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    Städtischer Hilfsfonds stützt bereits 60 Bad Mergentheimer Betriebe

    Gut einen Monat nach dem Start des städtischen Hilfsfonds in Bad Mergentheim haben bereits 60 Unternehmen Geld aus dem Programm erhalten.

    Der Gemeinderat hatte den Fonds Mitte Mai als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise beschlossen und dafür eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm kann ergänzend in Anspruch genommen werden, wenn die Hilfen von Bund und Land zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen nicht ausreichen und eine langfristige wirtschaftliche Schieflage oder Insolvenz des jeweiligen Unternehmens droht. 

    „Bereits in den ersten Tagen nach dem Start haben uns sehr viele Anträge erreicht, was noch einmal die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie verdeutlicht“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Um eine schnelle Hilfe zu gewährleisten, seien die Anträge umgehend von der Wirtschaftsförderung geprüft, mit der Kämmerei abgestimmt und bei Erfüllen aller Kriterien dann auch gleich bewilligt worden.

    So haben inzwischen bereits 60 Unternehmen Geld aus dem Hilfsfonds erhalten. Weitere 24 Anträge der bisher insgesamt 90 Antragsteller sind derzeit in Bearbeitung, sechs Anträge mussten abgelehnt werden. Über 300.000 Euro des Hilfsfonds-Geldes sind nach Angaben der Stadt bereits ausgezahlt oder für laufende Anträge vorgesehen. Wenn Anträge unvollständig sind - was immer wieder vorkommt - werden diese nicht einfach abgelehnt, sondern wo immer möglich im beratenden Dialog mit der Wirtschaftsförderung noch komplettiert.

    „Hinter diesem Programm steckt deshalb auch ein Kraftakt der Verwaltung, für den ich den verantwortlichen Mitarbeitern im Haus sehr dankbar bin“, sagt OB Udo Glatthaar. „Von den Betroffenen erreichen mich viele positive und lobende Rückmeldungen, das freut uns sehr. Die Botschaft, dass Bad Mergentheim sich für seine Einzelhändler, Gastronomen und die Selbstständigen vieler weiterer Branchen einsetzt, war ein wichtiges Signal des Gemeinderates – und die finanzielle Hilfe wird in den bewilligten Fällen auch wirklich dringend gebraucht.“

    In der Branchen-Aufteilung entfallen bisher die meisten bewilligten Anträge auf Hotellerie und Gastronomie (31), gefolgt von Dienstleistern (20), dem Einzelhandel (14) und Freizeit und Touristik (7). Die weiteren 18 positiv beschiedenen Anträge werden sonstigem Gewerbe zugeordnet. Der größte Teil der 90 eingegangenen Anträge entfällt auf Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern (55),  den kleineren Teil machen Solo-Selbstständige (13) und Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern (22) aus.

    „Es geht um Existenzen und Arbeitsplätze, aber auch um die Infrastruktur und Lebensqualität in Bad Mergentheim. In dieser Krisensituation sind alle Ebenen gefragt: Neben Bund und Land wollen auch wir als Kommune unseren Beitrag leisten. Und dabei war unser städtischer Hilfsfonds eine richtige und wichtige Entscheidung“, so Oberbürgermeister Udo Glatthaar zusammenfassend. „Mein besonderer Dank geht deshalb an den Gemeinderat, die Idee hatten Verwaltung und Ratsmitglieder parallel, aber für die Ausgestaltung und Höhe des Programms kamen von dort entscheidende Impulse.“ Dass eine einstimmige Mehrheit im Gremium den CDU-Antrag mitgetragen hat, sieht OB Glatthaar als „starkes Zeichen des gemeinsamen verantwortlichen Handelns in schwierigen Zeiten“.

    Der Hilfsfonds der Stadt läuft weiter und kann über ein Online-Formular unter www.bad-mergentheim.de/hilfsfonds digital ausgefüllt und abgeschickt werden. Dort sind die Richtlinien auch im Detail zu finden. Antragsberechtigt sind alle gewerblichen Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die ihre Tätigkeit von einem Unternehmenssitz in Bad Mergentheim aus führen und nicht bereits am Stichtag 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren.

    Voraussetzung für Hilfe von der Stadt ist, dass durch den Antragsteller ein Soforthilfeantrag für das Bundes- oder Landesprogramm „Soforthilfe Corona“ eingereicht und die Förderung in Höhe des Höchstbetrags bewilligt wurde. Dadurch wird für die Stadt belegt, dass der Unternehmens-Zustand kritisch ist und alle bisher möglichen Hilfsleistungen ausgeschöpft wurden.

     

    Text- und Bildquelle: Stadt Bad Mergentheim

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