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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil – aber: Arbeitslosigkeit hat kräftig zugenommen

    Ende Januar wurden 201.139 Arbeitslose gezählt, 8,4 Prozent mehr als im Vormonat und 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. 99.603 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 101.536 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr.

    Saisonüblich ist die Arbeitslosenquote im Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent gestiegen. „Wie jedes Jahr steigt die Arbeitslosigkeit, weil zum Jahresende viele Verträge auslaufen und witterungsbedingt einige Arbeitsplätze wegfallen. Der Arbeitsmarkt folgt dem alljährlich wiederkehrenden Saisonmuster. Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat zeigt, dass der Arbeitsmarkt ungebrochen stabil ist", kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

    Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn –  Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt zum Jahresanfang an

    „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn bietet keinen Anlass zu erhöhter Sorge. Der Arbeitsmarkt reagiert nicht nur auf konjunkturelle, sondern auch auf saisonale Einflüsse. So schlägt der Wintereffekt besonders am Jahresbeginn stärker zu Buche. Bei schlechtem Wetter müssen bestimmte Tätigkeiten unter freiem Himmel ruhen. Zudem tragen der traditionelle Kündigungstermin zum Jahresende und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge zum Anstieg der Arbeitslosigkeit bei“, beschreibt Jürgen Czupalla, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt.

    Arbeitslosigkeit

    Zum Start in das neue Jahr steigt die Arbeitslosigkeit im Stadt- und Landkreis Heilbronn an. Damit wirken sich im Januar die jahreszeitlich typischen Einflüsse aus. Die Zahl der arbeitslosen Menschen erhöht sich um 479 auf 9 162. Im Vergleich zum Vorjahr sind das aber 559 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote hat sich, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, um 0,2 erhöht auf 3,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,7 Prozent. Landesweit steigt die Quote von 3,0 auf 3,3 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) sind im Januar 4 232 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 337 Personen mehr. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) nimmt ebenfalls zu. Die im Agenturbezirk Heilbronn ansässigen Jobcenter registrieren im Januar 4 930 Arbeitslose. Das sind 142 mehr als im Vormonat.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Zum Jahresbeginn sind 4 110 Frauen arbeitslos gemeldet, 189 oder 4,8 Pro-zent mehr als im Dezember. Bei den Männern ist eine Zunahme um 290 (plus 6,1 Prozent) auf 5 052 zu verzeichnen. Der stärkere Anstieg an männlichen Arbeitslosen ist ein Indiz für die jahreszeitliche Flaute in den wetterabhängigen Branchen, in der mehrheitlich Männer beschäftigt sind.

    Zugenommen hat die Arbeitslosigkeit auch bei den jüngeren Menschen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren steigt gegenüber dem Dezember um 57 auf 798 an. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit erhöht sich um 0,2 auf 2,6 Prozent. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 3,0 Prozent.

    In der Gruppe der über 50-Jährigen erhöht sich die Arbeitslosigkeit ebenfalls. 3 237 Männer und Frauen sind im Januar arbeitslos gemeldet, 158 mehr als im Dezember. Vor Jahresfrist waren noch 3 317 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 2,4 Prozent mehr als heute.

    Arbeitskräftenachfrage

    Der Arbeitskräftebedarf ist, bedingt durch die Feiertage zum Jahreswechsel und den Betriebsferien im Januar, etwas zurückgegangen. Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit werden im Januar von den Betrieben und Verwaltungen 905 neue Stellen gemeldet. Das sind 60 weniger als vor einem Monat, aber 126 mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Dezember auf 4 899 (minus 295) zurückgegangen.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Trotz Anstieg deutlich weniger Menschen arbeitslos als im Vorjahr

    Zum Jahresende ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim wie erwartet gestiegen. Aktuell sind 9.549 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 879 (Plus 10,1 Prozent) mehr als im Dezember, aber 579 (Minus 5,7 Prozent) weniger Arbeitslose als im Januar 2018. Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Prozent auf 2,8 Prozent gestiegen. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,3 Prozent.

    Karin Käppel kennt diese Entwicklung, die sich bei allen Agenturen in Baden-Württemberg zeigt. „Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar wird im Wesentlichen von zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen werden Mitarbeiter zum Jahresende entlassen, weil Kündigungsfristen oder befristete Verträge zum Jahresende auslaufen. Zum anderen wirkt sich die kalte Witterung auf die Beschäftigung besonders bei Berufen im Freien aus“, führt die Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim an.  Der Einfluss beider Faktoren auf den Arbeitsmarkt nimmt ab. Die Auftragsbücher der Betriebe sind gut gefüllt, die Mitarbeiter werden gebraucht und sollen im Unternehmen gehalten werden.  Befristet Beschäftigte werden direkt in Dauerarbeitsverhältnisse übernommen und Mitarbeiter werden nur gekündigt, wenn es gar nicht mehr geht. „Die Unternehmen wollen es nicht riskieren, gute Mitarbeiter an andere Firmen zu verlieren“, so Karin Käppel. „Zudem werden die Winter wärmer und Tage, an denen wegen des Wetters nicht gearbeitet werden kann, werden mit Überstundenkonten und Urlaub überbrückt“, ergänzt die Agenturleiterin.   Sie sieht in dem Anstieg daher auch keinen Grund zur Sorge, denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Region ist weiterhin stabil.

    Das zeigt sich auch an der Einstellungsbereitschaft, die weiterhin hoch ist. Im Januar waren 7.705 freie Stellen gemeldet, 247 weniger als im Vormonat (Minus 3,1 Prozent), jedoch 388 mehr als im Januar 2018 (Plus 5,3 Prozent). Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur in diesem Monat 1.514 neue Stellen gemeldet.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Es wurden im Januar 3.236 Arbeitslose gezählt, 298 mehr als im Dezember 2018, jedoch 119 weniger als im Vorjahresmonat. 1.113 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 809 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 534 Stellenangebote gemeldet (Januar 2018: 468). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.417; 0,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,2 Prozent). Es wurden im Januar 1.580 Arbeitslose gezählt, 118 mehr als im Dezember 2018, jedoch 82 weniger als im Vorjahresmonat. 518 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 411 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 226 Stellenangebote im Januar gemeldet (Januar 2018: 296). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.294; 14,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,8 Prozent (Vormonat 2,5 Prozent). Im Januar waren 2.141 Menschen arbeitslos gemeldet, 249 mehr als im Vormonat und 145 weniger als im Januar 2018. 802 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 543 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 501 Stellenangebote gemeldet (Januar 2018: 409). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.736; 22,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.224 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.325. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 44,2 Prozent.

    Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Januar 1.530 Arbeitslose registriert (Dezember 2018: 1.468). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.706 Arbeitslose (Dezember 2018: 1.470).   Von den 1.580 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 686 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Dezember 2018: 647). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Januar 894 Arbeitslose registriert (Dezember 2018: 815).

    Von den 2.141 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 884 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Dezember 2018: 814). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.257 Arbeitslose registriert (Dezember 2018: 1.078).

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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