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    Aktueller Arbeitsmarktbericht

    Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt hält an

    Saisonbedingt stieg im August die Arbeitslosigkeit leicht an, insbesondere unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren. Zudem wurden etwas weniger offene Stellen gemeldet als im Vormonat. Gleichzeitig nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vormonatsvergleich zu, unter anderem im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung.

    Im August 2021 waren in Baden-Württemberg 247.208 Menschen arbeitslos gemeldet, 5.316 mehr als im Juli 2021. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent, im August 2020 hatte sie noch bei 4,6 Prozent gelegen. Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gestiegen, allerdings lag sie im August des Vorjahres noch bei 4,8 Prozent. Der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen von Juli auf August ist saisonüblich und vor allem darauf zurückzuführen, dass im Sommer viele Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse auslaufen und junge Menschen die Schule verlassen. In den Vorjahren war dieser Anstieg deutlich höher ausgefallen.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Saisonbedingt mehr Arbeitslose – Quote bei 4,0 Prozent

    „Der Arbeitsmarkt im Heilbronner Raum ist in einer stabilen Verfassung. Wir haben damit gerechnet, dass sich im August mehr Menschen arbeitslos melden. Das Ende von schulischen und beruflichen Ausbildungen hat sich wie in jedem Sommer auf die Arbeitsmarktsituation ausgewirkt. Deshalb hat auch die Zahl der jüngeren Arbeitslosen stärker zugenommen. Insgesamt fällt der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber geringer aus als im vergleichbaren Zeitraum der Vorjahre. Das weist daraufhin, dass sich der Arbeitsmarkt weiter erholt“, sagt Manfred Grab, der Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit.

    Arbeitslosigkeit

    Die Arbeitslosigkeit im Heilbronner Unterland hat im August zugenommen. Für diese Entwicklung sind vor allem saisonale Einflüsse verantwortlich: Die Betriebsferien und das Ende schulischer und betrieblicher Ausbildungsgänge lassen in jedem Sommer die Arbeitslosigkeit ansteigen. Allerdings fällt der Anstieg in diesem Jahr geringer aus als in den Vorjahren. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,0 Prozent. Damit steigt sie gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte an, liegt aber um 0,9 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. Im August 2019 – dem Vergleichsmonat vor der Corona-Pandemie – lag die Quote bei 3,7 Prozent. In Baden-Württemberg steigt die Quote von 3,8 auf 3,9 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) sind im abgelaufenen Monat 5 125 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Juli sind das 278 Personen mehr. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies aber ein Minus von 2 421. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) steigt gegenüber dem Vormonat ebenfalls an. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im August 5 905 Arbeitslose. Das sind 94 mehr als im Juli aber 88 weniger als noch vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im Statistikzeitraum sind 5 075 Frauen arbeitslos gemeldet, 284 mehr als vor vier Wochen. Bei den Männern gibt es eine Zunahme um 88 auf 5 955. Ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist im Sommer üblich. Häufig werden Schule, Ausbildungsverhältnisse, Praktika oder Anerkennungsjahre beendet. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 228 auf 1 189 angestiegen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit ist seit Juli von 3,2 auf 3,9 Prozent angestiegen - liegt damit aber unter dem Vorjahreswert von 5,4 Prozent. Am anderen Ende der Alterspyramide hat die Arbeitslosigkeit leicht abgenommen. 3 683 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im August arbeitslos gemeldet, 14 weniger als im Vormonat und 457 weniger als vor einem Jahr.

    Kurzarbeit

    Im Februar – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – waren im Heilbronner Agenturbezirk 19 170 Personen in 2 364 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter-Quote bezogen auf die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag bei 8,8 Prozent.

    Arbeitskräftenachfrage

    Vom Stellenmarkt kommen erste Anzeichen, dass sich die „Sommerpause“ ihrem Ende neigt. Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Heilbronn sind in den letzten vier Wochen 700 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 61 mehr als vor einem Monat und 263 mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Juli auf 3 230 (plus 190) angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 34,9 Prozent.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)


    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Stabiler Arbeitsmarkt

    Im August ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 11.153 angestiegen. Das sind 389 Arbeitslose (Plus 3,6 Prozent) mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Prozent auf 3,3 Prozent gestiegen. In Baden-Württemberg liegt sie bei 3,9 Prozent (Plus 0,1 Prozent zum Vormonat).

    „Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat fällt deutlich niedriger aus als im August üblich“, erläutert Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Mit den weitgehenden Öffnungsschritten steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften. Insgesamt waren im August 6.938 offene Stellen gemeldet, 498 mehr (Plus 7,7 Prozent) als im Vormonat. Es wurden 1645 neue Stellen gemeldet, 8 mehr als im Vormonat (Plus 0,5 Prozent).

    Kurzarbeit

    Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. „Wir sehen eine Branchen-Verschiebung der Anzeigen. Eine Ursache dafür ist, dass die globalen Lieferketten unterbrochen sind“, erklärt Elisabeth Giesen.

    Die Zahlen zur sogenannten realisierten Kurzarbeit liegen der Agentur für Arbeit jetzt für den Monat Februar vor. Da Unternehmen drei Monate Zeit haben, den Antrag auf Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur einzureichen, liegen die Zahlen für die realisierte Kurzarbeit erst mit zeitlichem Versatz vor. Danach haben im Februar bei der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 23.331 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2.820 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Landkreis Schwäbisch Hall haben 7.176 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 862 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Hohenlohekreis haben 3.787 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 495 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Main-Tauber-Kreis haben 7.296 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 764 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im August waren 3771 Menschen arbeitslos gemeldet, 120 oder 3,3 Prozent mehr als im Juli. 983 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 844 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 514 Stellen gemeldet, 92 oder 15,2 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2352.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent). Im August waren 2024 Menschen arbeitslos gemeldet, 72 oder 3,7 Prozent mehr als im Juli. 482 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 415 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 312 Stellen gemeldet, 37 oder 13,5 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1196.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent (Vormonat 3,0 Prozent). Im August waren 2.453 Menschen arbeitslos gemeldet, 124 oder 5,3 Prozent mehr als im Vormonat. 751 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 634 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 560 Stellen gemeldet, 48 oder 9,4 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.238.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.790 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 6.363. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 42,9 Prozent.

    Von den 3.771 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.757 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (Juli 2021: 1.742). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 2.014 Arbeitslose (Juli 2021: 1.909).

    Von den 2.024 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 773 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Juli 2021: 744). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1.251 Arbeitslose (Juli 2021: 1.208).

    Von den 2.453 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 961 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Juli 2021: 927). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.492 Arbeitslose (Juli 2021: 1.402).

    Ausbildungsmarkt

    Obwohl offiziell die Ausbildungen bereits jetzt beginnen, gibt es noch viele freie Ausbildungsstellen. In vielen Branchen können entschlossene Bewerber*innen noch ihren gewünschten beruflichen Einstieg realisieren. Anders als zu diesem Zeitpunkt üblich haben auch einige große Unternehmen ihr Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen. „Wir vermitteln noch das ganze Jahr für den Ausbildungsbeginn 2021. Die Kammern stimmen einem späteren Ausbildungsbeginn zu, solange er noch Sinn macht.“, ermutigt Elisabeth Giesen. Und weiter: „Bei uns melden sich weniger Bewerber*innen als in den Vorjahren, die kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz suchen. Das mag auch daran liegen, dass Corona-bedingt die Regelungen für das Wiederholen eines Schuljahres gelockert wurden.“ Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres wurden 5.130 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 4,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 2.740 Bewerber*innen haben sich gemeldet, 11,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf eine/n Bewerber*in kommen statistisch gesehen 1,9 Berufsausbildungsstellen.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

     
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