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    Aktueller Arbeitsmarktbericht

    Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg

    Die Arbeitslosigkeit ist im Mai 2021 gegenüber April 2021 weiter gesunken. Betriebe und Unternehmen waren wieder verstärkt auf der Suche nach Arbeitskräften. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den Jobcentern nahm weiterhin leicht zu.

    Im Mai 2021 waren in Baden-Württemberg 255.515 Menschen arbeitslos gemeldet, 9.746 Personen weniger als im April 2021. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. Im Mai 2020 lag diese bei 4,3 Prozent.

    Einen Rückgang gegenüber April gab es in diesem Monat sowohl in der Arbeitslosenversicherung als auch in der Grundsicherung: In den Agenturen für Arbeit waren 8.764 weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Job-center verzeichneten 982 weniger Arbeitslose als im April 2021. Während die Zahl der Langzeitarbeitslosen in der Arbeitslosenversicherung um 3,8 Prozent abnahm (671 Personen weniger), stieg diese in der Grundsicherung um 0,8 Prozent weiter an (551 Personen mehr).127.300 Menschen (49,8 Prozent) wurden von den Agenturen für Arbeit betreut, 128.215 (50,2 Prozent) von den Jobcentern.

    Die Jugendarbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Es waren 1.722 (7,8 Prozent) weniger junge Menschen unter 25 Jahren ohne Arbeit als im Vormonat. Im Mai 2020 lag die Jugendarbeits-losigkeit bei 3,8 Prozent.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Erneut weniger Arbeitslose – Quote sinkt auf 4,1 Prozent

    „Wie schon in den Monaten zuvor, geht auch im Mai die Arbeitslosigkeit im Raum Heilbronn zurück. Damit setzt sich die Frühjahrsbelebung auf unserem Arbeitsmarkt fort. Aktuell haben wir rund 11 300 arbeitslose Menschen. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Corona-Krise. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung stehen wir vor großen Herausforderungen. Um die Transformation in der Arbeitswelt aktiv zu gestalten, ist die Aus- und Weiterbildung ein Schlüssel zum Erfolg. Wir müssen daher weiterhin uns intensiv um die Ausbildung junger Menschen und die Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitslosen kümmern“, sagt Jürgen Czupalla, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

    Arbeitslosigkeit

    Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt im Unterland setzt sich fort. Gegenüber dem Vormonat sinkt die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn um 691 auf 11 351. Damit wird zum ersten Mal seit vergangenem Dezember wieder die 12 000er-Marke geknackt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 1 207 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sinkt um 0,2 auf 4,1 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,5 Prozent, im Mai 2019 bei 3,2 Prozent. In Baden-Württemberg sinkt die Quote um 0,2 auf 4,0 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind 5 340 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat sind das 563 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 1 210 oder 18,5 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist seit dem April ebenfalls zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im Mai 6 011 Arbeitslose. Das sind 128 weniger als im Vormonat aber drei mehr als vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im Mai sind 5 030 Frauen arbeitslos gemeldet, 260 weniger als vor vier Wochen. Bei den Männern ist ein Rückgang um 430 auf 6 321 zu verzeichnen. Von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren auch die Jüngeren. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 74 auf 942 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit verringert sich um 0,2 auf 3,1 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 4,5 Prozent. Bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit auch rückläufig. 3 899 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im Mai arbeitslos gemeldet, 212 weniger als im Vormonat.

    Kurzarbeit

    Im November – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – waren im Heilbronner Agenturbezirk 15 972 Personen in 1 883 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter-Quote bezogen auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag bei 7,3 Prozent.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur sind in den letzten vier Wochen 841 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 266 mehr als vor einem Monat und 521 mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem April auf 2 784 (plus 171) angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 267 mehr.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Aufbruchstimmung zeigt sich am Arbeitsmarkt

    Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 11.488 gesunken. Das sind 580 Arbeitslose (Minus 4,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Prozent auf 3,3 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg liegt sie bei 4,0 Prozent (Minus 0,2 Prozent zum Vormonat).

    „Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort und es herrscht eine vorsichtige Aufbruchstimmung. Exporte, Investitionen und Konsum ziehen trotz Unsicherheit wieder an und die Aussicht auf weitere Lockerungen wirkt sich zusätzlich positiv aus“, so Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Dementsprechend zieht die Nachfrage nach Arbeitskräften an. So wurden im Mai 1.361 neue Stellen gemeldet, 327 mehr als im Vormonat (Plus 31,6 Prozent). Insgesamt waren 5.491 of-fene Stellen gemeldet, 310 mehr (Plus 6,0 Prozent) als im Vormonat.

    Ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen ist für viele Betriebe branchenüber-greifend ein großes Problem, insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe. „Alle unbesetzten Ausbildungsstellen verschlimmern die Situation. Denn Azubis, die jetzt nicht ausgebildet werden, fehlen in der Zukunft als Fachkräfte. Die Frage, ob eine Ausbildung unter den derzeitigen Bedingun-gen überhaupt sinnvoll ist, kann ich mit einem klaren JA beantworten“, führt die Agenturleiterin an. Das Angebot an interessanten Ausbildungsplätzen ist enorm und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind trotz Corona sehr gut. „Ich nehme auch von den Arbeitgebern eine sehr große Bereitschaft wahr, unabhängiger von Noten Bewerbern eine Chance zu geben. Hier können wir mit passenden Förderangebote unter die Arme greifen. Unter-nehmen können unter anderem mit dem Bundesprogramm "Ausbildungs-plätze sichern" zusätzlich unterstützt werden“, so Elisabeth Giesen.

    Kurzarbeit

    Die Zahlen zur sogenannten realisierten Kurzarbeit liegen der Agentur für Arbeit jetzt für den Monat November vor. Da Unternehmen drei Monate Zeit haben, den Antrag auf Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur einzureichen, liegen die Zahlen für die realisierte Kurzarbeit erst mit zeitlichem Versatz vor.

    Danach haben im November 2020 bei der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 20.798 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2.124 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Landkreis Schwäbisch Hall haben 5.667 Arbeitnehmerinnen und Ar-beitnehmer in 662 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Hohenlohekreis haben 4.045 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 382 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Main-Tauber-Kreis haben 6.318 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 552 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Neckar-Odenwald-Kreis haben 4.768 Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer in 528 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent (Vormonat 3,4 Prozent). Im Mai waren 3.794 Menschen arbeitslos gemeldet, 198 oder 5,0 Prozent weniger als im April.

    702 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 902 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

    Arbeitgeber haben 438 Stellen gemeldet, 92 oder 26,6 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.038.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im Mai waren 2.066 Menschen arbeitslos gemeldet, 76 oder 3,5 Prozent weniger als im April.

    401 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 484 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

    Arbeitgeber haben 228 Stellen gemeldet, 43 oder 23,2 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 917.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent). Im Mai waren 2.516 Menschen arbeitslos gemeldet, 260 oder 9,4 Prozent weniger als im Vormonat. 489 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 752 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

    Arbeitgeber haben 461 Stellen gemeldet, 149 oder 47,8 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.658.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5.055 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 6.433. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 44,0 Prozent.

    Von den 3.794 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.806 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (April 2021: 1.849). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1.988 Arbeitslose (April 2021: 2.143).

    Von den 2.066 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 781 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (April 2021: 785). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1.285 Arbeitslose (April 2021: 1.357).

    Von den 2.516 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1.012 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (April 2021: 1.104). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.504 Arbeitslose (April 2021: 1.672).

    Von den 3.112 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1.456 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (April 2021: 1.417). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1.656 Arbeitslose (April 2021: 1.741).

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Text- und Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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