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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // April 2022

    Positive Arbeitsmarktentwicklung nimmt alle Personengruppen mit

    Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe und ein drohendes Energieembargo: Trotz alledem nimmt der Arbeitsmarkt im April in Baden-Württemberg einen positiven Verlauf. Die Arbeitslosenquote sinkt erneut auf 3,3 Prozent, der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen steigt deutlich um 2.421 auf 25.631. Der Bestand an Arbeitslosen ist insgesamt – in beiden Rechtskreisen, bei allen betrachteten Personengruppen und in allen Kreisen Baden-Württembergs – gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen.

    Im April 2022 waren in Baden-Württemberg 209.080 Menschen arbeitslos gemeldet, 3.794 und damit 1,8 Prozent weniger als im März. Die Arbeitslosenquote insgesamt sinkt auf 3,3 Prozent und bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf 2,2 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringert sich um 1.752. Der erstmals kräftige Rückgang auch bei der Langzeitarbeitslosigkeit sowie der Anstieg der Beschäftigung deuten auf Entspannung am Arbeitsmarkt aus Sicht der Arbeitnehmer hin.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt – Quote weiter bei 3,3 Prozent

    „Die saisonale Belebung auf unserem Arbeitsmarkt hat sich weiter fortgesetzt. Trotz der krisenhaften Rahmenbedingungen ist der Arbeitsmarkt im Heilbronner Raum im Frühjahr weiter stabil. So ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem März zurückgegangen und liegt auch deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Viele Betriebe haben nach wie vor Schwierigkeiten, zeitnah geeignete Fachkräfte zu finden. Die Arbeitsagentur setzt daher weiter auf Qualifizierung, dem Schlüssel für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt und dauerhafte Beschäftigung. Erfreulich ist auch, dass die Unternehmen weiterhin auf Ausbildung setzen. Nach zwei Jahren Pandemie brauchen jungen Menschen jetzt aber auch berufliche Praktika, um die Arbeitswelt kennenzulernen und besser entscheiden zu können, ob der Beruf passt“, sagt Manfred Grab, der Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, zur Lage auf dem Arbeitsmarkt.

    Arbeitslosigkeit

    Die Zahl der arbeitslosen Menschen sinkt in den vergangenen vier Wochen im Heilbronner Agenturbezirk weiter. Von März auf April verzeichnet die Agentur für Arbeit Heilbronn einen Rückgang um 138 auf 9 123 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 2 919 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen bleibt unverändert bei 3,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,3 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind im Statistikzeitraum 3 979 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 41 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl um 1 924 abgenommen. In der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) hat die Arbeitslosigkeit in den letzten vier Wochen ebenfalls abgenommen. Die im Agenturbezirk Heilbronn ansässigen Jobcenter registrieren im April 5 144 Arbeitslose. Das sind 97 weniger als im Vormonat und 995 weniger als vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Typisch für das Frühjahr ist, dass vor allem Männer von der Belebung am Arbeitsmarkt profitieren. Sie sind es, die mehrheitlich in Branchen tätig sind, die den winterlichen Auftragsrückgang zu spüren bekommen haben und die nun wieder Fahrt aufnehmen. Die Arbeitslosigkeit der Männer sinkt gegenüber dem März um 122 auf 5 088. Bei den Frauen ist ein Rückgang um 16 auf 4 035 zu verzeichnen. Die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 52 auf jetzt 615 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit geht um 0,2 auf 2,0 Prozent zurück. Damit liegt sie um 1,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Auch bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit rückläufig. 3 420 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im April arbeitslos gemeldet, 27 weniger als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren noch 4 111 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen.

    Kurzarbeit

    Im Oktober – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – waren im Heilbronner Agenturbezirk 10 332 Personen in 644 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter-Quote bezogen auf die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag bei 4,6 Prozent.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit Heilbronn sind im April 538 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 44 weniger als vor einem Monat und 37 weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat auf 3 171 (plus 57) angestiegen.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit

    Im April ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 9572 gesunken. Das sind 329 Arbeitslose (3,3 Prozent) weniger als im März und 2496 (20,7 Prozent) weniger als im April 2021. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 auf 2,8 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent (März 3,4 Prozent). „Erfreulich ist, dass alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit ist um knapp 13 Prozent innerhalb eines Jahres zurückgegangen“, so Stefan Schubert, der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

    Im April wurden 1232 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind zwar 85 (6,5 Prozent) weniger als im März, aber 198 (19,1 Prozent) mehr als im April 2021. Insgesamt waren 7989 Stellen gemeldet, 103 (1,3 Prozent) mehr als im März und 2808 (54,2 Prozent) mehr als im April 2021.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (März: 2,9). Im April waren 3217 Menschen arbeitslos gemeldet, 114 (3,4 Prozent) weniger als im März und 775 (19,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 751 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 862 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 445 Stellen gemeldet, 58 (11,5 Prozent) weniger als im März und 28,6 Prozent mehr als im April 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2812; genau so viele wie im April 2021.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (März: 2,7 Prozent). Im April waren 1795 Menschen arbeitslos gemeldet, 29 (1,6 Prozent) weniger als im März und 347 (16,2 Prozent) weniger als im April 2021. 392 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 420 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 181 Stellen gemeldet, 37 (25,7 Prozent) mehr als im März und 2,2 Prozent weniger als im April 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1336; 59,4 Prozent mehr als im April 2021.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (März: 2,8 Prozent). Im April waren 2042 Menschen arbeitslos gemeldet, 90 (4,2 Prozent) weniger als im März und 734 (26,4 Prozent) weniger als im April 2021. 547 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 642 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 431 Stellen gemeldet, 48 (10 Prozent) weniger als im März und 38,1 Prozent mehr als im April 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2646; 65,7 Prozent mehr als im April 2021.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4441 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5131. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 46,4 Prozent.

    Von den 3217 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1665 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (April 2021: 1849). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1552 Arbeitslose (April 2021: 2143).

    Von den 1795 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 713 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (April 2021: 785). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1082 Arbeitslose (April 2021: 1357).

    Von den 2042 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 850 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (April 2021: 1104). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1192 Arbeitslose (April 2021: 1672).

    Ausbildungsmarkt

    Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt spitzt sich aus Sicht der Unternehmen zu. Das Angebot an Ausbildungsstellen übersteigt deutlich die Nachfrage. Auf 100 betriebliche Ausbildungsstellen kommen rein rechnerisch nur 43 Bewerberinnen und Bewerber. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres wurden 4902 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 6,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. 2121 Bewerberinnen und Bewerber haben sich gemeldet, das sind 6,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

    „In den letzten beiden Jahren kam die Berufsorientierung für Jugendliche pandemie-bedingt deutlich zu kurz. So waren Praktika in Betrieben oft nicht möglich. Ich rate allen Ausbildungsbetrieben, nutzen Sie die Zeit bis zum Herbst und bieten Sie Praktikumsplätze an. So haben die Jugendlichen die Chance, sich beruflich zu orientieren und mit etwas Glück wird aus einer Praktikantin oder einem Praktikanten Ihr neuer Azubi“, empfiehlt Stefan Schubert.

    Kurzarbeit

    Der Gesetzgeber hat die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Dies bezieht sich unter anderem auf den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit, den Anspruch auf höhere Leistungssätze, die Hinzuverdienstmöglichkeiten und Kurzarbeit bei Personaldienstleistern.

    Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde im Agenturbezirk im April für 458 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Die Agentur für Arbeit weist darauf hin, dass Kurzarbeit nach einer Unterbrechung von drei oder mehr Monaten neu angezeigt werden muss.

    Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Oktober 2021 zur Verfügung. So haben im Oktober im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 5177 Beschäftigte in 655 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Landkreis Schwäbisch Hall haben 1564 Beschäftigte in 191 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Hohenlohekreis haben 644 Beschäftigte in 119 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Main-Tauber-Kreis haben 1710 Beschäftigte in 182 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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