Hub HN-F steht der Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft im Vordergrund. Am DLR-Standort in Lampoldshausen soll ein Test-, Anwendungs- und Transferzentrum entstehen, das europaweit einzigartige Testmöglichkeiten mit gasförmigem und flüssigem Wasserstoff bieten wird. Ziel ist es, die mittelständischen Unternehmen in der Entwicklung und Erprobung von Wasserstofftechnologien zu unterstützen, um innovative Lösungen von der Ideenfindung bis zur Marktreife von Systemen und Komponenten zu fördern. Für Unternehmen und Kommunen ergibt sich ein unmittelbarer Mehrwert durch anwendungsnahe wissenschaftliche Entwicklungs- und Transferaktivitäten sowie projektbezogene Beratung. „Die Forscherinnen und Forscher am Kompetenzzentrum LOGWERT an der Hochschule Heilbronn freuen sich schon sehr darauf, in den kommenden Jahren im Rahmen des Hydrogen-Hubs HN-F die Wasserstoff-Zukunft der Region aktiv mit zu gestalten. Für uns geht es dabei insbesondere um die Begleitung des nachhaltigen Einsatzes von Wasserstoff z.B. im ÖPNV und in der Logistik,“ so Tobias Bernecker, Forschungsprofessor für Verkehrslogistik und nachhaltige Mobilität der Hochschule Heilbronn und Leiter des Kompetenzzentrums LOGWERT.

    I³ -Lab // Projektträger: MOLIT Institut gGmbH

    Im Projekt I³-Lab geht es um den Aufbau einer eigenen molekularbiologischen Laborkompetenz mit Bio-Bank. I³ steht dabei für die Verknüpfung von Data Science, Core Labs und Klinische Studien. „Diese Verzahnung bietet einen Rahmen für die Translation von Innovationen in die Wirtschaft und fördert so die Entwicklung des Branchenzweiges Life Science in der Region Heilbronn-Franken. Durch das Leuchtturmprojekt wird die Region attraktiver für den Zuzug molekularbiologischer Kompetenzträger.“ erläutert Prof. Dr. Christian Fegeler, Forschungsprofessor für Interoperabilität und Digitale Prozesse in der Medizin an der HHN und Geschäftsführer der MOLIT Institut gGmbH. Zielgruppen sind die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region, die Wirtschaft durch ein verbessertes Umfeld für Start-ups im Life Science Bereich oder auch durch die Option zur Diversifikation bestehender Unternehmen. Für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen kommt es zu einer Etablierung von telemedizinischen/digitalen intersektoralen sowie personalisierten und datengetriebenen Versorgungskonzepten in der Region.

    Attraktivitätssteigerung der Region Heilbronn-Franken

    Alle drei Leuchtturmprojekte werden für den jeweiligen Kompetenzbereich – KI, Wasserstoff und personalisierte Medizin – ein Anziehungspunkt innerhalb der Region darstellen, der die Vernetzung der Akteure mit sich zieht. Gleichzeitig werden diese Kompetenzzentren Strahlkraft über die Region hinaus haben und damit über konkrete Forschungsaktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Region leisten. „Als Hochschule Heilbronn bringen wir in allen drei Zukunftsprojekten unsere wissenschaftliche Kompetenz ein und freuen uns, die regionale Entwicklung gemeinsam mit unseren Partnern zu gestalten.“, betont Prof. Dr.-Ing. Raoul Daniel Zöllner, Forschungsprofessor für Autonome Systeme und Prorektor für Forschung, Transfer, Innovation an der Hochschule Heilbronn.  

    Was ist RegioWIN?

    Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit (RegioWIN) ist ein Wettbewerb, der bereits zum zweiten Mal vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg ausgelobt wurde. Ziel ist es, die regionale Entwicklung der Funktionsräume des Landes Baden-Württemberg strukturiert und vernetzt zu fördern.

    Der Wettbewerb wurde am 13. Februar 2020 eröffnet, Wettbewerbsbeiträge konnten bis zum 18. Dezember 2020 eingereicht werden. Die Jurysitzung erfolgte am 16./17. März 2021 und die Leuchtturmprojekte zur Umsetzung der regionalen Entwicklungsziele wurden am 14. April 2021 ausgezeichnet.

     

    Text- und Bdilquelle: Hochschule Heilbronn

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