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    Zusammenarbeit zur Umsetzung Wirtschaft 4.0 besiegelt

    Kooperations- und Nutzungsvereinbarung am BSZ in Wertheim unterzeichnet

    Eine Vereinbarung zur Kooperation im Rahmen eines Kompetenzbündnisses 4.0 haben jetzt Landrat Reinhard Frank für den Schulträger Main-Tauber-Kreis, Schulleiter Manfred Breuer, Rektor Prof. Dr. Ottmar Schneck von der SRH Fernhochschule sowie Vertreter der Firmen Kurtz Holding GmbH & Co Beteiligungs KG, PINK GmbH Vakuumtechnik, Eugen WOERNER GmbH & Co. KG, BRAND GmbH & Co. KG und Vacuubrand GmbH & Co. KG unterzeichnet. Der Termin fand am Beruflichen Schulzentrum in Wertheim statt.  

    Durch eine intensive Zusammenarbeit aller am Kompetenzbündnis beteiligten Akteure sollen Mitarbeiter, Auszubildende, Studenten und Schüler auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Thematik Wirtschaft 4.0 vorbereitet werden. Im Rahmen des Kompetenzbündnisses bietet das Berufliche Schulzentrum Wertheim den Partnern die Nutzung des Smart Labs 4.0 auf Basis einer gesonderten Nutzungsvereinbarung an.  

    Das Smart Lab – Produktionsstraße 4.0 – wurde im Dezember 2017 in Betrieb genommen und zeigt im Labormaßstab die „Smart Factory“, also die intelligente Fabrik, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das Smart Lab vernetzt die industrielle Fertigung digital mit Informationstechnologie und Betriebswirtschaft und erlaubt dadurch, die Massenproduktion für individuelle Produkte zu simulieren.  

    Künftig wird das Smart Lab 4.0 für Unterrichtszwecke der SRH Fernhochschule zur Verfügung stehen. Die hierfür erforderliche Nutzungsvereinbarung wurde gemeinsam mit der Kooperationsvereinbarung von Rektor Prof. Dr. Ottmar Schneck, Landrat Reinhard Frank und Schulleiter Manfred Breuer unterzeichnet. 

    „Das Kompetenzbündnis 4.0 ist ein Meilenstein für die Berufliche Bildung. Wir können von einem wichtigen Tag für die SRH Fernhochschule, für die beteiligten Unternehmen, für die Stadt Wertheim und den Main-Tauber-Kreis sowie für Schule und Schüler sprechen“, erklärte Landrat Frank. Durch hohe Investitionen in die berufliche Bildung sorge der Landkreis dafür, dass die Region im digitalen Wandel wettbewerbsfähig bleibe.  

    Auch Schulleiter Manfred Breuer betonte die Wichtigkeit des Kompetenzbündnisses für die Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften. Nachdem bereits zwei Professoren in der Bedienung der Anlage geschult wurden, sollen schon Ende Mai die ersten Präsenzveranstaltungen der SRH Fernhochschule im SmartLab stattfinden.  

    Bürgermeister Wolfgang Stein als Vertreter des Schulstandortes Wertheim bezog sich auf Konfuzius. Wer nicht an die Zukunft denkt, der werde bald große Sorgen haben, hatte der chinesische Philosoph gesagt. Am Beruflichen Schulzentrum Wertheim mache man sich viele Gedanken über die Zukunft und habe daher unter anderem das SmartLab ins Leben gerufen. Ebenso würdigte er den erfolgreichen Start der SRH Fernhochschule am Standort Wertheim. In kurzer Zeit konnte die Zahl der Studierenden verdoppelt werden. Durch die Kooperation sei das Studienzentrum künftig noch breiter aufgestellt.  

    Professor Dr. Ottmar Schneck räumte ein, dass Wertheim zunächst gar nicht Teil der Expansionspläne der SRH Fernhochschule gewesen sei. Aber man habe sich von der Agilität von Stadt und Kreis begeistern lassen und mit der Standortentscheidung eine gute Wahl getroffen. Prof. Schneck ist überzeugt, dass „die Digitalisierung alles grundsätzlich verändern wird“. Durch die Nutzung des SmartLabs könne die Hochschule ihren Studierenden das notwendige Rüstzeug für die digitalen Herausforderungen vermitteln.  

    Für die Unternehmen sprach der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG, Rainer Kurtz. Er lobte die für Wertheim und den Main-Tauber-Kreis beispielhafte Kooperation. Diese sei deshalb notwendig, weil wir „weiterhin zur Region der Weltmarktführer gehören möchten und hierfür gut ausgebildete Fachkräfte brauchen“. Er rief alle auf, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und sich den Risiken zu stellen.  

    „Als Schulträger investiert der Main-Tauber-Kreis jährlich rund zwei Millionen Euro in die Ausstattung der beruflichen Schulen. Ein großer Teil der Ausstattungskosten fließt zwischenzeitlich in die EDV-Ausstattung und in Maschinen und Geräte, die fähig sind, den Schülern Lehrinhalte zu Wirtschaft 4.0 zu vermitteln“, sagt der im Landratsamt Main-Tauber-Kreis zuständige Dezernent Jochen Müssig. „Hierzu gehören unter anderem auch moderne Maschinen, wie sie auch in Unternehmen der produzierenden Wirtschaft verwendet werden, Software, Tablet-PCs und Modelle wie das SmartLab hier im Beruflichen Schulzentrum Wertheim“, begründet Müssig den erheblichen Investitionsbedarf. 

     

    Text- und Bildquelle: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Markus Moll

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